Łowkowice (deutsch Lowkowitz, auch LoffkowitzJohann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 377., 1936–1945 Bienendorf) ist ein Ort der Stadt- und Landgemeinde Kluczbork der Woiwodschaft Opole in Polen. Bekannt ist das Dorf als Wirkungsort des schlesischen Bienenforschers Johann Dzierzon.
Geographie Łowkowice liegt rund neun Kilometer nördlich von Kluczbork und etwa 58 Kilometer nordöstlich von Opole.
Südlich des Dorfes fließt die Baryczka (Bartsch-Bach).
Nachbarorte von Łowkowice sind im Norden Dobiercice (Wilmsdorf), im Nordosten Pszczonki (Schonke) im Osten Maciejów (Matzdorf), im Süden Kujakowice Dolne (Nieder Kunzendorf), Kujakowice Górne (Ober Kunzendorf) und Gotartów (Gottersdorf), im Westen Krzywizna (Schönwald) und im Nordwesten Sarnów (Sarnau) und Chudoba (Chudoba ).
Geschichte mini|Kirche Mariä Heimsuchung
Das spästere Lowkowitz wurde erstmals mit der Ortsbezeichnung Irschotin Hengoczin und Vloscha erwähnt. Für das Jahr 1283 ist es in der Schreibweise Ditmarsdorfbelegt.
Der Name Lowkowitz bzw. Loffkowitz leitet sich vom polnischen Begriff „Łowca“ (Jäger) ab und bedeutet so viel wie das Dorf des Jägers.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 11
Für das Jahr ist das Graben nach Eisenerz im Dorf dokumentiert. Bis zur Säkularisation gehörte das Dorf zum St.-Matthias-Stift in Breslau. 1827 wurde die Dorfkirche erbaut.
1845 befanden sich im Dorf eine katholische Kirche, eine Eisenerzgrube und 111 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals 939, davon 12 Einwohner evangelisch und sieben jüdisch. 1869 wurden 1306 Katholiken, 272 Protestanten und acht Juden gezählt.Filipa Sulimierskiego: Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich, Tom V, 1889, S. 762. 1874 wurde der Amtsbezirk Schönwald gebildet, dem Lowkowitz eingegliedert wurde.Amtsbezirk Schönwald 1884 lebten in Lowkowitz 1116 Einwohner in 149 Häusern. 1933 wurden 1218 Einwohner gezählt.
Am 27. Mai 1936 wurde Lowkowitz in Bienendorf umbenannt. 1939 lebten in Bienendorf 1164 Einwohner. Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Kreuzburg O.S. Letzter Bürgermeister des Dorfes war Alois Dzierzon.Chronik Bienendorf
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Bienendorf 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Łowkowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es in die Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum neu gegründeten Powiat Kluczborski.
Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische Mariä-Heimsuchung-Kirche (Kościół Nawiedzenia Najświętszej Maryi Panny) wurde 1827 erbaut. Wegekreuz an der Kreuzung ul. ks. Rigola und ul. ul. Brzozowa Barocke Wegekapelle mit Statue des böhmischen Landesheiligen Johannes Nepomuk Grabmal für Johann Dzierzon auf dem Dorffriedhof
Persönlichkeiten mini|Jan Dzierżon mit seinen Bienenvölkern in Lowkowitz Johann Dzierzon (1811–1906), Priester und Bienenforscher Victor Kaluza (1896–1974), Lehrer und Sachbuchautor
Weblinks
Homepage Lowkowitz
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Gmina Kluczbork) Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole