Pontruet ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Aisne in der Region Hauts-de-France (vor 2016 Picardie). Sie gehört zum Arrondissement Saint-Quentin, zum Kanton Saint-Quentin-1 und zum Gemeindeverband Pays du Vermandois.

Lage Die Gemeinde Pontruet liegt am oberen Omignon, acht Kilometer nordnordwestlich von Saint-Quentin. Nachbargemeinden von Pontruet sind Pontru im Westen und Norden, Bellicourt im Nordosten, Bellenglise im Osten Lehaucourt im Südosten sowie Gricourt im Süden. Im Nordosten von Pontruet verläuft die Autoroute A26. Nahe der Autobahn stehen vier Windkraftanlagen als Teil eines interkommunalen Windparks.

Geschichte Wie viele andere Dörfer in der Umgebung wurde auch Pontruet im Ersten Weltkrieg völlig zerstört.

Am 28. August 1914 erreichten deutsche Truppen den Ort. Die Front befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa 20 Kilometer westlich von Péronne. Die Deutschen beschlagnahmten die Häuser im Dorf zwecks Unterbringung der eigenen Truppen. Die Bewohner hatten nur Anspruch auf ein einziges Zimmer. Anordnungen der Kommandantur verpflichteten die Bevölkerung unter Androhung von Sanktionen, zu einem festen Termin Weizen, Eier, Milch, Fleisch und Gemüse zur Verpflegung der Frontsoldaten bereitzustellen.

Im Februar 1917 wurden die Bewohner von Pontruet in Viehwaggons mit der Eisenbahn nach Saint-Quentin und in besetzte Gebiete in Belgien evakuiert. Das Dorf blieb zunächst von den Deutschen besetzt. Erst am 18. September 1918 wurde Pontruet endgültig von der 24. britischen Division erobert.

Bevölkerungsentwicklung Von 390 Einwohnern vor dem Krieg kehrten bis 1921 nur 188 nach Pontruet zurück. Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016 2022Einwohner 173 157 210 274 287 324 336 338 352 Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Martin

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Kategorie:Ort in Hauts-de-France Kategorie:Zerstört im Ersten Weltkrieg Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich)