Der Hungertuch-Preis war ein Literaturpreis, der ab 1976 vom Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main und dem an den VS Hessen angegliederten Förderverein deutscher Schriftsteller in Hessen e.V. (1976–1996) „für einen unbekannten Autor“Arno Widmann: In den Schraubstock – Ein kleiner Führer durch 20 Seiten Buchmessenbeilage, Rezension mit Erwähnung des Zitats im Zusammenhang der Hungertuch-Preisvergabe an Kerstin Specht in der taz vom 14. Oktober 1989, online unter taz.de. im deutschen Sprachraum gestiftet und vergeben wurde. Zum Wettbewerb zugelassen waren ausschließlich Erstlingswerke. Den Gewinnern wurde im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung eine Urkunde und eine Originalgraphik überreicht, ob und inwieweit dieser Preis auch mit einem Preisgeld dotiert war, ist unbekannt. Später wurde dieser Preis vermutlich bis etwa Ende der 1980er vom Hessischen Literaturbüro ausgelobt und dann nicht mehr vergeben.

Laut einer Rezension in der taz vom 14. Oktober 1989 war der Hungertuch-Preis seinerzeit „als Gegenpreis zur Frankfurter Buchmesse konzipiert“.Frank Mühlich: Ein Geniestreich, Rezension mit Erwähnung des Hungertuch-Preises in der taz vom 14. Oktober 1989 zu Thomas Hettche: Ludwig muß sterben, online unter taz.de.

Preisträger 1976: Florian Schwinn 1977: Hermann Kinder 1978: N.N. 1979: Uli Becker 1980: N.N. 1981: Michael Klaus 1982: N.N. 1983: Dietmar Füssel 1984: Hans Pleschinski (2. Platz bzw. Shortlist u. a.: Reimer Boy Eilers)Zu den Auszeichnungen von Reimer Boy Eilers siehe Kürschners Deutscher Literatur-Kalender – 2000/2001 und früher z. T. abweichend zu Angaben in der Biografie auf seiner Homepage. 1985: Hans Thill 1986: Heinz G. Hahs 1987: Lioba Happel 1988: Thomas Hettche 1989: Kerstin Specht

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturpreis (Deutschland) Kategorie:Literaturpreis (Hessen) Kategorie:Erstverleihung 1976 Kategorie:Ehemalige Auszeichnung