Creyssensac-et-Pissot (, ) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Le Grand Périgueux. Die Einwohner werden Creyssensacois und Creyssensacoises genannt.
Geografie
Creyssensac-et-Pissot liegt etwa 12 Kilometer südsüdwestlich von Périgueux, etwa 48 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 29 Kilometer nordnordöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord central, Teil des touristisch benannten Périgord blanc. Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Creyssensac und Pissot sowie einigen Weilern und Einzelgehöften ohne eigentliches Zentrum. Das Bürgermeisteramt befindet sich einige hundert Meter südlich von Creyssensac am Lieu-dit Les Landes. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert vom im Oberlauf zeitweise trockenfallenden Flüsschen Serre, das es im Norden begrenzt, und einem kleineren Fließgewässer.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Creyssensac-et-Pissot liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und einigen Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Creyssensac-et-Pissot erstreckt sich über eine bewaldete Hügellandschaft, die durch die Täler der Serre und des Vern begrenzt und von verschiedenen Trockentälern eingeschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt liegt mit im Osten in der Nähe des Lieu-dit La Landière an der Grenze zur Nachbargemeinde Chalagnac, der tiefste Punkt mit im äußersten Südwesten an der Grenze zur Nachbargemeinde Grun-Bordas. Das Zentrum liegt auf etwa Höhe.
Rund 60 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 40 % werden landwirtschaftlich genutzt.
Umgeben wird Creyssensac-et-Pissot von den vier Nachbargemeinden:
mini|Risikokarte zur Quellungs/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Creyssensac-et-Pissot Natürliche Risiken Naturrisiken manifestieren sich in Creyssensac-et-Pissot als Dürren Waldbrände Bodensetzungen.
Im gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.
Wie die Risikokarte zeigt, ist das gesamte Gemeindegebiet von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 1997, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.
Etymologie und Geschichte Der Name von Creyssensac ist zu Beginn des 13. Jahrhunderts über seine Kirche in der Schreibweise Creychensa (1203) und latinisiert Crayschensacum belegt. Er stammt vom Namen einer gallorömischen Person (Crescentius), dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Crescentiacum, Landgut des Crescentius).
Pissot erschien ebenfalls im 13. Jahrhundert erstmals in den Schriften in der Schreibweise Pihsot (1247). Ein Jahrhundert später ist der Name in der Form Pischol zu finden (1383). Zu seinem Ursprung lässt sich eine Derivation des okzitanischen pissar () heranziehen, das vom vulgärlateinischen °pissiare kommt, begleitet im Okzitanischen von Font (). Es gibt in der Tat das Wort pissotte, das einen Springbrunnen mit geringem Durchfluss bezeichnet, und in der Sprache des Limousin wird es für eine schmale Wasserleitung angewandt. Jedoch scheint diese Art der Formation für Ortsnamen nur im Bereich der langues d’oïl zu existieren.Siehe Tanet, Hordé, Seite 128 Eine andere Hypothese sieht den Ursprung des Dorfnamens im Namen einer gallorömischen Person Pincius zusammen mit dem Suffix -acum (somit Pinciacum, Landgut des Pincius).
Die Geschichte von Creyssensac-et-Pissot ist mit der Geschichte des Périgords verknüpft. Die Dordogne und damit auch die Gemeinde waren in dem Hundertjährigen Krieg zwischen 1337 und 1453 und den Hugenottenkriegen im 16. und 17. Jahrhundert involviert. Der markanteste Vorfall war hierbei die Schlacht von Vergt im Oktober 1562. Aufgrund der Erhebung von neuen Steuern trotz einer allgemeinen Notlage führte zur Rebellion der Croquants zwischen 1584 und 1636.
Am 20. April 1820 vereinigten sich die Gemeinden Creyssensac und Pissot zur Gemeinde Creyssensac-et-Pissot.
Einwohnerentwicklung
Gemeindepartnerschaft Creyssensac-et-Pissot unterhält über den ehemaligen Kanton Vergt seit 1996 eine Partnerschaft mit Saint-Jacques-de-Montcalm in der kanadischen Provinz Québec.
Sehenswürdigkeiten Chartreuse La Grèze mini|Schloss Grèze Das Gebäude hat ein strenges Aussehen mit einem Haupttrakt, der mit Schiefer gedeckt ist, und zwei Flügeln von kleinerer Größe. Auf der Hofseite markiert. An der Hofseite markiert eine große Dachgaube den Mittelpunkt des Hauses. Auf der Gartenseite ragt ein Risalit mit zwei Vorsprüngen aus der Fassade und stützt die Dachgaube und den gusseisernen Balkon. Der Zutritt zum Gebäude erfolgt über eine zulaufende Freitreppe.
Schloss Creyssensac Es wurde 1860 von M. Bachon, einem Stallmeister des Sohnes von Napoleon III. in der Nähe der Pfarrkirche errichtet. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Weitere Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche Saint-Pardoux in Creyssensac Pfarrkirche Saint-Cloud in Pissot
Kirche Sainte-Marie, genannt Église-Neuve in Pissot
Wirtschaft Erwerbstätigkeit Im Jahre 2022 waren 136 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Creyssensac-et-Pissot erwerbstätig, entsprechend 80,5 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (81,8 %) höher war als bei den Frauen (79,3 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit fünf Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (12). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 8,8 % (2016) auf 3,6 % (2022).
Branchen und Betriebe 17 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Creyssensac-et-Pissot wirtschaftlich aktiv: Branche Anzahl %Gesamt17Fertigung, Bergbau und andere Industrien317,6 %Baugewerbe317,6 %Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie423,5 %Information und Kommunikation211,8 %Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten317,6 %Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln211,8 % mini|Erdbeerkulturen in Creyssensac-et-Pissot Landwirtschaft Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Kombinationen von Samenfressern (Schweine und Geflügel). Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde stieg von 10 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 14 im Jahr 2000, sank auf 9 im Jahr 2010 und auf 8 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 20 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 161 Hektar im Jahre 1988 auf 207 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 16,1 Hektar auf 25,9 Hektar.
Fernwanderweg Durch das Gemeindegebiet von Creyssensac-et-Pissot verläuft der Fernwanderweg GR 654 von Namur in Belgien über Vézelay nach Montréal-du-Gers im Département Gers, der in seinem Verlauf der Via Lemovicensis ähnelt.
Verkehr Die Nationalstraße N 21, die Périgueux mit Bergerac verbindet, durchquert das Gebiet der Gemeinde. Außerdem ist Creyssensac-et-Pissot über Nebenstraßen erreichbar, die von den Departementsstraßen D 43 und D 44 abzweigen. hochkant|mini|Valentin Huot Persönlichkeiten Valentin Huot, geboren am 1. Mai 1929 in Creyssensac-et-Pissot, gestorben am 21. November 2017 in Manzac-sur-Vern, war ein französischer Radrennfahrer. Er nahm mehrfach an der Tour de France teil. 1957 und 1958 wurde er französischer Meister im Straßenrennen.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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