Kuniów (deutsch Kuhnau) ist ein Ort der Stadt- und Landgemeinde Kluczbork der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Kuniów liegt rund drei Kilometer südlich von Kluczbork und etwa 43 Kilometer nordöstlich der von Opole.
Durch den Ort verläuft die Landesstraße Droga krajowa 45. Westlich des Dorfes beginnt die Umgehungsstraße für Kluczbork. Ebenfalls westlich verläuft die Bahnstrecke Kędzierzyn-Koźle–Kluczbork.
Nachbarorte von Kuniów sind im Norden Kluczbork (Kreuzburg O.S.), im Osten Kotschanowitz (Chocianowice), im Süden Jaschine (Jasienie) und im Südwesten Bażany (Basan).
Geschichte mini|links|Kirche mit dem Patrozinium Johannes der Täufer mini|Gefallenendenkmal Das Dorf Kuhnau wurde erstmals in einer Urkunde vom 5. Februar 1253 als Honowo erwähnt.
Im Jahr 1799 begannen die Bauarbeiten für die Dorfkirche, die zwei Jahre später 1801 beendet wurden. Infolge der Säkularisation verloren die Kreuzherren den Besitz Kuhnau. 1861 lebten in Kuhnau 829 Einwohner. 1874 wurde der Amtsbezirk Kuhnau gegründet.Amtsbezirk Kuhnau
1924 wurde in Kuhnau eine Kleinsiedlung angelegt. 1933 wurden 1304 Einwohner gezählt. 1936 wurde das Jugendheim im Dorf eingeweiht. 1939 lebten 1256 Einwohner in Kuhnau. Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Kreuzburg O.S.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kuhnau 1945 mit dem größten Teil Schlesiens unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es Kuniów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Kluczborski.
Sehenswürdigkeiten Die katholische Johannes-der-Täufer-Kirche (Kościół Narodzenia św. Jana Chrzciciela) wurde 1799–1801 erbaut. Eine erste Pfarrkirche wurde 1301 an gleicher Stelle eine Pfarrkirche erwähnt. Diese hölzerne Kirche hatte eine Abmessung von 15 × 7,5 Meter und besaß einen hölzernen Glockenturm. 1799 wurde die Holzkirche abgetragen. 1818 wurde an die steinerne Kirche ein Chor angebaut. 1932 wurde das Gotteshaus erweitert. 1993–1995 wurde die Kirche saniert, und die Orgel grundlegend erneuert. Denkmal zum Gedenken an die Gefallen der beiden Weltkriege Friedhofskapelle Barocke Wegekapelle gegenüber der Kirche – 1907 erbautRozwój Wsi Opolskiej (polnisch)
Persönlichkeiten Carl August Haupt (1810–1891), Organist, Musikpädagoge und Komponist
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Gmina Kluczbork) Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole