mini|hochkant=1|Schauplatz der World Darts Championship: Alexandra Palace in London
Die William Hill World Darts Championship 2019 wurde vom 13. Dezember 2018 bis 1. Januar 2019 in ihrer 26. Auflage von der Professional Darts Corporation (PDC) veranstaltet. Austragungsort war zum zwölften Mal der Alexandra Palace in London. Erstmals wurden zwei Plätze für Frauen reserviert.Zwei Frauen wollen die Darts-WM aufwirbeln. In Spiegel Online, 12. Dezember 2018.
Im Finale sicherte sich Michael van Gerwen gegen Michael Smith seinen dritten WM-Titel.
Modus Das Turnier wurde im Modus Best of Sets bzw. First to Sets und der Spielvariante Double-Out gespielt.
Ein Set gewinnt der Spieler, der als erstes drei Legs für sich entscheidet. Ein Leg gewinnt der Spieler, der als erstes genau 501 Punkte wirft. Der letzte Wurf eines Legs muss auf ein Doppelfeld erfolgen.
Beim Stand von 2:2 Legs in einem entscheidenden letzten Set griff (außer in der 1. Runde) die Two-clear-Legs-Regel. Diese besagt, dass ein Spieler zwei Legs Vorsprung haben muss, um das Spiel zu gewinnen. Schafft dies keiner der beiden Spieler, wird das Spiel beim Stand von 5:5 in den Legs durch ein „Sudden-Death-Leg“ entschieden.
Teilnehmer Qualifikation Anders als in den Vorjahren, nahmen bei der World Championship 2019 nicht 72, sondern 96 Spieler teil. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus den 32 bestplatzierten Spielern der PDC Order of Merit vom 25. November 2018, den Top 32 nicht qualifizierten Spielern der PDC Pro Tour Order of Merit und 32 internationalen Spielern der World Championship International Qualifiers zusammen.
Zwei der 24 zusätzlichen Plätze wurden an weibliche Teilnehmer vergeben. Dazu kam je ein Qualifikant aus Afrika, China, Indien, Japan, Neuseeland und Südamerika sowie vier Qualifikanten aus Europa (Ost, Süd, Süd-West und West).
Die gesetzten Spieler (Top 32 der PDC Order of Merit) stiegen erst in der zweiten Runde ins Turnier ein.
Überblick PDC Order of Merit Michael van Gerwen Rob Cross Peter Wright Gary Anderson Daryl Gurney Gerwyn Price Mensur Suljović Simon Whitlock James Wade Michael Smith Ian White Dave Chisnall Darren Webster Joe Cullen Jonny Clayton Adrian Lewis Raymond van Barneveld Stephen Bunting Mervyn King Steve Beaton Kim Huybrechts Steve West John Henderson Jelle Klaasen Alan Norris James Wilson Kyle Anderson Jamie Lewis Jermaine Wattimena Benito van de Pas Cristo Reyes Max Hopp
PDC Pro Tour Order of Merit
<li value="20"> Danny Noppert <li value="23"> Krzysztof Ratajski <li value="26"> Ricky Evans Jeffrey de Zwaan <li value="29"> Steve Lennon Chris Dobey <li value="32"> Martin Schindler Josh Payne Gabriel Clemens <li value="37"> Ryan Joyce Richard North Keegan Brown Mickey Mansell Robert Thornton Jan Dekker Nathan Aspinall Ron Meulenkamp Brendan Dolan William O’Connor <li value="48"> Vincent van der Voort Michael Barnard <li value="51"> Toni Alcinas Paul Nicholson Simon Stevenson Luke Humphries Jeffrey de Graaf Dimitri Van den Bergh <li value="58"> Alan Tabern Wayne Jones Ross Smith Ryan Searle Matthew Edgar
International Qualifiers Seigo Asada (PDJ Japanese Qualifier) Lisa Ashton (UK & Ireland Women’s Qualifier) James Bailey (Sieger Oceanic Masters) Kevin Burness (Sieger Tom Kirby Memorial Irish Matchplay) Stephen Burton (PDPA Tour Card Holder Qualifier) José de Sousa (South West Europe Qualifier) Anastassija Dobromyslowa (Rest of the World Women’s Qualifier) Ted Evetts (1. Development Tour Order of Merit) Cody Harris (1. Challenge Tour Order of Merit) Adam Hunt (PDPA Tour Card Holder Qualifier) Lourence Ilagan (1. PDC Asian Tour Order of Merit) Aden Kirk (PDPA Tour Card Holder Qualifier) Boris Kolzow (EADC Qualifier) Nitin Kumar (Indian Qualifier) Darius Labanauskas (1. PDC Nordic & Baltic Order of Merit) Royden Lam (2. PDC Asian Tour Order of Merit) Daniel Larsson (2. PDC Nordic & Baltic Order of Merit) Paul Lim (4. PDC Asian Tour Order of Merit) Liu Yuanjun (PDC China Qualifier) Jim Long (1. CDC Pro Tour Order of Merit Kanada) Noel Malicdem (3. PDC Asian Tour Order of Merit) Robert Marijanović (Sieger Super League Darts Germany) Yordi Meeuwisse (West Europe Qualifier) Geert Nentjes (2. Development Tour Order of Merit) Devon Petersen (African Qualifier) Diogo Portela (Central & South America Qualifier) Chuck Puleo (1. CDC Pro Tour Order of Merit USA) Rowby-John Rodriguez (South East Europe Qualifier) Craig Ross (DPNZ Qualifier) Karel Sedláček (East Europe Qualifier) Jeff Smith (Sieger North American Championship) Raymond Smith (1. DPA Pro Tour Order of Merit)
Turnierverlauf Im oberen Viertel des Turnierbaums erreichte der an Nummer eins gesetze Michael van Gerwen ohne große Mühen das Viertelfinale. Hierbei bezwang er zunächst Alan Tabern, obwohl er vor dem Spiel mit Bier beworfen wurde. Anschließend gewann er jeweils mit 4:1 gegen Max Hopp und Ex-Weltmeister Adrian Lewis. Der PDC-Weltmeister von 2007, Raymond van Barneveld verlor zum Auftakt gegen Darius Labanauskas mit 2:3. James Wade gewann kontrovers gegen Seigo Asada. Nachdem er den zweiten Satz gewonnen hatte, schrie er Asada ins Gesicht. Im Interview nach dem Spiel sagte er aus, er habe Asada „weh tun“ wollen. Später entschuldigte sich Wade und begründete sein Verhalten mit seiner bipolaren Störung. Letztlich schied er im Achtelfinale gegen den Debütanten Ryan Joyce aus. Im Viertelfinale siegte van Gerwen klar mit 5:1 über Joyce. Bei den vergangenen sieben Weltmeisterschaften war es seine sechste Halbfinalteilnahme.
Das zweite Viertel beinhaltete den an Nummer vier gesetzten Gary Anderson. Dieser benötigte sowohl gegen Jermaine Wattimena als auch gegen Chris Dobey einen entscheidenden letzten Satz um das Viertelfinale zu erreichen. Der an Nummer fünf gesetzte Daryl Gurney schied dagegen gegen Jamie Lewis aus. Dave Chisnall kam gegen Josh Payne nach 0:2-Satzrückstand noch einmal zurüclk und gewann das Spiel mit 3:2. Gegen Kim Huybrechts und Lewis verlor er dann keinen Satz mehr. Im Viertelfinale setzte sich Anderson dann mit 5:2 gegen Chisnall durch und zog so ins Halbfinale gegen van Gerwen ein.
In der unteren Turnierhälfte bezwang Titelverteidiger Rob Cross zunächst Jeffrey de Zwaan und Cristo Reyes. Der zweimalige Jugendweltmeister Dimitri Van den Bergh musste sich dagegen dem jungen Luke Humphries in der dritten Runde geschlagen geben. Im Achtelfinale trafen Humphries und Cross dann aufeinander. Obwohl Cross zwischenzeitlich mit 2:0 infront lag, setzte sich Humphries letztlich mit 4:2 durch. Der an Nummer sieben gesetzte Mensur Suljović unterlag zum Auftakt Ryan Searle, während der an Nummer zehn gesetzte Michael Smith Ron Meulenkamp, John Henderson und schließlich auch Searle eliminierte und sich so ins Viertelfinale spielte. Dort war er Humphries mit 5:1 klar überlegen.
Im unteren Viertel schieden die vier am höchsten gesetzten Spieler allesamt zum Auftakt aus. Peter Wright unterlag dem Spanier Toni Alcinas, die Nummer sechs der Setzliste. Gerwyn Price verlor gegen Nathan Aspinall, Ian White unterlag dem Südafrikaner Devon Petersen und Brendan Dolan bezwang Joe Cullen gar ohne Satzverlust. Weitere gesetzte Spieler gaben ihre Partien eine Runde später ab, sodass der an Position 30 gesetzte Benito van de Pas der einzige gesetzte Spieler im Achtelfinale aus diesem Viertel war. Hinzu kamen die ungesetzten Aspinall, Petersen und Dolan. Aspinall bezwang dann Petersen, während Dolan klar mit 4:1 über van de Pas triumphierte. Das Viertelfinale gewann Aspinall ebenso deutlich. Ein 5:1 stand am Ende gegen Dolan zu Buche. Somit erreichte er bei seinem Debüt direkt das Halbfinale.
