mini|Maria T. Zuber, 2012 Maria T. Zuber (* 27. Juni 1958 in Norristown, Pennsylvania) ist eine US-amerikanische Planetologin und Geophysikerin.
Leben Maria T. Zuber studierte bis 1980 Geologie und Astronomie an der University of Pennsylvania, wechselte 1983 an die Brown University und wurde dort 1986 mit der Arbeit Unstable Deformation in Layered Media: Application to Planetary Lithospheres promoviert (Ph.D.). Von 1986 bis 2010 war sie in verschiedenen Funktionen am Goddard Space Flight Center der NASA tätig. Von 1991 bis 1992 war sie Associate Research Professor, von 1993 bis 1995 Associate Professor und ab 1995 Full Professor für Geophysik an der Johns Hopkins University in Baltimore. Zugleich war sie von 1995 bis 1998 Professor of Geophysics and Planetary Science am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Seit 1998 ist sie E. A. Griswold Professor of Geophysics und seit 2013 Vizepräsidentin für Forschung des MIT.
Zuber gehört zu den führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der planetaren Geophysik, speziell der Untersuchung der Topographie, des Gravitationsfeldes und des Inneren von Himmelskörpern. Sie war bzw. ist an der Planung, Durchführung und Auswertung von Missionen der NASA zum Mond, zum Mars, zum Merkur sowie zu Asteroiden beteiligt. Ab 1990 bereitete sie Experimente im Rahmen der Mars Observer Mission mit dem Mars Orbiter Laser Altimeter (MOLA) vor. Von 1993 bis 1995 war sie an der Clementine Mission zum Mond und ab 1994 sowohl an der Mars Global Surveyor als auch der Near Earth Asteroid Rendezvous Mission beteiligt. Von 1999 bis 2016 leitete sie die geophysikalischen Untersuchungen der MESSENGER Mission zum Merkur und ab 2001 der Mars Reconnaissance Orbiter Mission. Ab 2004 war sie stellvertretende Leiterin der Experimente mit dem Lunar Orbiter Laser Altimeter (LOLA) im Rahmen der Lunar Reconnaissance Orbiter Mission.
Als erste Frau übernahm sie ab 2008 die wissenschaftliche Leitung einer NASA-Mission, die bis 2017 dauerte – der GRAIL Mission. Seit 2016 ist sie in leitender Funktion an der Vorbereitung der Psyche-Mission beteiligt, die das Ziel hat, den metallenen Asteroiden (16) Psyche zu untersuchen.
Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt sie 2007 den Carl Sagan Memorial Award, 2012 die Harry H. Hess Medal der American Geophysical Union und 2019 den Gerard P. Kuiper Prize der American Astronomical Society. 2004 wurde sie zum Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences gewählt. 2005 wurde sie in die American Philosophical Society aufgenommen. 2007 wurde sie Fellow der American Association for the Advancement of Science. Ferner ist sie Fellow der Geological Society of America und der American Geophysical Union. 2008 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Brown University. Sie ist Honorary Fellow der Royal Astronomical Society. Am 7. März 2025 berief sie Papst Franziskus zum Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.
Unter US-Präsident Joe Biden wurde sie gemeinsam mit Frances H. Arnold und Francis Collins Co-Vorsitzende des President’s Council of Advisors on Science and Technology.
Der Asteroid (6635) Zuber wurde nach ihr benannt.
Schriften (Auswahl)
Weblinks
Maria T. Zuber Kurzbiographie beim MIT CV beim Department of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences des MIT
Einzelnachweise
Kategorie:Geophysiker Kategorie:Hochschullehrer (Massachusetts Institute of Technology) Kategorie:Hochschullehrer (Johns Hopkins University) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society Kategorie:Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Fellow der American Association for the Advancement of Science Kategorie:Mitglied der Royal Astronomical Society Kategorie:Ehrendoktor der Brown University Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Frau