Geretshausen ist einer von 14 amtlich benannten Ortsteilen der oberbayerischen Gemeinde Weil im Landkreis Landsberg am Lech.

Geografie Das Pfarrdorf liegt etwa eineinhalb Kilometer ostsüdöstlich der Ortsmitte von Weil auf einer Höhe von . Naturräumlich befindet es sich im Lechrain am östlichen Hochufer des Verlorenen Baches, dem dort auch der Sägmühlbach und der Dorfgraben zufließen.

Geschichte Geretshausen wurde unter dem Namen Gerinshusin 1033 zum ersten Mal in einer Urkunde der Benediktbeurer Chronik erwähnt, als ein Augsburger Geistlicher mit dem Namen Gunthalem sein in dem Ort befindliches Gut an das Kloster Benediktbeuern übertragen hatte. Weitere Nennungen folgten 1179 als Gerenshusen und 1391 als Gerentzhusen. Die katholische Saalkirche St. Johannes der Täufer wurde 1682 gebaut und überformt einen mittelalterlichen Vorgängerbau, ihren Turm erhielt sie im Jahr 1737.LfD-Liste für Weil (.pdf)

Durch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern durchgeführten Verwaltungsreformen wurde der Ort zu einer eigenständigen Landgemeinde, zu der auch die Einöde Aumühle gehörte.

Das bayerische Urkataster zeigt Geretshausen in den 1810er Jahren als ein Haufendorf mit 52 Herdstellen, der Kirche, deren umfriedeten Gottesacker und der Aumühle.Geretshausen auf der Katasterkarte der Bayerischen Uraufnahme Um 1840 notierte man 54 Häuser,Allgemeine Erdbeschreibung von Johann Georg Friedrich Jacobi um 1840 die 457 Seelen beherbergten. Außerdem gab es eine Schule.Intelligenzblatt der Königlichen Regierung von Oberbayern 1842

Im Zuge der in den 1970er Jahren durchgeführten kommunalen Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Geretshausen am 1. Januar 1972 in die Gemeinde Weil eingegliedert. Im Jahr 2018 zählte Geretshausen 456 Einwohner.

Verkehr Die Anbindung an das öffentliche Straßenverkehrsnetz erfolgt hauptsächlich durch die Kreisstraße LL 7, die von Weil her kommend den nördlichen Ortsbereich durchläuft und ostwärts nach Schwabhausen weiterführt.

Baudenkmäler In der Ortschaft befinden sich einige denkmalgeschützte Bauwerke, darunter die katholische Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer, ein ehemaliges Pfarrhaus und mehrere Bauernhäuser.

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Geretshausen

Bodendenkmäler Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Weil (Oberbayern)

Persönlichkeiten Johann Mutter (1902–1974), Maler und Fotograf

Literatur

Weblinks

Geretshausen im BayernAtlas, abgerufen am 28. November 2018 Geretshausen auf historischer Karte, abgerufen am 28. November 2018

Einzelnachweise Einwohnerzahl von Geretshausen auf der Website der Gemeinde Weil, abgerufen am 20. September 2022

Geografische Lage von Geretshausen im BayernAtlas, abgerufen am 28. November 2018 Zusammensetzung der Gemeinde Weil, abgerufen am 28. November 2018 Seite 579 Geschichte von Geretshausen, abgerufen am 28. November 2018

Kategorie:Geographie (Weil, Oberbayern) Kategorie:Ort im Landkreis Landsberg am Lech Kategorie:Ersterwähnung 1033 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Landsberg am Lech) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972