Krasków (deutsch Kraskau) ist ein Ort der Stadt- und Landgemeinde Kluczbork der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie mini|St.-Hedwigs-Kirche Krasków liegt zwei Kilometer westlich von Kluczbork und 45 Kilometer nordöstlich von Opole am Stober.

Nachbarorte von Krasków sind im Norden Ligota Dolna (Nieder Ellguth), im Osten Kluczbork (Kreuzburg O.S.), im Süden Borkowice (Borkowitz) und im Westen Bogacica (Bodland). Südlich des Dorfes liegt Krasków-Kolonia (Kolonie Kraskau).

Geschichte Kraskau wurde erstmals im Jahre 1397 urkundlich erwähnt. 1534 ist es in der Schreibweise Kraschkow belegt.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 318.

1743 wurde Kraskau dem Kreis Rosenberg O.S. eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1845 befanden sich im Dorf ein Schloss, ein Vorwerk, eine Schäferei und weitere 112 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 783, davon 90 evangelisch und 51 jüdisch. 1874 wurde der Amtsbezirk Kraskau-Neuhof gebildet, dem Kraskau eingegliedert wurde.Amtsbezirk Kunzendorf 1932 begannen die Bauarbeiten zur Erweiterung der katholischen Kirche in Kraskau.

Die Volkszählung 1910 ergab für Kraskau 1154 Einwohner, davon 1088 polnischer Muttersprache und größtenteils katholischer Konfession sowie 49 deutscher Muttersprache und mehrheitlich evangelischer Konfession. 17 weitere Einwohner gaben Deutsch sowie eine andere Sprache an. 1925 lebten in Kraskau 1156 Einwohner, 1933 wurden 1085 Einwohner gezählt. Am 27. April 1936 wurde Kraskau im Rahmen der nationalsozialistischen Germanisierung slawischstämmiger Ortsnamen in Grasenau umbenannt. Am 1. April 1939 wurde Grasenau in die Landgemeinde Bodland eingemeindet. Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Rosenberg O.S.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kraskau 1945 mit dem größten Teil Schlesiens unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und 1950 in die Woiwodschaft Opole umgegliedert. Seit 1999 gehört Krasków zum Powiat Kluczborski.

Sehenswürdigkeiten Die Kirche mit dem KPatrozinium der hl. Hedwig entstand 1872 zunächst als Kapelle. 1932 wurde mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Gotteshauses begonnen, die erst 1942 beendet wurden. 2003 wurde der Kirchturm erbaut. Jüdischer Friedhof an der Straße nach Bogacica (Bodland)

Persönlichkeiten Herbert Wohlert (1928–2019), deutscher Gebrauchsgrafiker und Illustrator

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Geographie (Gmina Kluczbork) Kategorie:Ort in Schlesien