Im ersten Halbfinale standen sich dann Aspinall und Smith gegenüber. Smith gewann die ersten beiden Sätze ohne ein Leg abzugeben. Anschließend kam Aspinall auf 2:2 heran. Beide Spieler gewannen einen der nächsten beiden Sätze, sodass es 3:3 stand. Nun gewann jedoch Smith die nächsten beiden Sätze mit 3:1 und einen weiteren Satz mit 3:0, sodass er sich mit einem 6:3-Sieg für sein erstes Weltmeisterschaftsfinale qualifizierte. Smith warf in der Begegnung 17 180er, was einen neuen Rekord für ein WM-Halbfinale darstellte.
Im zweiten Halbfinale trafen Anderson und van Gerwen aufeinander, eine Wiederholung des Finales von 2017. Nachdem van Gerwen den ersten Satz knapp gewann, sicherte er sich zwölf der nächsten 13 Legs und war so mit 5:0 vorn. Anderson gelang es dann, sich noch einen Satz zu sichern, doch van Gerwen gewann den siebten Satz und stand somit in seinem vierten WM-Finale.
Im Finale, das an Neujahr 2019 ausgetragen wurde, gewann van Gerwen zunächst die ersten beiden Legs, vergab dann aber Chancen, nur um den Satz letztlich doch mit 3:2 für sich zu entscheiden. Van Gerwen schaffte im zweiten Satz dann ein Break und gewann diesen so mit 3:1. Auch den dritten Satz gewann er mit 3:1, sodass er insgesamt mit 3:0 in Führung lag. Smith gab dann auch den vierten Satz ab, nachdem er vier Chancen auf der Doppel-12 vergeben hatte, konnte aber den fünften Satz mit 3:2 und den sechsten Satz mit 3:0 gewinnen. Van Gerwen stellte mit einem 3:1 im siebten Satz wieder auf 5:2. Im achten Satz vergab Smith dann erneut Chancen, van Gerwen profitierte und brauchte so nur noch einen Satz. Der neunte Satz ging in ein Entscheidungsleg, das sich Smith sicherte. Van Gerwen gewann nun die ersten beiden Legs im zehnten Satz und vergab einen Dart zum Sieg im dritten Leg. Anschließend traf er die Doppel-16 im vierten Leg und wurde somit zum dritten Mal Weltmeister.
Preisgeld
Bei der Weltmeisterschaft 2019 wurden insgesamt £ 2.500.000 an Preisgeldern ausgeschüttet, £ 700.000 mehr als bei der Weltmeisterschaft 2018. Das Preisgeld wurde unter den Teilnehmern wie folgt verteilt:
Position (Anzahl der Spieler)PreisgeldGewinner (1) £ 500.000Finalist (1) £ 200.000Halbfinalisten (2) £ 100.000Viertelfinalisten (4) £ 50.000Achtelfinalisten (8) £ 35.000Verlierer der 3. Runde (16) £ 25.000Verlierer der 2. Runde (32) £ 15.000Verlierer der 1. Runde (32) £ 7.500Nine dart finish (1) £ 20.000 £ 2.500.000
Ergebnisse Die Zahl hinter dem Namen gibt den 3-Dart-Average an, also wie viele Punkte im Schnitt mit drei Darts/Würfen erzielt wurden.
Obere Hälfte 1
Obere Hälfte 2
Untere Hälfte 1
Untere Hälfte 2
Halbfinale und Finale
Spielstatistiken zentriert|rahmenlos|150x150px Michael van Gerwen (1)Gewinner Obere Hälfte 1 Halbfinale30. Dezember 2018best of 11 sets rahmenlos|150x150px Gary Anderson (4)Gewinner Obere Hälfte 2 6 Ergebnis 1 3-2, 3-0, 3-0, 3-1, 3-0, 2-3, 3-1 104,76 3-Dart-Average 97,98 31 100+ 30 20 140+ 13 11 180er 11 90 höchstes Finish 127 50,00 % Doppelquote 24,14 %
zentriert|rahmenlos|150x150px Michael Smith (10)Gewinner Untere Hälfte 1 Halbfinale30. Dezember 2018best of 11 sets rahmenlos|150x150px Nathan AspinallGewinner Untere Hälfte 2 6 Ergebnis 3 3-0, 3-0, 2-3, 1-3, 3-2, 2-3, 3-1, 3-1, 3-0 105,22 3-Dart-Average 100,53 51 100+ 37 24 140+ 25 17 180er 13 136 höchstes Finish 76 51,11 % Doppelquote 48,15 %
zentriert|rahmenlos|150x150px Michael van Gerwen (1)Gewinner Halbfinale 1 Finale1. Januar 2019best of 13 sets zentriert|rahmenlos|150x150px Michael Smith (10)Gewinner Halbfinale 2 7 Ergebnis 3 3-2, 3-1, 3-1, 3-2, 2-3, 0-3, 3-1, 3-2, 2-3, 3-1 102,21 3-Dart-Average 95,29 49 100+ 45 25 140+ 27 14 180er 13 129 höchstes Finish 127 46,30 % Doppelquote 40,43 %
Statistiken Teilnehmer pro Land und Runde