Ludwig Schütze (* 28. Oktober 1934 in Berlin; † 12. Juni 2012 in Zürich) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben und Wirken Ludwig Schütze erhielt seine Schauspielerausbildung in Berlin und München. Theaterengagements hatte er von 1962 bis 1964 an der Freien Volksbühne Berlin und in der Saison 1965/66 am Theater in der Galerie in Mannheim sowie am Zimmertheater Heidelberg. Weitere Stationen waren das Neue Theater Hannover in der Spielzeit 1966/67, das Theater Biel Solothurn von 1968 bis 1971, im Jahr 1971 die Deutschen Kammerspiele Buenos Aires und von 1971 bis 1973 die Städtischen Bühnen Augsburg. Regelmäßige Gastauftritte hatte er auf verschiedenen Bühnen in Bern, Köln, Bonn, Düsseldorf, München und Stuttgart. Schütze gab unter anderen den Balthasar in Shakespeares Der Kaufmann von Venedig (1963, Regie: Erwin Piscator), den Werber in Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder, die Titelrollen in Goethes Egmont, den Adam Brant in O’Neills Trauer muss Elektra tragen (1974, Regie: Siegfried Meisner) und den Mönch in Osbornes Luther (1963, Regie: Peter Zadek).
Populär wurde Ludwig Schütze in Deutschland durch seine Auftritte ab Beginn der 1990er Jahre in Fernsehserien wie Der Alte, Derrick, Tatort oder Schlosshotel Orth. Er wirkte in Hörspielen mit und nahm zahlreiche Hörbücher auf.
Ludwig Schütze war seit 1973 mit der Schauspielerin Rosemarie Wolf verheiratet. Er ist der Vater der Schauspielerin Martina Schütze.
Filmografie (Auswahl)
Hörspiele (Auswahl) 1963: Georg Zivier: Berlin und die Ullsteins – Regie: Jörg Jannings 1964: Hellmut Kotschenreuther: Berlin und Bote & Bock (2. Teil) – Regie: Ulrich Gerhardt 1964: John Mortimer: Das Konversationslexikon – Regie: Wolfgang Spier 1964: Hans Kasper: Die Flöte von Jericho – Regie: Wolfgang Spier 1966: Rusia Lampel: Hava, der Igel – Regie: Hans Quest 1970: Claude Ollier: Das Attentat – Regie: Amido Hoffmann 1976: Wolfgang Graetz: Traumtänzer – Regie: Jörg Jannings 1980: Hubert Wiedfeld: Kollrott oder Die Rückkehr ins Mondgebirge – Regie: Walter Adler 2003: Friedrich Bestenreiner: Ehrenwerte Gesellschaft – Regie: Buschi Luginbühl 2008: Peter Kamber und Buschi Luginbühl: Ich bin nur ein einfacher Meldekopf – Regie: Buschi Luginbühl 2009: Hedwig Courths-Mahler: Die Inselprinzessin – Regie: Buschi Luginbühl
Literatur
Weblinks
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