mini|Eugen Sapper, etwa 1882 Eugen Immanuel Sapper (* 22. März 1858 in Heidenheim an der BrenzCarsten Reinhardt: Forschung in der chemischen Industrie: die Entwicklung synthetischer Farbstoffe bei BASF und Hoechst, 1863 bis 1914. Freiberger Forschungshefte / Reihe D; 202: Wirtschaftswissenschaften, Geschichte, 1997, ISBN 978-3-86012-049-1, S. 357.; † 12. August 1912 in Badenweiler) war ein deutscher Chemiker.

Leben und Werk Eugen Sapper wurde als Sohn von August David Sapper und Rosine Judith Kutter geboren. Er studierte Chemie und trat nach dem Studium in die BASF ein. Sein größter Erfolg war die Entdeckung der katalytischen Oxidation des bei der Teerfarbstoffindustrie in großen Mengen anfallenden Naphthalins mit Oleum unter Zusatz von Quecksilbersulfat zu Phthalsäure.Helmut Schmidt: Indigo – 100 Jahre industrielle Synthese. In: Chemie in unserer Zeit. 31, 1997, S. 121, . Die so gewonnene Phthalsäure war der Grundstoff für die Herstellung von Indigo über Anthranilsäure. Ab 1897 wurde synthetischer Indigo großtechnisch hergestellt und vermarktet.

Ende der 1880er Jahre leitete Sapper kurzzeitig die „Amsterdamsche Chininefabrick“.Sebastian Parzer: Dr. Friedrich Engelhorn – Ein Mannheimer Unternehmer im Kaiserreich (1855–1911), Heidelberg – Ubstadt-Weiher – Basel 2018, S. 33.

Eugen Sapper war verheiratet mit Luise Euler (1866–1923) verheiratet; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Er verstarb am 12. August 1912 im Alter von 54 Jahren in Badenweiler. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Garmisch in einem Familiengrab, in dem auch seine Ehefrau sowie sein jüngerer Bruder Karl Sapper mit dessen Ehefrau und weiteren Angehörigen ruhen; das Grab ist bis heute erhalten.

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Einzelnachweise

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