Die Gesellschaft der Patrioten (, Aikokusha, ) war die erste politische Partei im Japanischen Kaiserreich in der Meiji-Zeit.
Geschichte Die Gesellschaft der Patrioten wurde im Februar 1875 von Itagaki Taisuke als Teil einer liberalen politischen Föderation gegründet, um seine Risshi-sha mit der Bewegung für Freiheit und Bürgerrechte (, Jiyū Minken Undō, ) zu verbinden. Noch im selben Jahr wurde die Partei aufgelöst, da Innenminister Ōkubo Toshimichi dem Parteivorsitzenden Itagaki versprach, dass die Regierung eine Verfassung erarbeiten würde.
Als bis September 1878 keine Verfassung erschienen war, belebte Itagaki die Gesellschaft der Patrioten wieder und benannte sie in Bund zur Einrichtung einer Nationalversammlung (, Kokkai Kisei Dōmei, ) um. Der Hauptzweck war es, die Regierung zu ersuchen, eine Nationalversammlung einzurichten. Später wurde sie dann in Liberale Partei umbenannt, die Itagaki im Oktober 1881 gründete.Thomas Weyrauch: Die Parteienlandschaft Ostasiens, Longtai, Heuchelheim, 2018, ISBN 978-3-938946-27-5, S. 25 ff., 36 f.; Thomas Weyrauch: Itagaki Taisuke – 100 Jahre danach. In: Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften e.V. vom 16.05.2019, https://www.vdjg.de/itagaki-taisuke-100-jahre-danach/
Die Gesellschaft der Patrioten sollte allerdings nicht mit der Patriotischen Partei (, Aikoku Kōtō, ) oder mit späteren ultranationalistischen Bewegungen mit ähnlichen Namen verwechselt werden.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Partei (Japanisches Kaiserreich) Kategorie:Parteigründung 1875 Kategorie:Aufgelöst 1875