Der Theodor-Heuss-Platz () ist ein Platz in der Osnabrücker Innenstadt. Mit dem am Platz befindlichen Hauptbahnhof und dem auf dem Platz befindlichen Busbahnhof stellt der Platz neben dem Neumarkt den wichtigsten Umsteigeort des Osnabrücker ÖPNV.

Lage Der Theodor-Heuss-Platz befindet sich in der nordöstlichsten Ecke des Osnabrücker Stadtteils Innenstadt. Hier kreuzen sich im Bahnhof die Hauptbahnstrecken Löhne-Rheine sowie die Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg. Südlich des Platzes führt der Wallring am Bahnhofsviertel vorbei.

Geschichte Der Platz entstand durch den Bau des Hauptbahnhofes 1895.

Neugestaltung Die Stadt Osnabrück rief 1996 einen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Platzes aus. Die Umgestaltung des Platzes wurde unter der Leitung des Wiesbadener Architekten Helge Bofinger in einer Arbeitsgemeinschaft mit Martin Heiderich und dem Planungsbüro Hahm technisch umgesetzt.

Zwischen 2000 und 2001 wurde über den Bussteig ein ellipsenförmiges 60 × 20 Meter großes Glasdach errichtet, welches eine Linde, die sich im Bussteig befindet einschließt.https://heiderich-architekten.de/portfolio/zob-osnabrueck/ Daten zum Bussteigdach und zum Platz

Der Dreiecksbrunnen, welcher mit der Zeit undicht wurde, ist 2011 entleert worden. Nachdem mit dem Architekten Helge Bofinger eine Einigung erzielt wurde, ist der Brunnen 2017 abgerissen worden. Anstelle des Brunnens befindet sich nun Veranstaltungsfläche, welche verschieden genutzt wird.

Bauwerke und Kunst Um den Platz gruppieren sich mehrere Hotels verschiedener Preiskategorien, ein Kino und Bowlingbahn sowie ein Parkhaus.

Hauptbahnhof Osnabrück

Am Theodor-Heuss-Platz befindet sich der 1895 eröffnete Hauptbahnhof. Er ersetzte den westlich liegenden Hannoverschen Bahnhof an der Bahnstrecke Löhne-Rheine, sowie den Bremer Bahnhof der Bahnstrecke Wanne-Eickel-Hamburg knapp nördlich des Platzes.

Battle Drums mini|Battle Drums auf dem Theodor-Heuss-Platz Zentral auf dem Theodor-Heuss-Platz befindet sich die Installation „Battle Drums“ des New Yorker Künstlers Dennis Oppenheim. Sie besteht aus zwei sich drehenden Stahltrommeln, die bei Dunkelheit durch Löcher in der Oberfläche Lichter in Form von kämpfenden Kriegern und Speeren auf den Platz werfen. Das Werk wurde 2009 im Rahmen des Kunstprojektes Colossal geschaffen, das der Landschaftsverband Osnabrücker Land (LVO) zum Anlass des 2000-jährigen Jubiläums der Varusschlacht veranstaltete. Die Aufstellung erfolgte auf Initiative des ehemaligen Documenta-Leiters Jan Hoet, welcher weitere Kunstwerke und Skulpturen zur Varusschlacht in der Region anregte.In Ibbenbürener Volkszeitung am 27. Juni 2009:"Kriegerische Idee in Stahlkolosse gebannt" Die im Frühjahr 2009 aufgestellte Installation sollte ursprünglich bis zum 31. Juli 2014 dort bleiben. Man einigte sich zunächst auf eine Verlängerung um weitere drei Jahre. Der LVO und die Witwe des 2011 verstorbenen Künstlers gaben an, in diesem Zeitraum einen Käufer für das Kunstwerk zu suchen. Im Jahr 2022 kauften die Stiftungen der Sparkassen in Stadt und Landkreis Osnabrück das Kunstwerk der Dennis-Oppenheim-Stiftung ab. Es verbleibt dauerhaft an seinem Standort, der LVO übernimmt die Pflege und Wartung der Technik.

Galerie

Weblinks

Literatur Christian Kämmerer: Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Osnabrück 32. 1986, ISBN 978-3827182500.

Einzelnachweise

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