mini|Rupert Huber am Center for Quantum Nanoscience in Seoul (2023).

Rupert Huber (geboren 1973 in Traunstein) ist ein deutscher Physiker und Hochschullehrer. Er befasst sich mit der experimentellen Untersuchung und Kontrolle der Dynamik von Molekülen, Festkörpern und Nanostrukturen auf kürzesten Längen- und Zeitskalen.

Leben Rupert Huber studierte an der Technischen Universität München und in Berkeley und wurde 2003 am Physik-Department der TU München promoviert. Von 2004 bis 2006 war er Feodor Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Forschungsaufenthalte verbrachte er an der Hong Kong Baptist University, an der University of California, Berkeley, und am Lawrence Berkeley National Laboratory. Von 2007 bis 2010 leitete er eine Nachwuchsforschergruppe an der Universität Konstanz, gefördert durch das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2010 ist er Professor am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg.

Besonders bekannt ist seine Forschung zur Terahertz-Physik an der Schnittstelle zwischen Optik und Elektronik. Im Rahmen sogenannter Lichtwellenelektronik nutzt seine Arbeitsgruppe das Trägerfeld von Licht als ultraschnelle elektrische Vorspannung. Wichtige Quantendynamik, wie Bloch-Oszillationen in Volumenhalbleitern, Quasiteilchen-Kollisionen oder Hohe-Harmonische-Generation, konnte er erstmals auf der Subzyklen-Zeitskala auflösen. Zudem beschäftigt er sich mit ultraschneller Nanoskopie. In einer engen Kooperation konnten die Arbeitsgruppen von Rupert Huber und Jascha Repp (ebenfalls Universität Regensburg) 2016 ein Lichtwellen-Rastertunnelmikroskop zeigen, mit dem erstmals die Bewegung eines einzelnen Moleküls direkt in Ort und Zeit aufgelöst werden kann.

Auszeichnungen 2004: Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung 2007: Emmy-Noether Stipendium und Nachwuchsgruppe der DFG 2008: European THz Young Investigator Award der European Optical Society 2009: Rudolf-Kaiser-Preis des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft 2012: ERC Starting Grant (European Research Council) Seit 2012: 13 × Preis für gute Lehre der Fakultät für Physik an der UR 2016: Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten in Bayern 2019: Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2019: Ernennung zum Fellow of the Optical Society of America (OSA) 2022: ERC Synergy Grant 'Orbital Cinema' (European Research Council)

Schriften (Auswahl)

Weblinks Publikationen / Profil an der Universität Regensburg Rastertunnelmikroskop filmt schnelle Molekül-Bewegungen, FAZ vom 22. November 2016, abgerufen am 6. Dezember 2018 Citationsindex für Rupert Huber, University of Regensburg laut scholar.google.de, abgerufen am 12. Dezember 2018

Belege

Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Regensburg) Kategorie:Leibnizpreisträger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann