Laveyssière (, ) ist ein Dorf mit Einwohnern (Stand: ) in der französischen Gemeinde Eyraud-Crempse-Maurens im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 2018 selbstständige Gemeinde gehörte Laveyssière zum Arrondissement Périgueux (bis 2016: Arrondissement Bergerac).

Der Erlass der Präfektin vom 21. September 2018 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2019 die Eingliederung von Laveyssière als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Maurens, Saint-Jean-d’Eyraud und Saint-Julien-de-Crempse zur Commune nouvelle Eyraud-Crempse-Maurens fest.

Geografie

Laveyssière liegt etwa 35 Kilometer südwestlich von Périgueux, etwa 61 Kilometer westnordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 11 Kilometer nordnordwestlich von Bergerac am Übergang der Landschaft des Landais zum Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre. Das Ortsgebiet Laveyssière befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne. Einer ihrer Nebenflüsse, der Eyraud, durchquert sein Gebiet von Nordost nach Südwest.

Das Ortsgebiet erstreckt sich über eine bewaldete Hügellandschaft, die durch das Tal des Eyraud zerschnitten wird. Der topographisch höchste Punkt liegt mit im Südosten am Weiler Chante-Alouette an der Grenze zur Commune déléguée Maurens. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Süden beim Austritt des Eyraud aus dem Ortsgebiet. Das Ortszentrum liegt im Tal des Eyraud auf etwa Höhe.

Laveyssière ist die westlichste Commune déléguée von Eyraud-Crempse-Maurens. Umgeben wird der Ort von vier Nachbargemeinden und zwei Communes déléguées von Eyraud-Crempse-Maurens:

Etymologie und Geschichte Der Name des Dorfes ist im 13. Jahrhundert als Capella de Vaischa belegt, in der Variante Vaycha im Jahr 1400. Er wurde zu Vexière im 16. Jahrhundert, noch im 19. Jahrhundert in zwei Wörtern und mit -a- geschrieben: La Vayssière. Das Dorf war eine Zeit lang ein Wallfahrtsort. Einer Legende nach geht die Verehrung auf eine Quelle zurück, die am Brunnen vor der Kapelle Notre-Dame-de-la-Nativité fließt. Sie hätte die Rinder geheilt, die an einer Augenkrankheit litten. Ein Hirte soll bei einer solchen Tränke außerdem eine Marienstatue entdeckt haben. Basierend auf dieser Legende wurde der Ursprung des Namens des Dorfes in das lateinische vacca () gesehen, jedoch ist der Name der Kuh im Okzitanischen vaca und keine Derivation ist nahe am Wort vaischa- Das Vorhandensein von Dolmen auf dem Ortsgebiet und die Nähe eines Waldes deuten auf eine keltische Etymologie hin, bei der Laveyssière ein gerodetes Stück Land mitten im Wald bezeichnet. Der Ursprung des Toponyms ist jedoch leichter zu erklären. Die erste Form steht für das okzitanische vaissa, den Namen für den Haselnussstrauch, was auch von einem Stück Land gesagt wurde, auf dem Bäume wachsen. Diese letztgenannte Bedeutung wird auch von der Ableitung vaissièra angenommen, aus der der zweite Name des Dorfes stammt. La Vayssière ist weit verbreitet unter den Namen von Lieu-dits im Périgord. Vaissa, einst vayssha, entstammt dem germanischen Wort °wahsjan, aus dem sich unser heutiges Wort „wachsen“ entwickelt hat.Siehe Tanet, Hordé, Seite 196

Der Eynaud, Kanäle und zahlreiche Quellen bestimmen seit jeher das Leben des Orts und versorgten im Laufe der Jahrhunderte seine Wassermühlen. Das Dorf barg insbesondere das Wohnhaus der Familie Vergt, das in der Folge in den Besitz der Familie Rivasson gelangte. Laveyssière gehörte nacheinander der Kastellanei von Bergerac, von Maurens und Montréal an. Die im 12. Jahrhundert unter dem Namen Capella de la Vaischa erbaute Kirche war ursprünglich die Kapelle eines Priorats von Mönchen des Templerordens. Diese Mönche, die Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela empfingen, machten diesen Ort zu einem wichtigen spirituellen Rastplatz.

Einwohnerentwicklung

Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Notre-Dame

Pfarrkirche Notre-Dame Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im 18. und im 19. Jahrhundert umgestaltet. Ein rundbogenförmiges Eingangsportal gewährt Einlass in das Kircheninnere. Es befindet sich am Fuß eines dreieckigen, schmucklosen Glockengiebels, der von einer Maueröffnung für die Kirchenglocke unterbrochen ist. Die Apsis ist flach abgeschlossen.

Kapelle Notre-Dame de la Nativité Die Kapelle Notre-Dame de la Nativité ist seit dem 13. Jahrhundert aus Texten bekannt, doch ihr Gewölbe und ihre romanischen Fensteröffnungen deuten auf ein älteres Bauwerk hin.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Commune déléguée im Département Dordogne Kategorie:Eyraud-Crempse-Maurens Kategorie:Gemeindeauflösung 2018 Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert