miniatur|Chris Müller (2013)Chris Müller (* 1973 in Gmunden) ist ein österreichischer Künstler und Unternehmer. Von 2013 bis 2023 war Müller Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz und trieb mit seinem Team die Transformation des Industriegeländes zu einem Campus für Innovation, Kreativität, Digitalisierung, Bildung, IT und Start-ups voran.

Leben Aufgewachsen im Braunkohlerevier Hausruck, absolvierte Müller zunächst eine Lehre zum Tischler und Treppenbauer, verbrachte danach einige Jahre in Berlin, wo er sich mit verschiedensten Jobs durchschlug, und absolvierte nach seiner Rückkehr nach Oberösterreich das Studium für Bildhauerei und Transmedialen Raum an der Kunstuniversität Linz. Danach arbeitete er unter anderem als freischaffender Künstler, Dokumentarfilmer und Ex-Manager von Martin Semmelrogge. Gemeinsam mit Georg Schmiedleitner gründete und leitete er das Theater Hausruck, das 2005 den Nestroy-Theaterpreis für die beste Off-Produktion erhielt.

2013 wurde er zum Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz ernannt.

2016 gründete Müller das Unternehmen CMb.Industries, das sich auf die städtebauliche und soziokulturelle Entwicklung urbaner Areale, Brachen und Leerstände spezialisiert. Gemeinsam mit Wolf D. Prix, dem Design Principal von Coop Himmelb(l)au, startete er 2017 das Projekt ATMOS, ein Resort für an Mukoviszidose leidende Menschen und ihre Familien.

2018 gründete Chris Müller gemeinsam mit Christoph SteindlWebsite Catalysts, abgerufen am 22. März 2019. das Spin-off ATMOS Aerosol ResearchWebsite ATMOS Aerosol Research, abgerufen am 22. März 2019., das sich auf das Messen von schädlichen und gesundheitsfördernden Aerosolen in der Luft spezialisiert hat. Im März 2019 wurde ATMOS Aerosol Research in Paris vorgestellt. mini|322x322px|Chris Müller bei einer ATMOS Präsentation im Deep Space des Ars Electronica Centers Linz.

Im November 2022 wurde bekannt, dass Müller seine Tätigkeit bei der Tabakfabrik Linz mit 30. April 2023 beendet.

Mit seinen vielfältigen Erfahrungen berät er heute als CEO der CMb.industries Politik und Wirtschaft mit besonderem Fokus auf Innovationsökologien.

Ende 2023 veröffentlichte Müller sein autobiografisches Buch „Achtet auf die Möwen“, einen „autobiografischen Atlas für Aufbrüchige und Aufmüpfige“.

2024 ging Chris Müller als Gewinner einer europaweiten Ausschreibung zur Neuentwicklung des Otto-Wagner-Areals (vormals Klinik Penzing) im Westen von Wien hervor. Seit Herbst 2024 arbeitet er im Auftrag der Otto Wagner Areal Revitalisierung GmbH an der Transformation des u. a. von Carlo von Boog und Otto Wagner geplanten, denkmalgeschützten Jugendstilensembles in ein Stadtquartier für Bildung, Wissenschaft, Kunst, Forschung und Technologie.

Müller gilt als ein Vorreiter eines „digitalen Humanismus“, war maßgeblich an der Gründung des ersten Oberstufen-Real-Gymnasiums für Digitalen Humanismus in Linz beteiligt und organisierte mit Abt Reinhold Dessl eine dreitägige Expedition in Stift Wilhering mit Menschen unterschiedlicher Profession. Mit diesem Engagement wurden weitere Voraussetzungen geschaffen, um mehr Menschliches in das Digitale zu bringen.

2025 wurde Chris Müller für seine Tätigkeit als Gründungsdirektor der Tabakfabrik Linz mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis persönlich von Stadtrat Thomas Gegenhuber dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Tabakfabrik Linz.

Müller lebt in Linz und Ottnang.

Weblinks

Website von Chris Müller Website von ATMOS

Belege

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