Johannes (Hans) Kessler, auch Keßler, (* 8. Mai 1865 in Köstritz; † 24. August 1944 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher evangelischer Pfarrer und Autor mehrerer patriotischer Werke.
Leben Johannes Kessler stammte aus Köstritz und ging in jungen Jahren nach Gütersloh, wo er 1884 am Stiftischen Gymnasium die Reifeprüfung ablegte.Friedrich Fliedner: 75 Jahre Gütersloher Gymnasium. Verlag F. Tigges, Gütersloh 1926. Dritte Seite: Festschrift zur Feier des 75jährigen Bestehens des Evangelisch-stift. Gymnasiums zu Gütersloh und der Grundsteinlegung zum Gymnasialneubau am 16., 17. und 18. August 1926. S. 62, Nr. 509. Zunächst wirkte er als Divisionspfarrer und Hofprediger an der Friedenskirche in Potsdam. Vier Jahre lang war er der Erzieher der beiden ältesten Söhne des Kaisers Wilhelm II. Von 1893 bis 1907 war er Garnisonspfarrer in Potsdam und zog dann nach Dresden, wo er 1908 das Amt des Pfarrers an der Lukaskirche übernahm und zum sächsischen Hofprediger ernannt wurde. Er wohnte im Haus Lukasplatz 4, das 1945 beim Bombenangriff zerstört wurde.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten legte Kessler 1933 sein Amt aus Altersgründen nieder und zog später nach Freiburg im Breisgau, wo er im Sommer 1944 starb.
Familie In Bornstedt bei Potsdam heiratete Johannes Kessler am 8. Juli 1893 Anna Maria Frommel aus Barmen, die Tochter des Pfarrers und Volksschriftstellers Emil Frommel. Seine Ehefrau starb 1929 in Dresden, so dass er die letzten Jahre als Witwer lebte.Deutsches Geschlechterbuch. Genealogisches Handbuch Bürgerlicher Familien, Band 120, 1955, S. 384
Literatur
Werke Heil Kaiser Dir!, Dresden, 1913 Gott segne den Kaiser! Zur Erinnerung an das Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelm II. (15. Juni 1913), Dresden, 1913 Glockenklang und Schwertgesang. Zwei vaterländische Festreden, Dresden, 1914 Furchtlos und treu, Dresden, 1914 Durch Gott zum Sieg, Dresden, 1914 Die wichtigste Pflicht gegen unsere Krieger, Dresden, 1914 Begrabe deine Toten tief in dein Herz hinein. Ansprache in der Kriegsbetstunde (11. Sept. 1914). Zum Gedächtnis unserer gefallenen Krieger, Dresden, 1914 Predigten und Ansprachen in den Kriegstagen 1914, gehalten von J. Keßler, Dresden 1914 Kreuz und Schwert, Dresden, 1915 Deutsche Frauen – deutsche Treue. Ein Ruf an die Frauen und ein Dank zur Front, Dresden, Das Land zittert, aber ich halte seine Säulen fest. Festpredigt an Kaisers Geburtstag (27. Jan. 1916), Dresden, 1916 Ich schwöre mir ewige Jugend. Mit einem Porträt. List, Leipzig v 1936. Seinen Schwiegervater Emil Frommel unterstützte er bei dessen Publikation Ernstes und Heiteres. Erzählungen für das deutsche Volk, die in mehreren Auflager erschien.
Weblinks Eintrag in der Deutschen Biographie
Einzelnachweise
Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Christlicher Geistlicher (Potsdam) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Dresden) Kategorie:Evangelischer Militärseelsorger Kategorie:Autor Kategorie:Garnisonspfarrer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1865 Kategorie:Gestorben 1944 Kategorie:Mann