mini|alt=|Katja Kolm (2026) Katja Kolm (* 1. Juli 1974 in Salzburg) ist eine österreichische Film- und Theaterschauspielerin.

Leben Als junges Mädchen sang und spielte sie in Salzburg in Opern und Musicals, als Teenager wurde sie von Regisseuren aus Litauen und Moskau im Sprechtheater, an der Elisabethbühne Salzburg, verpflichtet.

Mit 18 Jahren, nach der Matura, ging sie von 1992 bis 1993 nach Moskau. Dort erhielt sie an der Russischen Akademie für Theaterkunst GITIS Schauspielunterricht sowie am Gnessin-Institut Moskau Gesangs- und Russischunterricht.

Von 1993 bis 1997 besuchte sie die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Während ihrer Zeit an der Hochschule spielte sie am Maxim-Gorki-Theater und am Hebbel-Theater. Danach wurde sie in Festengagements am Landestheater Tübingen und am Deutschen Theater Göttingen tätig.

Im Jahr 2000 holte sie Falk Richter als festes Ensemblemitglied ans Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Christoph Marthaler, wo sie u. a. auch ihre erste eigene Produktion bumsti! nach den letzten Tagen der Menschheit von Karl Kraus zusammen mit dem Cellisten Bruno Weinmeister machte. 2002 und 2003 wurde das Schauspielhaus Zürich zum Theater des Jahres ausgewählt.

2005 kündigte sie ihren festen Theatervertrag am Schauspielhaus Zürich, um Berufs- und Familienleben selbstständig gestalten zu können. Seither arbeitet sie als freie Schauspielerin.

Bei dem Österreichischen Filmpreis 2018 war sie für ihre Rolle in dem Kinofilm Licht in der Kategorie „Beste weibliche Nebenrolle“ nominiert.

2021 begann Katja Kolm, der russischen Sprache mächtig, Alexej Nawalnys Gefängnisschriften und Reden vor Gericht zu sammeln. Nach jahrelangen Vorbereitungen, angetrieben von dem Wunsch diese bemerkenswerten Texte dem deutschsprachigen Publikum nahezubringen, wurde ihre Lesung Hallo, hier spricht Nawalny 2024 bei den Salzburger Festspielen mit freundlicher Genehmigung von Julia Nawalnaja und der Unterstützung von Marina Davydova uraufgeführt. Die Lesung wird nach wie vor veranstaltet. Michael Maertens liest die Texte von Alexej Nawalny und Katja Kolm jene von Julia Nawalnaja aus dem Zeitraum 2020–2024.

2025 war sie in Rebecca Saunders Oper Lash an der Deutschen Oper Berlin unter dem Dirigat von Enno Poppe und in der Inszenierung von dem Regie-Duo Dead Centre zu sehen. Rebecca Saunders hat ihre erste Oper den Sängerinnen Anna Prohaska, Sarah Maria Sun, Noa Frenkel und Katja Kolm „auf den Leib“ geschrieben.

Katja Kolm lebt mit ihrem Ehemann, dem Cellisten Bruno Weinmeister in Wien. Das Paar hat zwei erwachsene Söhne.

Filmografie 2001: Durst (Regie: Hannu Salonen) 2006: Mörderinnen (Regie: Pepe Danquart) 2008: Böses Erwachen (Regie: Urs Egger) 2010: Die Mutprobe (Regie: Holger Barthel) 2017: Licht (Regie: Barbara Albert) 2018: Sohn meines Vaters (Regie: Jeshua Dreyfus) 2021: Mad Heidi (Regie: Johannes Hartmann, Sandro Klopfstein) 2022: Der Scheich (Regie: Dani Levy)

Auszeichnungen Nominierung Österreichischen Filmpreis 2018 für beste weibliche Nebenrolle im Kinofilm Licht von Barbara Albert

Theaterproduktionen 1982: Kinderoper, Hellbrunner Festspiele, Regie: Gerhard Tötschinger 1983: Hänsel und Gretel (Oper) Salzburger Landestheater, Regie: Ernö Weil 1985: Oliver! (Musical nach Oliver Twist) Salzburger Landestheater, Regie: Wilfried Steiner 1985: Wozzeck Kleines Festspielhaus Salzburg 1987: Die Zauberflöte (Oper) Salzburger Landestheater, Dirigat: Hans Graf 1990: Yerma Elisabethbühne Salzburg, Regie: Gytis Padegimas 1991: Die Heirat Elisabethbühne Salzburg, Regie: Rosetta Nemtschinskaja 1996: Die Kleinbürgerhochzeit, BAT Berlin, Regie: Angelika Waller 1996: Weihnachten bei Ivanovs (Friedrich-Luft-Preis Berlin), Maxim Gorki Theater, Regie: Tom Kühnel, Robert Schuster 1996: La Fünf in der Luft/Last Russian Play Hebbel Theater Berlin, Hans Otto Theater Potsdam, Regie: Peter Carp 1997: Schlaflos in Schwaben Landestheater Tübingen, Regie: Nina Wurman 1997: The Black Rider Landestheater Tübingen, Regie: Donald Berkenhoff 1998: Macbeth Landestheater Tübingen, Regie: Donald Berkenhoff 1998: Der Menschenfeind Landestheater Tübingen, Regie: Volker Lösch 1998: Hans im Glück von Bertolt Brecht, Landestheater Tübingen, Regie: Jürgen Sihler 1998: Im Dickicht der Städte Landestheater Tübingen, Regie: Volker Lösch 1998: Die Freier Landestheater Tübingen, Regie: Franz Burkhard 1999: Sleeping Around Deutsches Theater Göttingen, Regie: Kilian Hattstein 1999: Shooting Sense oder Das Hundertste Semester von John von Düffel (UA), Deutsches Theater Göttingen, Regie: Kilian Hattstein 1999: Das Baby von Mark Ravenhill (dtspr. Erstaufführung), Deutsches Theater Göttingen, Regie: Falk Richter 2000 Höllenangst von Johann Nestroy, Deutsches Theater Göttingen, Regie: Tilman Gersch 2000 Unsichtbare Freunde von Alan Ayckbourn, Deutsches Theater Göttingen, Regie: Jürg Schlachter 2000: Torquato Tasso Schauspielhaus Zürich, Regie: Thomas Thieme 2000: Ein Sommernachtstraum Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher 2001: Drei Schwestern Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher 2001: Tatis Welt Schauspielhaus Zürich, Regie: Andreas Kriegenburg 2001: Evita Peron Schauspielhaus Zürich, Regie: Ingo Berk 2002: Blithe Spirit Schauspielhaus Zürich, Regie: Nigel Lowery 2002: Richard III. Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher 2002: Heinrich IV. Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher 2002: Klinik von Jon Fosse, Schauspielhaus Zürich, Regie: Falk Richter 2002: Menschsein macht müde Schauspielhaus Zürich, Regie: Jürg Kienberger 2003: Electronic City von Falk Richter, Schauspielhaus Zürich, Regie: Christiane Pohle 2003: Ein Sportstück von Elfriede Jelinek, Zürcher Festspiele, Regie: Stephan Müller 2003: Das goldene Zeitalter Schauspielhaus Zürich, Regie: Christoph Marthaler/Stefan Pucher/Meg Stuart/Anna Viebrock 2004: Homo Faber Schauspielhaus Zürich, Regie: Stefan Pucher 2004: Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus, Schauspielhaus Zürich, von und mit Katja Kolm 2004: Das weite Land Schauspielhaus Zürich, Regie: Karin Henkel 2004: O.T. Eine Ersatzpassion von Christoph Marthaler (UA), Schauspielhaus Zürich, Regie: Christoph Marthaler 2005 Hundegrab von Letizia Russo (UA), Münchner Kammerspiele, Regie: Christiane Pohle 2005: Seltsame Sache (UA), Ruhrtriennale, Regie: Christiane Pohle 2005–2006: Schutz vor der Zukunft von Christoph Marthaler (UA), Wiener Festwochen, Regie: Christoph Marthaler 2006: Geschichten aus dem Wiener Wald, Volksbühne Berlin, Regie: Christoph Marthaler 2007: Sauser aus Italien. Eine Urheberei von Christoph Marthaler (UA), Salzburger Festspiele, Regie: Christoph Marthaler 2008: Platzmangel von Christoph Marthaler (UA), Wiener Festwochen, Regie: Christoph Marthaler 2009: Riesenbutzbach (UA) von Christoph Marthaler, Wiener Festwochen, Regie: Christoph Marthaler 2010: Phaedra von Hans Werner Henze, Lucerne Festival, Regie: Stephan Müller 2010: Herr mit Sonnenbrille von Gerhild Steinbuch, Schauspielhaus Wien, Regie: Robert Borgmann 2011: Stückefest, Burgtheater Wien, Regie: Alexandra Liedtke 2011: Fröhliche Gespenster von Noël Coward, Schauspielhaus Graz, Regie: Barbara David-Brüesch 2012: IQ. Uraufführung, Oper von Enno Poppe, Orchester: Klangforum Wien, Schwetzinger Festspiele, Regie: Anna Viebrock 2013: Meine gottverlassene Aufdringlichkeit von Christoph Nußbaumeder, Schauspielhaus Wien, Regie: Daniela Kranz 2013: Letzte Tage. Ein Vorabend von Christoph Marthaler (UA), Wiener Festwochen, Regie: Christoph Marthaler 2014: Die Präsidentinnen (ausgezeichnet mit dem Dorothea-Neff-Preis), Volkstheater Wien, Regie: Miloš Lolić 2016–2017: Hallelujah (Ein Reservat) von Christoph Marthaler, Volksbühne Berlin, Regie: Christoph Marthaler 2024: Hallo, hier spricht Nawalny Salzburger Festspiele Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025: Lash Oper von Rebecca Saunders, Deutsche Oper Berlin, Dirigat: Enno Poppe, Regie: Dead Centre

