mini|Stilles Initialen F. S. am 1898 erbauten Wohn- und Geschäftshaus Lister Meile 33

Friedrich Heinrich Georg Stille, genannt Fritz (geboren 1. September 1859 in Hannover; gestorben 5. Mai 1917 ebenda) war ein deutscher Maurermeister und Architekt, Bauunternehmer und Baugewerkenamtsmeister.Reinhard Glaß: Stille, Friedrich (Fritz) Heinrich Georg in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 21. Mai 2026

Leben Familie Stille war Sohn des hannoverschen Gartenmannes Heinrich Stille (Johann Heinrich Christian Stille) und der Sophie (Sophie Elisabeth Stille), geborene Albrecht.

Er könnte laut den Bauhistorikern Günther Kokkelink und Monika Lemke-Kokkelink der Vater der Architekten Ernst Stille (26. Januar 1877 in Hannover – 14. März 1939 ebenda) und Heinrich Stille (17. Mai 1879 in Hannover – 31. Mai 1957 ebenda) gewesen sein.Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Stille, Friedrich, in dies.: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlüter, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4, S. 568 Laut dem Biographischen Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945 soll der Vater des Architekten und Krankenkassen-Funktionärs Ernst Stille jedoch der evangelisch-lutherische Tischler Julius Stille (1840–1915) gewesen sein, seine Mutter Dorette, geborene Renneberg (1848–1939).Stille, Ernst. In: Eckhard Hansen, Florian Tennstedt (Hrsg.) u. a.: Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945. Band 2: Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945. Kassel University Press, Kassel 2018, ISBN 978-3-7376-0474-1, S. 192 (Online, PDF; 3,9 MB).

Werdegang Zur Zeit des Königreichs Hannover gründete Fritz Stille im Jahr 1828 in Hannover ein nach ihm benanntes Baugeschäft, das noch in den 1950er Jahren von Heinrich Stille als Inhaber fortgeführt wurde.Ewald Brix: Die ältesten Firmen in Hannover nach Gründungsjahren (1550–1850) geordnet. In: Ewald Brix: Vom Markt zur Metropole. Werden und Wandlung in 7 Jahrhunderten stadthannoverscher Wirtschaftsentwicklung. Mit Bildzeichnungen von Karl Hapke. Schlütersche Verlagsanstalt, Hannover 1951, S. 185–190, hier S. 188 ().

Das Adressbuch der Stadt Hannover von 1845 verzeichnete zwei Stilles in der Vorstadt als Eigentümer der von ihnen zugleich bewohnten Häuser: Den Maurer Friedrich Stille im Haus Fernrode 16, den Zimmermann Heinrich Stille in Fernrode 17/18.Adressbuch 1845 Verzeichnis der Einwohner sowie der Hauseigenthümer und Inquilien sowie der Abkürzungserläuterungen

In der späten Gründerzeit des Deutschen Kaiserreichs bewohnte der Maurermeister Fritz Stille laut dem Adreßbuch, Stadt- und Geschäftshandbuch der Königlichen Residenzstadt Hannover und der Stadt Linden von 1898 als Eigentümer zunächst noch das Parterre der – seinerzeitigen – Freytagstraße 12,Vergleiche das Adressbuch für 1898, I. Abteilung: Straßen- und Häuserverzeichnis, S. 212 während dasselbe Adressbuch eine Übersiedlung Stilles – der einen frühen Fernsprecher mit der Nummer 907 sein eigen nannte – zum März desselben Jahres in das 3. Stockwerk des Hauses Alte Celler Heerstraße 40 ankündigte.Vergleiche das Adressbuch für 1898, I. Abt., Alphabetisches Verzeichnis, S. 1022

mini|Das heute denkmalgeschützte Haus Lister Meile 33

Von der damaligen Hausnummer 40 ausVergleiche das Adreßbuch, Stadt- und Geschäftshandbuch der Königlichen Residenzstadt Hannover und der Stadt Linden für 1899, 1. Abteilung, Straßen- und Häuserverzeichnis, S. 152 errichtete der Architekt und Maurermeister im Jahr 1898 das Wohn- und Geschäftshaus Alte Celler Heerstraße 39, das sich heute unter der Adresse Lister Meile 33 findet. Als Eigentümer auch dieses Hauses hatte Stille das Nebengebäude Nummer 39a an den im Vorderhaus wohnenden Buchdruckereibesitzer Eberlein vermietet, Inhaber der im Nebengebäude untergebrachten Buchdruckerei August Eberlein & Co. Ebenfalls im Vorderhaus wohnte im 3. Stockwerk der Gartenmann Stille. Das Gebäude Lister Meile 33 steht heute als Bauensemble als Gruppe Fridastraße im Zusammenhang mit dem Weißekreuzplatz unter Denkmalschutz.Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Ortskarte 7: Oststadt / List. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover (DTBD), Teil 1, Band 10.1, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1983, ISBN 3-528-06203-7, S. 92f.; sowie Oststadt im Addendum zu Teil 2, Band 10.2: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand: 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, S. 5f.

Stille starb im Alter von 57 Jahren und wurde am 21. Mai 1917 auf dem Stadtfriedhof Engesohde beigesetzt.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Maurer Kategorie:Architekt (Hannover) Kategorie:Unternehmer (Hannover) Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehemaliges Bauunternehmen (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1917 Kategorie:Mann