Bömerich ist ein Ortsteil in Oberodenthal in der Gemeinde Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis. Er liegt auf dem sogenannten Baumberg etwa 300 Meter östlich von Hüttchen.Gerd Müller: Odenthal, Geschichte einer Bergischen Gemeinde, Herausgegeben von der Gemeinde Odenthal, Odenthal 1976, Seite 15ff.

Geschichte Der Eigenname Bömerich weist darauf hin, dass der Ort seinen Ursprung in einem ehemaligen Waldgebiet auf einem Bergrücken hat.

Ende des 16. Jahrhunderts gehörte Bömerich zur Honschaft Breidbach im Kirchspiel Odenthal im Amt Porz im Herzogtum Berg. Es gehörte zum Hofgericht zu Dünn. Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Miselohe, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Dorf ohne Kirche kategorisiert wurde und mit Bömerig bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Bömerich. Aus ihr geht hervor, dass Bömerich zu dieser Zeit Teil von in der Herrschaft Odenthal war.Wilhelm Fabricius : Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde die Herrschaft aufgelöst und Bömerich wurde politisch der Mairie Odenthal im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Odenthal im Kreis Mülheim am Rhein.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Bömerich und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Bühmrich verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Bömerich verzeichnet.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie Bemerkung 1822 26 Ackergüter 1830Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830 39 Ackergut gen. Boemerich 1845Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], 78 11 Fruchtmühle und Ackergüter 1871 47 9 Hofstelle 1885Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888. 30 9 Wohnplatz 1895Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 23 7 Wohnplatz 1905Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909. 17 6 Wohnplatz

Bömericher Mühle mini|Alte Mühlengebäude mit Mühlenteich 2018 Die Bömericher Mühle war eine oberschlächtige Getreidemühle. Sie liegt nordöstlich von Bömerich im Tal des Bömericher Bachs.Mühlenroute Odenthal-Altenberg Abgerufen am 7. Dezember 2018

Die Mühle ist bereits ab der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Mühle auf Karten eingetragen. Schon zu Zeiten der Rheinprovinz war sie als eigenständiger Wohnplatz vermerkt. Heute dienen die beiden alten Mühlengebäude nur noch zu Wohnzwecken.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie 1895Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 5 1 Wohnplatz 1905Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909. 3 1 Wohnplatz Einzelnachweise

Weblinks GPS Wanderatlas, Wanderziel Bömericher Mühle

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