mini|Herrensitz Schübelsberg, Westansicht Schübelsberg (nürnbergisch: SchiwlsbäachD. Fastnacht: Nürnberg, S. 378. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: šiwlsbęɐχ.) ist eine Wüstung im Gemeindegebiet der kreisfreien Stadt Nürnberg.

Geographie Der Weiler lag auf freier Flur auf einer Höhe von . 0,2 km nordwestlich lag Schoppershof, 0,2 km östlich Winzelbürg, 0,4 km südlich Bretzengarten und 0,5 km südöstlich Rechenberg. Dort verlief eine Vicinalstraße von Nürnberg nach Lauf. Geschichte Im Jahr 1414 wurde ein „hof bey Nuͤremberg, heißt czu dem Schubelberg“ schriftlich erwähnt. Einem Cunrad von Lauffenholtz hatte zu diesem Zeitpunkt 40 Morgen Weingärten und Äcker zu Lehen. 1422 wurde er auch u. a. mit den Hof „Schübelsberg“ von der Burggrafschaft Nürnberg belehnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist . Welchen Ursprung, die auf dem Berg abgeladenen Scherben hatten, bleibt unklar.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 376ff. 1602 wurde durch den Nürnberger Patrizier Andreas Imhoff ein Herrenhaus errichtet. Der dreigeschossige Sandsteinbau ist bis heute erhalten geblieben und ist Haus Nr. 36 der Bismarckstraße.G. Voit: Schübelsberg, in: Stadt Lexikon Nürnberg, S. 952.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schübelsberg aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Der Nürnberger Eigenherr von Zeltner war Grundherr des Gutes.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 170.

Von 1797 bis 1810 unterstand Schübelsberg dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Erlenstegen und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Erlenstegen zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schübelsberg in die neu gebildete Ruralgemeinde Rennweg umgemeindet. Mit der Eingliederung des Ortes Rennweg in die Stadt Nürnberg im Jahr 1865 hieß die Ruralgemeinde Schoppershof. 1899 wurde diese nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 242f.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 27 31 29 31 45 38 68HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 7 5 5 6 7Quelle

Religion Schübelsberg war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jobst (Nürnberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Wüstung in Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1414