Key Concepts in Interreligious Discourses (KCID) war eine interdisziplinäre Forschungsstelle der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die sich auf die Erforschung von Judentum, Christentum und Islam spezialisiert hatte. Die Aufgaben übernimmt seit Oktober 2020 das Bayerische Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse (BaFID) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von BaFID-Direktor Georges Nicolas Tamer.
Geschichte Key Concepts in Interreligious Discourses (KCID) wurde 2016 unter der Federführung von Georges Tamer mit dem Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft in Erlangen ins Leben gerufen, nachdem er sich bereits mehrfach für die Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage für interreligiösen Dialog, insbesondere zwischen Juden, Muslimen und Christen, ausgesprochen hatte.Beschreibung der Aufgaben – Bayerisches Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse Nach mehreren Fachtagungen wurde es zu einer Forschungsstelle ausgebaut. Zwischenzeitlich bestand eine Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und dem Sheikh Nahyan Center for Arabic Studies and Intercultural Dialogue an der Universität Balamand im Libanon. Zudem kooperierte der Verlag de Gruyter bei Publikationen.KCID Buchreihe in Kooperation mit degruyter.com Des Weiteren wurden öffentliche Vorträge organisiert oder Seminare für andere Einrichtungen, wie zum Beispiel der Katholischen Akademie in Bayern entworfen.Der Koran. Reihe Islam (I): Katholische Akademie Bayern
Konzept KCID erarbeitete Schlüsselkonzepte der einzelnen monotheistischen Religionen, wobei Wissenschaftler ein Schlüsselkonzept ihrer Religion aus der jeweils eigenen Religion stets in Bezug auf die beiden anderen Religionen betrachteten. Schlüsselkonzepte aus den monotheistischen Religionen sind beispielsweise Offenbarung, Glaube, Wahrheit, Gerechtigkeit oder Freiheit.Fachtagungen – Bayerisches Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse Beiträge wurden auf Deutsch, Englisch und Arabisch veröffentlicht, mit überregionaler Ausrichtung. Dabei wurden interdisziplinäre Kompetenzen aus den Bereichen Judaistik, Islamwissenschaft, Theologie, Philosophie, Psychologie u. a. gezielt gebündelt.
Wissenschaftlicher Beirat Asma Afsaruddin Mathias Rohe Abdullahi An-Naim Clare Amos Aryeh Botwinick Heiner Bielefeldt, ehemals Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats, Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Maha El Kaisy-Friemuth Mohammad Hashim Kamali Assaad Elias Kattan Manfred Pirner Mohammad Sammak Stefan Schreiner Christoph Schwöbel Walter Sparn David Thomas Michael Zank
Förderer Zu den Förderern der Forschungsstelle gehörten: Hanns-Seidel-Stiftung e. V. Evangelische Kirche Deutschlands
Weblinks Deutschsprachige Homepage des Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse Englischsprachige Homepage des Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse Arabischsprachige Homepage des Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse
Einzelnachweise
Kategorie:Interreligiöser Dialog Kategorie:Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg