Nathalie Wappler Hagen (* 1968 in St. Gallen) ist eine schweizerisch-deutsche Journalistin. Von März 2019 bis April 2026 war sie Direktorin vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und von 2020 bis 2025 stellvertretende Generaldirektorin der SRG.
Leben und Leistungen Nathalie Wappler wuchs in Kreuzlingen auf.Die Thurgauerin Nathalie Wappler wird neue SRF-Chefin: «Der Service Public ist für alle da». In: St. Galler Tagblatt. 5. November 2018, abgerufen am 13. November 2018. Sie studierte Geschichte, Kunstgeschichte, Politische Wissenschaften und Germanistik und schloss ihr Studium in den 1990er-Jahren an der Universität Konstanz mit dem Magister Artium ab. Auslandsstudien führten sie an die Universität von Bristol in Grossbritannien und an die Stanford-Universität in Kalifornien.
Ihre ersten Berufsjahre verbrachte sie als Redaktorin und Chef vom Dienst der Sendung «Kulturzeit» (3sat) sowie als Redaktorin für die vom WDR produzierte ARD-Talkshow «Joachim Gauck», des wöchentlichen ZDF-Kulturmagazins «aspekte» und der wöchentlichen ZDF-Gesprächssendung «Maybrit Illner».
Von 2005 bis zum Wechsel zum Mitteldeutschen Rundfunk war Wappler in verschiedenen Funktionen beim öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen tätig, das 2011 mit dem Schweizer Radio DRS zum Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) fusionierte. Hier arbeitete sie in den ersten Jahren unter anderem als Redaktorin und Produzentin des wöchentlichen Magazins «Kulturplatz» sowie als Redaktionsleiterin und Gesprächsleiterin der Sendung «Sternstunde» (Philosophie, Religion, Kunst).
Von 2009 an begleitete sie als Projektmanagerin in verantwortlicher Funktion verschiedene grundlegende Veränderungsprozesse beim Schweizer Radio und Fernsehen, entwickelte Strategien für ein modernes Kulturradio, neue Film- und Serienstrategien und trimediale Arbeitsplatzmodelle. Sie war Abteilungsleiterin Kultur des Schweizer Radio und Fernsehens und in dieser Funktion Mitglied der SRF-Geschäftsleitung, ausserdem Mitglied der Geschäftsleitung des deutschsprachigen Gemeinschaftssenders 3sat sowie Aufsichtsrätin des internationalen Programmvermarktungsunternehmens Telepool.
Am 9. Mai 2016 stimmte der Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks dem Vorschlag von Intendantin Karola Wille zu, Wappler zum 1. November 2016 zur Programmdirektorin des MDR in Halle zu berufen. Im November 2018 wurde Wappler vom Verwaltungsrat SRG SSR einstimmig zur Direktorin vom SRF gewählt, in Nachfolge von Ruedi Matter.Rückkehr zu SRF. Nathalie Wappler wird neue SRF-Direktorin. In: SRF News. 5. November 2018, abgerufen am 13. November 2018. Im März 2019 trat sie ihre Stelle an. auf der Website von SRG SSR, abgerufen am 15. Juni 2020. Von 2020 bis 2025 war sie stellvertretende Generaldirektorin SRGNathalie Wappler. In: SRG, Geschäftsbericht 2024., als Nachfolgerin von Ladina Heimgartner.Nathalie Wappler wird stellvertretende Generaldirektorin SRG – Pius Paulin wird interimistischer Direktor RTR. In: SRG, 8. November 2019. Wappler ist Verwaltungsrätin von Mediapulse und Stiftungsratspräsidentin der Stiftung Kulturerbe SRF.Nathalie Wappler auf der Website von SRG SSR, abgerufen am 30. März 2026 (Archiv).
Am 3. September 2025 kündigte sie ihren Rücktritt als Direktorin vom SRF auf Ende April 2026 an. Ihr Nachfolger wurde Roger Elsener, bisher CEO von Zattoo. Wappler wurde 2026 in den neu gegründeten sechsköpfigen deutschen Medienrat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland gewählt und trat ihr Amt als Vorsitzende im Frühjahr nach ihrem Ausscheiden als SRF-Direktorin an.Nathalie Wappler in deutschen Medienrat gewählt. In: Tages-Anzeiger, 20. Januar 2026.Medienrat nimmt unter Vorsitz von Nathalie Wappler seine Arbeit auf. In: Bauhaus-Universität Weimar, 14. April 2026. Wappler wurde auf Sommer 2026 in den Universitätsrat der Universität Zürich gewählt.Nathalie Wappler in den Universitätsrat gewählt. In: Persoenlich.com, 14. März 2026.
Wappler war bis zu seinem Tod 2022 mit dem Radiomacher und Medienwissenschaftler Wolfgang Hagen verheiratet.Claudia Blumer: Neue SRF-Direktorin: Von Ostdeutschland zurück nach Zürich. In: Tages-Anzeiger. 6. November 2018, abgerufen am 11. November 2018. Sie ist schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin.Philipp Albrecht, Florence Vuichard: Die Rückkehrerin: Das Machtnetz von SRF-Direktorin Wappler. In: Bilanz vom 19. Dezember 2018.
Literatur
Weblinks Nathalie Wappler auf der Website von SRG SSR (Archiv) Nathalie Wappler auf der Website der Bauhaus-Universität Weimar (Archiv)
Einzelnachweise
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