mini|Hattenhofen von Süden
Hattenhofen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck.
Geografie Hattenhofen liegt in der Region München, etwa 35 km westlich der Landeshauptstadt.
Die Gemeinde hat drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Haspelmoor (Dorf) Hattenhofen (Kirchdorf) Loitershofen (Weiler)
Es gibt nur die Gemarkung Hattenhofen.
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Der Ortsname ist in den Traditionsbüchern der Diözese Brixen aus den Jahren 1060–1070 als Hattanhouan ersturkundlich genannt. Der Ort entstand demnach beim Gehöft eines gewissen Hatto.
Der Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Dachau des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Ab dem Jahr 1840 entwickelte sich mit dem Bau der Bahnlinie Augsburg–München die Siedlung Haspelmoor.
20. Jahrhundert Durch einen Fliegerangriff wurden 1945 große Teile des Ortes zerstört, aber bald wieder aufgebaut.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1126 auf 1543 um 417 Einwohner bzw. um 37 %. 1961: 872 Einwohner 1970: 929 Einwohner 1987: 1090 Einwohner 1991: 1238 Einwohner 1995: 1326 Einwohner 2000: 1342 Einwohner 2005: 1389 Einwohner 2010: 1379 Einwohner 2015: 1530 Einwohner
Politik und Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf.
Erster Bürgermeister ist Franz Robeller (UWG Haspelmoor). Er wurde 2014 Nachfolger von Mathias Ettenberger (Wählergruppe Dorfgemeinschaft Hattenhofen) und am 15. März 2020 mit 90,58 % der Stimmen für weitere sechs Jahre bestätigt.
Der Gemeinderat wurde bei der Kommunalwahl 2020 wie folgt besetzt: UWG: 5 Sitze (39,69 %) DG: 4 Sitze (32,17 %) JW: 3 Sitze (28,14 %) Die Wahlbeteiligung lag bei 62,17 %.
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2020 nach den Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 1.556 T€, davon waren 361 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Statistik Kommunal 2021 (PDF; 2,1 MB)
Wappen
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Staugewässer im Haspelmoor
Im Jahr 2020 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 35 und im Bereich Handel und Verkehr 68 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen lag dieser Wert bei 33 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 679. Daher mussten 468 Beschäftigte vom Wohnort zum Arbeitsort pendeln. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe.
Zudem bestanden im Jahr 2016 13 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 514 ha, davon waren 455 ha Ackerfläche.
Verkehr Der Haltepunkt Haspelmoor liegt an der Bahnstrecke München–Augsburg.
Hattenhofen ist mit drei Regionalbuslinien des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes und einer Ruftaxilinie erschlossen. Das Gemeindegebiet liegt in der Tarifzone 4.
Linie Linienverlauf Verkehrsunternehmen Mammendorf – Adelshofen – Jesenwang – Landsberied – Schöngeising S – Fürstenfeldbruck S R Omnibus Neumeyr Tegernbach – Mittelstetten – Althegnenberg R – Hattenhofen – Mammendorf S R – Puch – Fürstenfeldbruck S R Amperbus GmbH Althegnenberg R – Tegernbach – Mittelstetten – Oberschweinbach – Mammendorf S R – Fürstenfeldbruck S R Amperbus GmbH Fürstenfeldbruck / Mammendorf / Hattenhofen / Adelshofen / Oberschweinbach / Althegnenberg / Mittelstetten Geldhauser
Bildung 2021 gab es folgende Einrichtungen: eine Kindertageseinrichtung: 74 genehmigte Plätze mit 67 betreuten Kindern eine Volksschule: 141 Schüler in acht Klassen
Söhne und Töchter der Stadt Johann Walleshauser (1735–1816), Sänger
Weblinks
Gemeinde Hattenhofen (PDF; 1,66 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Fürstenfeldbruck Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)