mini|Caterina Lobenstein (2018) Caterina Lobenstein (* 1983 in Jena) ist eine deutsche Journalistin und Redakteurin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie ist Trägerin des Henri-Nannen-Preises.

Karriere Lobenstein ist in Thüringen und Sachsen-Anhalt aufgewachsen. Nach dem Abitur an der Landesschule Pforta studierte sie Politik- und Musikwissenschaft in Marburg und Bologna. Sie arbeitete am Bach-Archiv Leipzig, an der Lettischen Nationaloper in Riga und beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt. In Hamburg folgte die Ausbildung zur Journalistin an der Henri-Nannen-Schule.

Mit der deutsch-mexikanischen Journalistin Amrai Coen bereiste Lobenstein 2012 fünf Wochen lang von Hamburg aus drei Kontinente, um in São Paulo, New York, Tokio, Mumbai, Kairo und London neue Ansätze für den Print-Journalismus im digitalen Wandel zu finden. Ihre Ergebnisse und Erlebnisse veröffentlichten sie auf dem Blog von Next Media.Dominik Drutschmann: Porträt. Die Mutmacherinnen, Der Tagesspiegel, 8. Februar 2013

Sie begann 2012 als freie Redakteurin für das Magazin Zeit Campus zu schreiben. Im selben Jahr wählte das medium magazin Lobenstein in die Top 30 bis 30.Caterina Lobenstein, vocer.org, abgerufen am 5. November 2018 Sie wechselte 2014 als Redakteurin ins Wirtschaftsressort der Zeit und 2018 als Korrespondentin in dessen Parlamentsredaktion nach Berlin.Claudia Lobenstein, zeit.de, abgerufen am 5. November 2018

2015 war sie auf der Shortlist des Henri-Nannen-Preises. 2016 erreichte sie zusammen mit Matthias Krupa den mit 3.000 Euro dotierten 3. Platz des Otto-Brenner-Preises und wurde für den Ernst-Schneider-Preis nominiert.Otto Brenner Preis 2016 – 3. Preis, dotiert mit 3.000 Euro, Caterina Lobenstein und Matthias Krupa, otto-brenner-preis.de, abgerufen am 5. November 2018

„Für ihre tiefe, schmerzhaft sachliche Erzählung aus dem Alltag der Altenpflegerin Heike Noe“, so Thomas Hahn in der Süddeutschen Zeitung, wurde Caterina Lobenstein 2018 mit dem Henri-Nannen-Preis in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet.Thomas Hahn: Nannen-Preis. Männerüberschuss, Süddeutsche Zeitung, 12. April 2018Das sind die Gewinner des Nannen Preises 2018, Stern, 12. April 2018 Für diese Reportage mit dem Titel Warum verdient Frau Noe nicht mehr? erhielt sie im selben Jahr den Willi-Bleicher-Preis.https://www.willi-bleicher-preis.de/2018/beitrag.caterina.lobenstein.html Lobenstein hatte den Alltag einer Altenpflegerin begleitet, „der sich als ein Arbeitstag aus Zuwendungen erweist, die vor allem aus körperlichen Berührungen bestehen“, schrieb Elisabeth Tadden. Sie erzähle von einem „kraftaufwendigen Balanceakt auf einem schmalen Grad der Verletzlichkeit“.Elisabeth Thadden: Die berührungslose Gesellschaft, C.H. Beck Verlag, München 2018, ISBN 978-3-406-72782-5, S. 44

Auszeichnungen 2016: Otto-Brenner-Preis, 3. Platz, zusammen mit Matthias Krupa 2018 für ihre Reportage Warum verdient Frau Noe nicht mehr? in Die Zeit, Nr. 51/2017: Henri-Nannen-Preis in der Kategorie Dokumentation Willi-Bleicher-Preis in der Kategorie Print/OnlineWilli-Bleicher-Preis 2018 Georg von Holtzbrinck Preis für Wirtschaftspublizistik in der Kategorie Text 2022: Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Thema des Jahres, zusammen mit Stephan Lebert 2026: Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus für ihre kontinuierliche Berichterstattung zum Thema Wohngerechtigkeit

Weblinks

Caterina Lobenstein: Warum verdient Frau Noe nicht mehr? Die Zeit Nr. 51/2017, online 7. Dezember 2017

Einzelnachweise

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