mini|hochkant=0.8|Stolpersteine in Lostice Die Liste der Stolpersteine in Loštice listet die Stolpersteine auf, die in der Stadt Loštice verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden vom Kölner Künstler Gunter Demnig konzipiert und werden im Regelfall von ihm selbst verlegt. Sie liegen zumeist vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers und werden auf Tschechisch stolpersteine genannt, alternativ auch kameny zmizelých (Steine der Verschwundenen).

59 Menschen jüdischen Glaubens wurden 1942 aus Loštice deportiert, nur drei von ihnen überlebten. Am 21. September 2017 wurden zum Gedenken an die Ermordeten die ersten acht Stolpersteine in der Stadt verlegt.První Kameny zmizelých Stolpersteine položeny v Lošticích, Bericht über die Verlegung in: Terezínská iniciativa 88/2017, Seite 18, Portal Terezínská iniciativa, online auf:

Stolpersteine

Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Stolpersteine Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120pxHIER LEBTEBEDŘICH FUCHSGEB. 1924DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN MALY TROSTINECZtracená 619/20(Synagoge) wurde am 7. Mai 1924 in Bratislava geboren. Seine Eltern waren Leopold Fuchs und Margareta Fuchsová. Er hatte eine ältere Schwester namens Frieda. Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Schwester wurde er am 26. Juni 1942 von Olumouc mit dem Transport AAf in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 24. Am 14. Juli 1942 wurde die Familie mit dem Transport AAx in das Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert. Seine Transportnummer war 305. Dort wurde Bedřich Fuchs zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester ermordet.holocaust.cz: BEDŘICH FUCHS, abgerufen am 30. November 2018Respect and Tolerance: Symbolický památník obětem holocaustuz z Loštic, Mohelnice, Úsova a Litovle, abgerufen am 30. November 2018Luděk Štipl: , Terezin Studies, listopad 2017, abgerufen am 30. November 2018120pxHIER LEBTELEOPOLD FUCHSGEB. 1882DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN MALY TROSTINECZtracená 619/20(Synagoge) wurde am 12. Juni oder am 12. Juli 1882holocaust.cz und Yad Vashem geben den 12. Juli an, respectandtolerance.com den 12. Juni im damaligen Preßburg, heute Bratislava, geboren. Er war Kantor und Religionslehrer und verheiratet mit Margareta. Das Paar hatte zwei Kinder: Frieda (geboren 1922) und Bedřich (geboren 1924). Er war in Müglitz (heute Mohelnice), Littau (heute Litovel), Mährisch Weißkirchen (heute Hranice na Moravě), im niederösterreichischen Dürnkrut und in seiner Heimatstadt Preßburg tätig.Inventar Jüdisches Museum, abgerufen am 30. November 2018 Er, seine Frau und beide Kinder wurden am 26. Juni 1942 von Olumouc mit dem Transport AAf in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 21. Am 14. Juli 1942 wurde die Familie mit dem Transport AAx in das Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert. Leopold Fuchs’ Transportnummer war 302. Dort wurden Leopold Fuchs, seine Frau und seine Kinder ermordet.holocaust.cz: LEOPOLD FUCHS, abgerufen am 30. November 2018 120pxHIER LEBTEFRIEDA FUCHSOVÁGEB. 1922DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN MALY TROSTINECZtracená 619/20(Synagoge) wurde am 22. Januar 1922 in Užhorod geboren. Ihre Eltern waren Leopold Fuchs und Margareta Fuchsová. Sie hatte einen jüngeren Bruder: Bedřich. Sie erlebte Antisemitismus in Form von körperlicher Gewalt durch eine Anhängerin Hitlers, die sie beschimpfte und schlug, als sie mit Nichtjüdinnen auf einer Bank saß. Kein Zeuge traute sich einzugreifen.Respect and Tolerance: Recollections - Jewish Families of Lostice, abgerufen am 30. November 2018 Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder wurde Frieda Fuchsová am 26. Juni 1942 von Olumouc mit dem Transport AAf in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Frieda Fuchsová's Transportnummer war 23. Am 14. Juli wurde die Familie mit dem Transport AAx in das Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert. Ihre Transportnummer war 304. Dort wurde Frieda Fuchsová zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder ermordet.holocaust.cz: FRIEDA FUCHSOVÁ, abgerufen am 1. Dezember 2018 120pxHIER LEBTEMARGARETAFUCHSOVÁGEB. 1897DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN MALY TROSTINECZtracená 619/20(Synagoge) wurde am 6. Juni 1897 in Mnichov geboren. Sie war verheiratet mit dem Kantor und Religionslehrer Leopold Fuchs. Das Paar hatte zwei Kinder: Frieda (geboren 1922) und Bedřich (geboren 1924). Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern wurde Margareta Fuchsová am 26. Juni 1942 von Olumouc mit dem Transport AAf in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 22. Am 14. Juli wurde die Familie mit dem Transport AAx in das Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert. Margareta Fuchsovás's Transportnummer war 303. Dort wurde Margareta Fuchsová zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern ermordet.holocaust.cz: MARGARETA FUCHSOVÁ, abgerufen am 1. Dezember 2018 120pxHIER LEBTEEDMUNDKNÖPFLMACHERGEB. 1876DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN TREBLINKANáměstí Míru 63 wurde am 10. Juni 1876 in Loštice geboren. Seine Eltern waren Zikmund Knöpfelmacher und Ruzena Knöpflmacherová, geborene Klingová.Passport von Gisela Alterová mit Nennung der Eltern, abgerufen am 1. Dezember 2018 Er hatte mindestens fünf Geschwister: Anna (später verheiratete Glass), Arnold, Berthold, Gisela (später verheiratete Alter-Duschinsky) und Lina (später verheiratete Kellner).Todesanzeige für Berthold Knöpflmacher mit Angabe der Mutter und Geschwistern, abgerufen am 1. Dezember 2018 Er war verheiratet mit Charlota, geborene Mandel. Das Ehepaar hatte zumindest zwei Söhne: Zikmund (geboren 1906) und Otto (geboren 1921). Die Familie betrieb ein Eiergeschäft am Hauptplatz. Edmund Knöpflmacher war Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde von Loštice. Am 26. Juni 1942 wurden Edmund Knöpflmacher und seine Ehefrau mit dem Transport AAf von Olmütz in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Edmund Knöpflmachers Transportnummern war 37. Am 15. Oktober 1942 wurde das Ehepaar mit dem Transport Bv in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Edmunds Knöpflmachers Transportnummer war 1400. Hier wurden er und seine Frau ermordet.holocaust.cz: EDMUND KNÖPFLMACHER, abgerufen am 1. Dezember 2018The Central Database of Shoah Victims’ Names: EDMUND KNOEPFLMACHER, beruhend auf einem Eintrag im Theresienstädter Gedenkbuch, abgerufen am 1. Dezember 2018

Beide Söhne wurden ebenfalls ermordet: Otto 1941 in Mauthausen, Zikmund 1942 in Auschwitz. Mindestens drei seiner Geschwister wurden im Rahmen der Shoah ebenfalls vom NS-Regime ermordet: Lina Kellner (auch Kellnerová, 1873–1943)The Central Database of Shoah Victims’ Names: LINA KELLNER, beruhend auf einer Meldung durch ihre Tochter Olga Kellner, welche mit ihrer Mutter in Theresienstadt war, aber überleben konnte, abgerufen am 1. Dezember 2018holocaust.cz: LINA KELLNEROVÁ, Todesfallanzeige, abgerufen am 1. Dezember 2018, Todesfallmeldung von Lina Kellner, in welcher Gisa Alter als Schwester genannt wird und Arnold Knöpflmacher (1882–1944) in Theresienstadt,The Central Database of Shoah Victims’ Names: ARNOLD KNOEPFLMACHER, beruhend auf einer Meldung seiner Nichte Khana Shternlikht, abgerufen am 1. Dezember 2018 Gisela Alter-Duschinsky (1886–1944) in Auschwitz.The Central Database of Shoah Victims’ Names: GISELA ALTEROVA, beruhend auf einem Eintrag im Theresienstädter Gedenkbuch, abgerufen am 1. Dezember 2018 120pxHIER LEBTEOTTOKNÖPFLMACHERGEB. 1921DEPORTIERT 1941NACH MAUTHAUSENERMORDET 1941EBENDORTNáměstí Míru 63 wurde am 19. August 1921 in Loštice geboren. Er war der Sohn von Edmund Knöpflmacher und seiner Frau Charlota Knöpflmacherová. Er hatte einen älteren Bruder, Zikmund (geboren 1921). Er wurde 1941 ins KZ Mauthausen deportiert und dort ermordet.

Seine Eltern wurden 1942 nach Treblinka deportiert und ermordet. Sein Bruder Zikmund wurden in Auschwitz ermordet. 120pxHIER LEBTEZIKMUNDKNÖPFLMACHERGEB. 1906DEPORTIERT 1941NACH AUSCHWITZERMORDET 1942EBENDORTNáměstí Míru 63 , auch Sigmund, wurde am 22. Juni 1906 geboren. Er war der Sohn von Edmund Knöpflmacher und seiner Frau Charlota Knöpflmacherová. Er hatte einen jüngeren Bruder, Otto (geboren 1921). Er wurde 1941 deportiert und am 28. Juni 1942 in Auschwitz ermordet.The Central Database of Shoah Victims’ Names: SIGMUND KNÖPLMACHER, beruhend auf einem Eintrag im Totenbuch von Auschwitz, abgerufen am 4. Dezember 2018

Seine Eltern wurden 1942 nach Treblinka deportiert und ermordet. Sein Bruder Otto wurde im KZ Mauthausen ermordet. 120pxHIER LEBTECHARLOTAKNÖPFLMACHEROVÁGEB. 1884DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN TREBLINKANáměstí Míru 63 , geborene Mandel, wurde am 12. April 1884 in Valašské Meziříčí geboren. Sie war verheiratet mit Edmund Knöpflmacher. Das Paar hatte zumindest zwei Söhne: Zikmund (geboren 1906) und Otto (geboren 1921). Die Familie betrieb ein Eiergeschäft am Hauptplatz. Der Ehemann war Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde von Loštice. Am 26. Juni 1942 wurden Charlota Knöpflmacherová und ihr Ehemann mit Transport AAf von Olmütz in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern war 38. Am 15. Oktober 1942 wurde sie zusammen mit ihrem Ehemann mit dem Transport Bv in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Charlotas Transportnummer war 1401. In Treblinka wurden beide ermordet.holocaust.cz: CHARLOTTA KNÖPFLMACHEROVÁ, abgerufen am 9. Dezember 2018The Central Database of Shoah Victims’ Names: CHARLOTTA KNOEPFLMACHEROVA, beruhend auf einem Eintrag im Theresienstädter Gedenkbuch, abgerufen am 9. Dezember 2018

Beide Söhne wurden ebenfalls ermordet: Otto 1941 in Mauthausen, Zikmund 1942 in Auschwitz.

Verlegedatum

Die Stolpersteine wurden am 21. September 2017 von Gunter Demnig persönlich verlegt.

Quellen Holocaust.cz, tschechische Holocaust-Datenbank (deutschsprachige Version) Stolpersteine.eu, Demnigs Website

Weblinks

Einzelnachweise

Lostice Stolpersteine Lostice !