Norbert Nicoll (* 1981 in Eupen, BelgienUnrast-Verlag: , Autorenbeschreibung, abgerufen am 21. November 2018.Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: Norbert Nicoll, .) ist ein belgischer Politik- und Wirtschaftswissenschaftler. Er befasst sich insbesondere mit der Wachstumskritik und wendet sich gegen den Neoliberalismus. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-EssenDr. Norbert Nicoll, Universität Duisburg-Essen, abgerufen am 21. November 2018. und Gymnasiallehrer für Geschichte und Geographie an der Bischöflichen Schule Sankt Vith.

Leben

Nicoll studierte Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Seine Magisterarbeit schrieb er über attac Deutschland.Norbert Nicoll: Attac Deutschland. Kritik, Stand und Perspektiven. 2005. Marburg: Tectum. ISBN 978-3-8288-8819-7. Zugl.: Technische Hochschule Aachen, Magisterarbeit, 2004. Er promovierte 2008 an der RWTH Aachen in Politikwissenschaften über die Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.Norbert Nicoll: „Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen“: zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. 2008. Marburg: Tectum. ISBN 978-3-8288-9820-2. Zugl.: Technische Hochschule Aachen, Dissertation, 2008. Er steht der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation Attac nahe.

Positionen

Nicoll thematisiert in seinen Veröffentlichungen die Medien-, Wirtschafts- und Außenpolitik. In seiner Dissertation und späteren Büchern setzte er sich mit dem Neoliberalismus auseinander.Henrik Scheller: . Münster: 2013, in: Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 12. Februar 2015.

In zwei Büchern 2011 und 2016 nimmt er eine wachstumskritische Haltung ein. Derzeit folge die Bevölkerung einer Kultur, die alle Probleme mit Expansion lösen wolle: „Wenn das Erdöl weniger wird, bohren wir tiefer. Wenn ein Wald gerodet ist, widmen wir uns dem nächsten. Wenn ein Feld nicht mehr genug Ertrag abwirft, tragen wir mehr chemischen Dünger auf. Wenn die Fischbestände zurückgehen, fahren wir weiter auf das Meer hinaus.“Marcus Klöckner: Armut, Hunger, Naturzerstörung sind eine logische Begleiterscheinung unseres Wirtschaftens, heise telepolis, 18. Dezember 2017. Stattdessen plädiert er für eine Postwachstumsökonomie und fordert eine Suffizienzstrategie, um einen „Zivilisationsbruch“ zu vermeiden.Joachim Zinsen: Norbert Nicoll: „Wir leben in einer Cowboy-Ökonomie“. Aachener Nachrichten, 16. März 2018. Die Veränderung müsse aus der Mitte der Gesellschaft her kommen, es bestünde „kein Erkenntnis-, sondern ein Handlungsproblem“.

Rezeption

Georg Auernheimer beschreibt in seiner Rezension von „Adieu Wachstum“, es erfülle alle Voraussetzungen um ein „Standardwerk beim Thema Grenzen des Wachstums“ zu werden.Georg Auernheimer: Rezension von Norbert Nicoll: Adieu, Wachstum!, socialnet, 12. Dezember 2016. Abgerufen am 21. November 2018.

Bücher

Attac Deutschland. Kritik, Stand und Perspektiven. 2005. Marburg: Tectum. ISBN 978-3-8288-8819-7. „Die ökonomische Rationalität in die Öffentlichkeit tragen“: Zur Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. 2008. Marburg: Tectum. ISBN 978-3-8288-9820-2. Neoliberalismus: Hinter- und Abgründe einer politischen Zivilreligion. 2009. Münster: Monsenstein und Vannerdat. ISBN 978-3-86582-919-1. Hat die Zukunft eine Wirtschaft? Das Ende des Wachstums und die kommenden Krisen. 2011. Münster: Unrast. ISBN 978-3-8977-1512-7. Neoliberalismus: Ungleichheit als Programm. 2013. Münster: Unrast. ISBN 3897715341. Adieu, Wachstum! Das Ende einer Erfolgsgeschichte. 2016. Marburg: Tectum. ISBN 978-3-8288-3736-2.

Einzelnachweise

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