Konrad Gebhardt (* 4. Dezember 1881 in Berlin, Deutsches Reich; † 3. Mai 1937 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben und Wirken Gebhardt erhielt zur Jahrhundertwende seine künstlerische Ausbildung bei Anna Uhlig und debütierte im Jahre 1900 in Harburg (heute ein Stadtteil Hamburgs). Anschließend ging er bis 1905 nach Frankfurt am Main, ehe er ans Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg zurückkehrte. Hier blieb er bis zu seinem frühen Tode im Alter von nur 55 Jahren. mini|Kissenstein für Konrad Gebhardt auf dem Friedhof Ohlsdorf Gebhardts erstes Rollenfach war das des jugendlichen Helden und Liebhabers. In dieser Frühphase sah man den gebürtigen Berliner als Don Karlos im gleichnamigen Schiller-Stück, als Don Cesar in Die Braut von Messina desselben Autors, als Erbprinz Karl-Heinz in der Romanze Alt-Heidelberg, als Romeo in Romeo und Julia, als Ferdinand in Kabale und Liebe, als Hans in Max Halbes Jugend und als Jacob Doorn in Der Strom desselben Autors.

Beim Stummfilm gab Konrad Gebhardt kaum mehr als nur Gastspiele, keine dieser weitgehend unbekannten Produktionen besitzt eine künstlerische Bedeutung.

Seit 1924 trat er als Hörspielsprecher bei der Nordischen Rundfunk AG (NORAG) in Hamburg vor die Mikrophone. Hier war er zumeist in Hauptrollen zu hören.

Konrad Gebhardt wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof im Bereich der Grabstätte von Ernst Koehne (1856–1933)Ernst Koehne bei Prominenten-Gräber, dem Mitbegründer des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, im Planquadrat Y 12 südwestlich vom Nordteich beigesetzt.Konrad Gebhardt bei Prominenten-Gräber

Filmografie 1914: Das deutsche Volkslied 1916: Irrlichter des Ruhmes 1917: Franz Schubert 1920: Die Flucht aus dem Heere der Heimatlosen 1921: Das zweite Leben 1922: Greuel der Finsternis 1922: Jimmy, ein Schicksal von Mensch und Tier

Hörspiele (Auswahl) 1924: Wilhelm Meyer-Förster: Alt-Heidelberg – Regie: Hermann Beyer 1926: Max Halbe: Der Strom – Regie: Hermann Beyer 1926: Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm oder: Das Soldatenglück – Regie: Nicht angegeben 1926: Walter von Molo: Till Lausebums. Ein romantisches Lustspiel in drei Aufzügen – Regie: Hans Hansen 1927: August Strindberg: Gespenstersonate – Regie: Hans Flesch 1927: Molière: Tartüff – Regie: Harald Röbbeling

Literatur Heinrich Hagemann (Hrsg.): Fach-Lexikon der Deutschen Bühnen-Angehörigen. Pallas und Hagemanns Bühnen-Verlag, Berlin 1906, S. 41. Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon, Biographisches und bibliographisches Handbuch, erster Band, Klagenfurt und Wien 1954, S. 528 Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1938, Nachruf S. 126

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