Das Luch an der Margaretenhöhe ist ein Moorgebiet und ein geschützter Landschaftsbestandteil im Berliner Ortsteil Wartenberg des Bezirks Lichtenberg. Es wird westlich durch die Straße An der Margaretenhöhe und die anschließende Siedlung begrenzt und reicht im Norden bis zur Florentinestraße.1. Fortschreibung Landschaftsrahmenplan 2014 für den Bezirk Lichtenberg, PDF; 2,59 MB
Unterschutzstellung Das Luch an der Margaretenhöhe wurde zum geschützten Landschaftsbestandteil erklärt gemäß §§ 18 und 22 des Berliner Naturschutzgesetzes vom 30. Januar 1979 (GVBl. S. 183) und zuletzt geändert durch Artikel V des Gesetzes vom 19. Juli 1994 (GVBl. S. 241). Die Schutzgebietsverordnung trat am 5. September 1994 in Kraft.
Beschreibung mini|links|Luch an der Margaretenhöhe mit Naturschutzschild
Das Luch ist 2,5 Hektar groß, davon entfallen 0,8 Hektar auf Reichmoorflächen. Es liegt in einer eiszeitlichen Schmelzwasserrinne, die 4–5 Meter tief in den anstehenden Geschiebemergel eingeschnitten ist. Es befindet sich in einer Senke auf der Grundmoränenplatte des Barnim. In den Niederungen entstand ein ehemaliges Versumpfungsmoor, das aus Seggen- und Schilftorf mit einer Mächtigkeit von 0,4 bis 2,6 Metern besteht. Der Moorboden ist bis etwa 30 Zentimeter Tiefe vererdet; im Profil treten neben Schilf auch Braunmoostorfe in größerer Tiefe auf, das Kleinmoor ist durch Schwankungen des Moorwasserstandes gekennzeichnet. Der Schilfbestand ist gegenwärtig monostrukturiert und soll sich langfristig zu einem eutrophen, torfbildenden Reichmoor entwickeln. Hydrologisch beginnt im Luch der Margaretengraben, der über den Schälingsgraben in den Fließgraben und schließlich in die Panke entwässert. Der nach Norden orientierte Abzugsgraben soll aufgrund seiner entwässernden Wirkung überprüft werden, um festzustellen, ob durch wasserbauliche Maßnahmen eine stabilere Wasserhaltung erreicht werden kann.
Historisch gehörte das Luch zum ausgedehnten Feuchtgebiet Herzsee, das sich bis an die heutige Siedlungsfläche erstreckte. Das Landschaftsbild wird von rund 60 Jahre alten Kanadischen Schwarz-Pappeln geprägt, die im Zuge naturschutzfachlicher Maßnahmen schrittweise entnommen werden sollen, sobald standortgerechte Aufforstungen eine ausreichende Größe erreicht haben. Das Gebiet umfasst ein Mosaik aus Röhricht- und Krautfluren, Weidengebüschen, Verlandungsbereichen sowie temporären Stillwasserflächen. Diese Strukturen bieten Amphibien, Libellen und an Feuchtlebensräume gebundene Brutvogelarten geeignete Lebens- und Reproduktionsbedingungen.
Schutzzweck und Pflege
Dieser Landschaftsbestandteil muss dauerhaft geschützt werden, die ausgehende visuelle und ökologische Belebung des Orts- und Landschaftsbildes muss erhalten bleiben. Außerdem muss es in seiner Gesamtheit sowie für diesen Lebensraum typischen Tier- und Pflanzenarten und für die Wasserfläche im Einzelnen erhalten bleiben. Im Jahr 2004 hat das Umwelt- und Naturschutzamt einen Pflege- und Entwicklungsplan erstellt, der Folgendes beinhaltet: Die Wassersituation muss stabilisiert werden, beispielsweise über den Einbau von Sohlschwellen im Margareten- und Schälingsgraben. Man möchte den Verlandungsprozess durch Pflegearbeiten verlangsamen.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geschützter Landschaftsbestandteil in Berlin Kategorie:Berlin-Wartenberg