mini|hochkant|Wappen der Kämmerer von WormsScheiblersches Wappenbuch1450–1480
Die Kämmerer von Worms waren eine weit verzweigte deutsche Familie des Niederadels.Soweit nicht anders vermerkt, stammen die Angaben aus: Schwennicke: Europäische Stammtafeln, die Ordnungszahlen von Bollinger, S. 10–13. Der bekannteste und längst überlebende Zweig war die Linie von Dalberg.
Vorbemerkung Die Familie ist seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Zuordnungen von Personen zu dieser Familie, die vor dieser Zeit lebten, wurden ohne jeden Beleg vorgenommen.So: Bollinger: für Heribert von Köln (S. 8 f.) und Erkenbert von Frankenthal (S. 7).
Die Hauptquellen dieser StammlisteBattenberg: Repertorien 14/3, Bollinger und Schwennicke. widersprechen sich im 14. Jahrhundert an einigen Punkten hinsichtlich der Filiation einiger Familienmitglieder. Darauf ist in den Anmerkungen jeweils hingewiesen.
Name Die Familie nannte sich ab dem 13. Jahrhundert nach dem führenden Amt, das Familienmitglieder einnahmen, Kämmerer von Worms. Diese Funktion bezog sich auf das Bistum Worms, nicht die Stadt Worms. Anschließend – auch um die Mitglieder verschiedener Zweige der Familie unterscheiden zu können – traten die Namen erworbener Burgen, die als „Stammsitze“ dienten, als Namensbestandteil hinzu, so etwa Waldeck, Herrnsheim oder Kropsburg. Die ursprüngliche Funktionsbezeichnung Kämmerer von Worms entleerte sich inhaltlich zunehmend und wurde zum Titel.
Stammliste Vorfahren
Kämmerer von Worms
Kämmerer von Worms, genannt von Waldeck
Kämmerer von Worms, genannt von Herrnsheim und weitere
Literatur Friedrich Battenberg: Dalberger Urkunden. Regesten zu den Urkunden der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg und der Freiherren von Dalberg 1165–1843: Band 14/1: Urkunden und Kopiare des Staatsarchivs Darmstadt (Abt. B 15 Und O 1 B), des Pfarrarchivs Herrnsheim und des freiherrlich-Franckensteinschen Archivs in Ullstadt = Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14/1. Darmstadt 1981. ISBN 3-88443-222-2 Band 14/2: Urkunden des Stadtarchivs Worms, der Bayerischen Staatsbibliothek München und des Kunsthauses Heylshof in Worms; Nachträge und verlorene Dalberger Urkunden im Staatsarchiv Darmstadt (Regesten Nr. 1666–3385)= Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14/2. Darmstadt 1986. ISBN 3-88443-237-0 Band 14/3: Corrigenda, Indices und Stammtafeln (v. Dalberg und Ulner von Dieburg) = Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14/3. Darmstadt 1987. ISBN 3-88443-238-9 Jana Binová: Stammtafelauszug. Kurt Andermann: Der Aufstieg der Kämmerer von Worms im späten Mittelalter. In: Kurt Andermann (Hrsg.): Ritteradel im Alten Reich. Die Kämmerer von Worms genannt von Dalberg = Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission, N.F. Bd. 31. Darmstadt 2009. ISBN 978-3-88443-054-5, S. 19. Johannes Bollinger: 100 Familien der Kämmerer von Worms und der Herren von Dalberg. Bollinger, Worms-Herrnsheim 1989. Ohne ISBN. Regine Dölling: St. Katharinen Oppenheim. 2. Auflage: Schnell + Steiner. Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2528-9 Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Neue Folge, Bd. 9: Familien vom Mittel- und Oberrhein und aus Burgund. Marburg 1986. Ohne ISBN, Tafeln 53–60. Carl. J. H. Villinger: Die Kämmerer von Worms genannt von Dalberg und ihre Beziehungen zu Oppenheim. In: 1200 Jahre Oppenheim am Rhein. Stadt Oppenheim, Oppenheim 1965, S. 55–68.
Anmerkungen
Einzelnachweise
! Kammerer Von Worms