Stąpławki () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Reszel (Stadt- und Landgemeinde Rößel) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).
Geographische Lage Stąpławki liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zehn Kilometer südwestlich der Kreisstadt Kętrzyn ().
Geschichte Im Jahre 1785 wurde StumplackDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Adlig Stumplack als „ein adlig Bauerndorf mit 12 Feuerstellen“ erwähnt. 1908 war der kleine Gutsort dem Amtsbezirk RehstallRolf Jehke, Amtsbezirk Rehstall/Pülz () im Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen zugeordnet.
Am 30. September 1928 erfolgte ein Zusammenschluss der Landgemeinde Bäslack () und den Gutsbezirken Wangotten (polnisch Wanguty), Rehstall (Stachowizna) und Adlig Stumplack zur neuen Landgemeinde Bäslack. Weil Bäslack zum Amtsbezirk Pötschendorf (polnisch Pieckowo) gehörte, wurden Rehstall und Adlig Stumplack am 23. Mai 1929 vom Amtsbezirk Rehstall in den Amtsbezirk Pötschendorf umgegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Pötschendorf.
Als 1945 in Kriegsfolge das südliche Ostpreußen an Polen überstellt wurde, war auch Adlig Stumplack davon betroffen. Es erhielt die polnische Namensform „Stąpławki“. Heute ist der Ort in die Stadt- und Landgemeinde Reszel (Rößel) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg) eingegliedert, bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Einwohnerzahlen Jahr Anzahl 1820 102 1885 83 1905 115 1910 98
Kirche Bis 1945 war Adlig Stumplack in die evangelische Kirche BäslackWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Heiligelinde () im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Stąpławki evangelischerseits zur Johanneskirche in Kętrzyn (Rastenburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, katholischerseits zur Kirche Bezławki (Bäslack), der Filialkirche der Pfarrei Wilkowo (Wilkendorf) im jetzigen Erzbistum Ermland.
Verkehr Stąpławki liegt an einer Nebenstraße, die die beiden Woiwodschaftsstraßen DW 594 (bei Święta Lipka (Heiligelinde)) und DW 591 (bei Wilkowo (Wilkendorf)) miteinander verbindet. Auch endet eine Nebenstraße aus nördlicher Richtung von Bertyny (Bertienen) kommend in Stąpławki. Eine Anbindung an den Schienenverkehr gibt es nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Reszel