Forsthof ist eine Wüstung im Statistischen Bezirk 11 der kreisfreien Stadt Nürnberg.
Geographie Die Einöde befand sich auf einer Höhe von auf freier Flur am Fischbach. Im Südosten grenzte ein Waldgebiet an. 100 Meter westlich befand sich die Einöde Bleiweiß, 100 Meter östlich die Hallerhütte, 300 Meter nordöstlich das Hallerschloß. An der Stelle des Forsthofs befindet sich heute Haus Nr. 47 der Wilhelm-Späth-Straße.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1553 als „Ziegelhüeten bey der Schmelzhutten“ erstmals schriftlich erwähnt. 1564 war die Ziegelhütte so baufällig, dass sie vom Zinsmeisteramt an den Meistbietenden verkauft wurde. Bereits 1559 wurde neben der Ziegelhütte der Forsthof errichtet. Auf dem Anwesen lebte ein Förster und zwei Waldhauer.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 74f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Forsthof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Oberämtern Cadolzburg und Burgthann bestritten wurde. Grundherr war das Waldamt Laurenzi der Reichsstadt Nürnberg.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 115.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Forsthof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238f. 1899 wurde Forsthof mit Gleißhammer nach Nürnberg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 20 26 21 22 41 47 74HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 2 2 2 2 4 Quelle
Religion Forsthof war evangelisch-lutherischer geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt, später nach St. Peter (Nürnberg).
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1553