Peter Schnürpel (* 20. Februar 1941 in Leipzig) ist ein deutscher Maler und Grafiker. Er lebt und arbeitet in Altenburg und gilt als Vertreter der Leipziger Schule.

Leben und künstlerische Laufbahn Schnürpel studierte bis 1965 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Malerei und Grafik. Seine Lehrer waren unter anderem Karl Krug, Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig. Für seine Diplomarbeit schuf er ganzseitige Illustrationen zu Wolfgang Borchert: Lesebuchgeschichten.

Nach seinem Studium begann er an der Universität Leipzig im Fachbereich Kunsterziehung zu unterrichten. Als Künstler gehörte Schnürpel in seiner Generation in Leipzig mit seinen expressiven Arbeiten zu den bemerkenswertesten Graphikern.Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1983; S. 129, 136 Sein bevorzugte Technik war die Algraphie.Lothar Lang: Der Graphiksammler. Henschelverlag, Berlin, 1983, S. 181

Schnürpel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er hatte in der Zeit der DDR eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1972 bis 1988 an VII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Ab 1978 lehrte er an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg und wurde 1987 an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zum Honorarprofessor berufen. Ab 1990 war er Direktor in Schneeberg und erhielt 1992 die Berufung zum Professor. 1993 war er der Gründungsdekan des Fachbereichs Angewandte Kunst der Westsächsischen Hochschule Zwickau. 2006 wurde er emeritiert.

1987 begegnete er in der Druckwerkstatt Kätelhön Rolf Münzner und Reiner Schwarz.Rolf Münzner, Peter Schnürpel, Reiner Schwarz: Eine Arbeitsbegegnung. Galerie Stübler, Hannover 1988. Studienreisen führten Schnürpel u. a. 1989 nach Frankreich, Italien und in die Schweiz. 1989 begann die Zusammenarbeit mit dem Druckerehepaar Jeanette und Reinhard Rössler, die seitdem seine Arbeiten drucken. Er ist Dozent am Lindenau-Museum in Altenburg.Kursangebot des Museums, abgerufen am 22. Oktober 2018. Weggefährten von Schnürpel sind neben Münzner und Schwarz unter anderem Michael Morgner, Gerhard Kurt Müller, Thomas Ranft und Gil Schlesinger, mit denen zusammen er zu seinem 75. Geburtstag in einer Gemeinschaftsausstellung im Lindenau-Museum zu sehen war.Faltblatt zur Ausstellung, abgerufen am 22. Oktober 2018 (pdf).

Ehrungen 1980: Preisträger der Ausstellung „100 ausgewählte Grafiken“ 1983: Kunstpreis des Deutschen Turn- und Sportbundes 2002: Kulturpreis der Stadt AltenburgBlog der Burg Posterstein, abgerufen am 23. Oktober 2018. 2016: Medaille für besondere Verdienste des Landkreises Altenburger LandAusstellung und Medaille für Altenburger Künstler Peter Schnürpel zum 75., Leipziger Volkszeitung, 12. September 2016, abgerufen am 22. Oktober 2018. 2024: Verdienstorden des Freistaats ThüringenSteven Ritter: Prof. Peter Schnürpel mit Verdienstorden des Freistaats Thüringen ausgezeichnet, abg-net.de, 28. November 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024.

Museen und öffentlichen Sammlungen mit Werken Schnürpels (unvollständig)

Altenburg: Lindenau-Museum Jena: Städtische Museen Jena Köln: Museum Ludwig Nürnberg: Germanisches Nationalmuseum

Ausstellungen (unvollständig) 1965–66: Kunsthandlung Kurt Engewald, Leipzig 1968: Kunst der Zeit, Leipzig 1970: Museum der bildenden Künste, Leipzig 1972: Lindenau-Museum, Altenburg 1975: Galerie am Sachsenplatz, Leipzig 1978: Museum Neustrelitz 1979: Galerie Clara Mosch, Chemnitz 1980: Galerie Junge Kunst, Frankfurt/Oder 1981: Kunstkabinett Erfurt 1981: Museum der bildenden Künste Leipzig 1982: Kleine Galerie Pankow, Berlin 1984: Lindenau-Museum, Altenburg 1984: Karl-Marx-Universität, Leipzig 1985: Schloss Blankenhain 1988: Galerie Stübler, Hannover 1988: Kulturhaus Suhl 1989: Galerie Catherine Maurer, Bern 1990: Verein für Originalradierung, München 1991: Galerie Ad Nythen, Vollenhove 1991: Lindenau-Museum, Altenburg 1992: Landeskulturzentrum Salzau/Kiel 1995: Galerie Marktstraße, Plauen 1995: Kunstverein Bretten 1999: Galerie Borssenanger, Chemnitz 1999: Künstlerhaus Hohenossig 2001: Europäische Akademie des Rheinland-Pfälzischen Sports, Trier 2001: Kulturmuseum Bad Wildungen 2006: Weise Galerie und Kunsthandel Chemnitz 2008: Museum Osterburg, Wieda 2011: Lindenau-Museum, Altenburg 2014: Museum Burg Posterstein 2016: Lindenau-Museum, Altenburg 2021: Kunstsammlung Jena 2025: Galerie im Morgner-Archiv, Chemnitz ("Arbeiten auf Papier")

Literatur

Rolf Münzner, Peter Schnürpel, Reiner Schwarz: Eine Arbeitsbegegnung. Galerie Stübler, Hannover 1988 Peter Schnürpel: Das Teil vom Ganzen. Druckgrafiken, Zeichnungen, Übermalungen. Katalog, Lindenau-Museum Altenberg 2001. Schnürpel, Peter. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 845/847 Ingo Schulze: Augusto, der Richter. Eine Erzählung. Mit der Grafikserie Black Dances von Peter Schnürpel. Prestel, München 2010 Dieter Gleisberg: Peter Schnürpel „Eines zum anderen“: Zeichnungen, Drucke, Übermalungen. Jovis, Berlin 2012 Eckhard Hollmann: Innensicht und Blick nach außen – Neue Arbeiten von Peter Schnürpel. ars vivendi, Pfaffenhofen 2014 Matthias Flügge: Mit meinen Freunden. Peter Schnürpel zum 75. Geburtstag. Lindenau-Museum, Altenburg 2016 Jutta Pennndorf (Hrsg.): Peter Schnürpel. Zum 80. Geburtstag. E. Reinhold Verlag, Altenburg, 2021; ISBN 9783957550644

Weblinks

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Peter Schnürpel im Bildatlas Kunst in der DDR Biografische Angaben auf burg-posterstein.de Biografie auf galerie-koenitz.de Ausstellungsübersicht auf galerie-koenitz.de Peter Schnürpel in der Europeana

Einzelnachweise

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