mini|Sythener Wassermühle

Sythen [] ist mit 6360 Einwohnern das größte zur Stadt Haltern am See gehörende Dorf.

Lage Der Ort liegt am südlichen Rand des Münsterlandes in Nordrhein-Westfalen. Durch die verkehrsgünstige Lage ist Sythen ein bevorzugtes Zuzugsgebiet für junge Familien aus dem Ruhrgebiet.

Geschichte Als Sitnia wurde Sythen bereits im Jahr 758 erwähnt. In jenem Jahr lagerte König Pippin der Jüngere in Sythen. Bischof Wolfhelm von Münster schenkte 889 Besitzungen in Sythen dem Kloster Werden. Heinrich II. übertrug 1017 dem Bistum Paderborn Besitz in neun Orten, darunter auch eine Manse in Sythen.

Der Ort gehörte zur Gemeinde Kirchspiel Haltern, bis sie am 1. Januar 1975 nach Haltern eingemeindet wurde.

Verkehr Nach Sythen ist der Sythener Hellweg benannt, der jahrhundertelang Dülmen und Haltern verband.

Der Haltepunkt SythenSythen auf bahnhof.de liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg, die im Nahverkehr durch den RE 42 (Niers-Haard-Express) befahren wird. In den Nachtstunden hingegen hält der RE 2 in Sythen. Die Personenhaltestelle Sythen, um deren Einrichtung man zuvor Jahrzehnte gekämpft hatte, ging mit dem Inkrafttreten des Sommerfahrplans 1931 in Betrieb.

Linie Verlauf Takt

Sythen liegt an der Grenze zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und dem Westfalentarif.

Die VRR-Buslinien 204 und 273 der Vestischen Straßenbahnen bedienen den Ort.

Linie Verlauf Takt

Die A 43 liegt nur wenige Kilometer entfernt und ist über die Abfahrt Lavesum oder Marl-Nord erreichbar.

Sport mini|Freibad und Sportplatz Der Sportverein TuS Sythen verfügt über einen Kunstrasenplatz und eine Tartanbahn.

Das Freibad Sythen wird heute vom Verein Freibad Sythen e. V. selbständig geführt. Seit Juni 2011 gibt es eine 80 m lange Wasserrutsche im Bad.

Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Sythen Das Schloss Sythen wurde 1998 bis 2001 restauriert. Die gut erhaltene Sythener Wassermühle erzeugt heute Strom.

Der Prickings-Hof ist eine kommerziell vermarktete Sehenswürdigkeit in Privatbesitz.

Sohn des Ortes Laurenz Bösing (1933–2024), Altphilologe und Bibliothekar

Literatur Bernhard Köster: Sythens erste Erwähnung 758 in den "Annales regni Francorum". In: Halterner Jahrbuch 1987 (Haltern 1986) Bernhard Kins: Haus Sythen und die Sythener Bauern. In: Halterner Jahrbuch 1995 (Haltern 1994)

Weblinks

Einzelnachweise

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