Justus Wilhelm Grosse (* 24. August 1857 in Verden (Aller); † 31. Juli 1935 in Bremen) war ein deutscher Lehrer, Meteorologe und Physiker.
Leben Wilhelm Grosse war der Sohn eines Regierungssekretärs. Er studierte von 1877 bis 1881 Mathematik und Physik an der Georg-August-Universität Göttingen und der Eberhard Karls Universität Tübingen und wurde dann Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik in Clausthal, Vegesack und Bremen. Im Jahr 1886 wurde er in Kiel mit einer Arbeit über Polarisationsprismen promoviert. Im Jahr 1903 erhielt er den Professorentitel. Ab 1909 leitete er die Landeswetterwarte in Bremen.
Wilhelm Grosse ist der Erfinder des Polarisationsphotometers.
Am 26. März 1890 wurde Wilhelm Grosse unter der Matrikel-Nr. 2879 als Mitglied in die Kaiserliche Leopoldino-Carolinische Deutsche Akademie der Naturforscher aufgenommen.
Schriften Über Polarisationsprismen. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der philosophischen Doctorwürde an der Universität zu Kiel, 1886 Die gebräuchlichen Polarisationsprismen mit besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung in Photometern. 1887 Unterhaltende Probleme und Spiele in Mathematischer Beleuchtung. Quandt & Händel, Leipzig 1897 Der Äther und die Fernkräfte. Mit besonderer Berücksichtigung der Wellentelegraphie. Quandt & Händel, Leipzig 1898 (Digitalisat) Ionen und Elektronen. Eine kurze Darstellung der Entwickelung und Begründung neuerer Anschauungen, insbesondere der Ionentheorie. Quandt & Händel, Leipzig 1905 Wetterkunde. Stilke, Berlin 1928
Literatur Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2. Ausgabe. Band 4. Saur, München 2006, S. 182 Digitalisat
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Einzelnachweise
Kategorie:Meteorologe Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1935 Kategorie:Mann Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)