Elisabeth Behrend (* 18. Januar 1887 in Leipzig; † nach 1943) war eine deutsche Schriftstellerin, Kinder-,Georg H. Schlatter: Behrend, Elisabeth, in: Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch, 2. Auflage: Das 20. Jahrhundert, Bd. 2, Bern; München: KG Saur Verlag, 1969, ISBN 3-908255-02-3, 2001, Sp. 171; Vorschau über Google-Bücher. Schul-Vergleiche die Angaben im Katalog der DNB. und Sachbuch-Autorin, Dichterin und Zeichnerin sowie Illustratorin insbesondere zum Thema Säuglingspflege.Vergleiche die Angaben zur Erstauflage im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
Leben mini|Innentitel (Ausschnitt) des Unterrichts- und Nachschlagebuches „Bild und Wort zur Säuglingspflege“ mit einem Geleitwort des Kinderarztes und leitenden Arztes der Hannoverschen Kinderheilanstalt Wilhelm Riehn
Sie war die Tochter des Geheimen Regierungsrates und Chemieprofessors Robert Behrend und dessen Ehefrau Elisabeth. Ihr Großvater war der Leipziger Bibelforscher Constantin von Tischendorf.
Elisabeth Behrend, von der sowohl Todesdatum und -ort bisher unbekannt blieben, lebte und wirkte hauptsächlich in Hannover. Dort hielt sie unter anderem Vorträge und gab Kurse in Säuglingspflege. Zu ihren Schriften zählen aber auch verschiedene Kinderbücher.
Bereits zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs und mitten im Ersten Weltkrieg erschien im Teubner Verlag in Berlin und Leipzig 1916 die von Elisabeth Behrend verfasste, mit ihren Versen und eigenen Illustrationen versehene, anfangs 28 Seiten umfassende Schrift Säuglingspflege in Reim und Bild, für die Wilhelm Riehn, „der erste Kinderfacharzt überhaupt in Hannover“Björn-Oliver Bönsch: 150 Jahre Hannoversche Kinderheilanstalt, in: Kinder- und Jugendarzt. Zeitschrift des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V., 44. Jhrg. (2013), Nr. 10, Lübeck: Hansisches Verlags-Kontor, S. 587f.; . und leitender Arzt der Hannoverschen Kinderheilanstalt,Vergleiche beispielsweise diese Wort- und Bild-Dokumentation. das Geleitwort schrieb. Allein bis 1929 wurde dieses Werk Behrends 24 Mal aufgelegt.Vergleiche die Angaben der DNB.
Doch schon zu Beginn der Weimarer Republik waren im Jahr 1920 nach Elisabeth Behrends Vorlagen durch den Maler Otto Engelhardt-Kyffhäuser künstlerisch ausgeführte Wandtafeln für Schulungen erschienen: Die zwölf jeweils 75 × 83 cm großen „Unterrichtstafeln für Säuglingspflege“ mit einem Geleitwort von Georg Hunaeus erschienen in Artern im Verlag Bergwart und wiederum bei Teubner.Vergleiche die Angaben nebst Querverweisen der DNB.
Unterdessen war 1928, ebenfalls bei Teubner, Behrends Schrift Bild und Wort zur Säuglingspflege erschienen, laut dem Untertitel ein „Unterrichts- und Nachschlagebuch,“ in dem wiederum ein Geleitwort des hannoverschen Kinderfacharztes Wilhelm Riehn vorangestellt war.Vergleiche beispielsweise den Reprint von Springer Fachmedien Wiesbaden. Wie auch ihr älterer Titel wurde das Werk in der Zeitschrift Arbeiterwohlfahrt 1928 rezensiert.Arbeiterwohlfahrt, 3. Jhrg. (1928), Heft 3, S. 351; Digitalisat der Friedrich-Ebert-Stiftung. Eine mit 32 Seiten für den Gebrauch an Schulen gekürzte Auflage erschien in zweiter Auflage im Jahr 1936. Das insgesamt ausführlichere und gründlichere Nachschlagwerk erschien in der Nachkriegszeit 1949 als 8., völlig neu bearbeitete Auflage bei Schmorl & von Seefeld in Hannover.Vergleiche die Angaben in der Datenbank des Gemeinsamen Verbundkatalogs (GVK).
Nachdem einzelne Bücher Behrends bereits 1933 mehr als eine halbe Million Mal gedruckt worden waren, war auch Elisabeth Behrends mehrbändiges Werk Ratbüchlein in Reim und Bild Thema einer Buchbesprechung.Praktische Gesundheitspflege in Schule und Haus, Bde. 2–6, S. 21; Vorschau über Google-Bücher. Auch diese beiden Bände mit den Untertiteln Lebensanfang und Säuglingspflege erschienen in mehreren Auflagen.Vergleiche die Angaben nebst Querverweisen im Katalog der DNB.
Mitten im Zweiten Weltkrieg erschien Behrends Schrift Fließe, Quell des Lebens! Ein Wort an alle Mütter und alle, die Mütter betreuen. Die lediglich vier Seiten umfassende, aber wieder mit Illustrationen versehene Broschüre war in Hannover im damaligen Hause Adolf-Hitler-Platz 13 bei „L. Bertram“ zu haben,Vergleiche die Angaben der DNB. laut dem Adressbuch der Stadt Hannover von 1943 Sitz der Firma von Ludwig Bertram, die auch als „Gummi-Bertram“ bezeichnete Sanitätsbedarfs-Handlung,Vergleiche das Adressbuch Hannover von 1943, Teil II, S. 2 als Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (GWLB). die mit ihren Produkten unter anderem auf Artikel für Wöchnerinnen und Säuglingspflege spezialisiert war.Vgl. Adressbuch Hannover von 1943, Teil I, S. 39.
Kinderbücher Behrend publizierte verschiedene Kinderbücher Sonnenschein. Ein Jahr aus dem täglichen und kirchlichen Leben eines kleinen Mädchens. Katholischen Kindern erzählt, 1923 Diasporakinder. Erzählung für die katholische Jugend., 1926 Die Gottesfensterlein. Die Geschichte einer Kinderfreundschaft, 1927 Schutzengel, 1926 Bd. 1: Was Gretel im Wald erlebte Bd. 2.: Das kluge Schwesterlein Tante Hedwig und ihre kleine Hilfstruppe. Eine Geschichte von stillen Liebeswerklein in der Großstadt, 1934 Das goldene Land. Aus Heimat und Kinderzeit, 1942
Literatur Aiga Klotz: Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland 1840–1950. Gesamtverzeichnis der Veröffentlichungen in deutscher Sprache (= Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte, Bd. 11), Stuttgart; Weimar: Metzler, 1990, ISBN 978-3-476-00702-5 und ISBN 3-476-00702-2 Behrend, Elisabeth, in: Gudrun Wedel: Autobiographien von Frauen : ein Lexikon. Köln : Böhlau, 2010, S. 72
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