Gastspiele 2000 Mülheimer Theatertage: Sleeping Around, Regie: Kilian Hattstein 2002 Berliner Theatertreffen: Drei Schwestern, Regie: Stefan Pucher 2004 Berliner Festspiele: O.T. Eine Ersatzpassion von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2004 Wiener Festwochen: O.T. Eine Ersatzpassion von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2005 Berliner Theatertreffen: Homo Faber, Regie: Stefan Pucher 2006 Berliner Theatertreffen: Schutz vor der Zukunft von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2006 Festival Wrocław: Schutz vor der Zukunft von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2007 Festival d’Automne Paris: Geschichten aus dem Wiener Wald, Regie: Christoph Marthaler 2007 Ruhrtriennale: Sauser aus Italien. Eine Urheberei von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2008 Berliner Theatertreffen: Platzmangel von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2008 Festival Kopenhagen: Schutz vor der Zukunft von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2008 Festival d’Automne Paris: Platzmangel von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2008 Festival Bitef Belgrad: Platzmangel von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2008 La Filature Mulhouse: Geschichten aus dem Wiener Wald, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival Athen: Riesenbutzbach von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival Neapel: Riesenbutzbach von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival d’Avignon: Riesenbutzbach von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival Wrocław: Riesenbutzbach von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival Strasbourg: Platzmangel von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival Strasbourg: Sauser aus Italien. Eine Urheberei von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2009 Festival Girona: Platzmangel von Christoph Marthaler 2009, Regie: Christoph Marthaler 2010 Berliner Theatertreffen: Riesenbutzbach von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2010 Festival Tokyo: Riesenbutzbach von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2010 Festival d’Avignon: Schutz vor der Zukunft von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2011 Festival Santiago de Chile: Schutz vor der Zukunft von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2013 Festival d’Automne Paris: Letzte Tage. Ein Vorabend von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2014 Berliner Festspiele. Maerzmusik: IQ. Oper von Enno Poppe, Orchester: Klangforum Wien, Regie: Anna Viebrock 2014 Staatsoper Berlin: Letzte Tage. Ein Vorabend von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2019 Rurtriennale Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend von Christoph Marthaler, Regie: Christoph Marthaler 2024 Schauspielhaus Zürich Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025 Thalia Theater Hamburg Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025 Berliner Ensemble Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025 Burgtheater Wien Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025 lit.Cologne Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025 Nova Kunstfest Corvey Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2025 Landestheater Linz Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2026 Schauspielhaus Bochum Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2026 Konzerthaus Klagenfurt Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2026 Theater Akzent Wien Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens 2026 Tiroler Landestheater Hallo, hier spricht Nawalny Konzept: Katja Kolm mit Katja Kolm und Michael Maertens

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