Troksy () ist ein kleines Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Bisztynek (Stadt- und Landgemeinde Bischofstein) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein).
Geographische Lage Troksy liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren am Ostufer der Zaine (), sechs Kilometer westlich der Stadt Reszel () bzw. 26 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Bartoszyce (Bartenstein).
Geschichte Troksy wurde als Lusian 1470 erstmals erwähnt und vor 1785 Lusisigeyn, um 1785 Klein Loosgehnen und um 1820 Troxen genannt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Truchsen Der kleine Gutsort kam 1874 in den Amtsbezirk MoldittenRolf Jehke, Amtsbezirk Molditten (), der zum Kreis Rößel im Regierungsbezirk Königsberg (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1820 zählte Truchsen 55, 1885 = 103, 1905 = 102 und 1910 = 81 Einwohner.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung in den Volksabstimmungen in Ost- und Westpreussen am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Truchsen stimmten 60 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 110
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, war auch Truchsen davon betroffen. Es erhielt die polnische Namensform „Troksy“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt- und Landgemeinde Bisztynek (Bischofstein) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Truchsen in die evangelische Kirche Rößel in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische St.-Peter-und-Paul-Kirche Rößel im Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Troksy evangelischerseits zur Pfarrei Kętrzyn (Rastenburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und katholischerseits zur Pfarrei Sątopy (Santoppen) im Erzbistum Ermland in der polnischen katholischen Kirche.
Verkehr Troksy liegt an der Woiwodschaftsstraße 594, die die beiden Regionen Bartoszyce (Bartenstein) und Kętrzyn (Rastenburg) miteinander verbindet. Eine Anbindung an den Schienenverkehr besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1470 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Bisztynek