Die Kammerwahl 1979 zur Bestimmung der Mitglieder der luxemburgischen Abgeordnetenkammer fand am 10. Juni 1979 gleichzeitig mit der erstmals durchgeführten Europawahl statt. Ausgangslage Nach der Kammerwahl 1974, bei der die CSV schwere Verluste erlitt und die DP deutlich hinzugewann, kam es zu einer Koalition der LSAP mit der DP. Neuer Premierminister wurde Gaston Thorn (DP).Ismayr (Hrsg.) Die politischen Systeme Westeuropas, 1. Auflage 1997, S. 386 Wahlrecht
Die Sitze werden innerhalb von vier Wahlkreisen proportional nach dem D’Hondt-Verfahren verteilt. Ergebnis Jeder Wähler hatte so viele Stimmen, wie im Wahlbezirk Abgeordnete zu wählen waren. Die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke:Luxemburgische Regierung: Bulletin de documentation 3/1979. Élections législatives et européennes. Wahlbezirk SüdenWahlbezirk OstenWahlbezirk ZentrumWahlbezirk NordenLuxemburg insgesamt Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze Anzahl %unge-wichtet %ge-wichtet Sitze Wahlberechtigte70.164212.614 Wähler75.85921.27061.80888,129.972188.90988,85Gültige Stimmzettel73.08694,020.92194,257.33193,628.65694,0179.99493,92Gültige Stimmen1.594.849112.8241.094.785238.7953.041.253Sitze insgesamt24620959CSV486.32230,5848.55243,03407.91637,38106.60044,651.049.39034,5136,3824LSAP482.95330,3818.21416,11195.83117,9440.86517,11737.86324,2622,5214DP245.26115,4427.00923,92328.50330,0747.63119,92648.40421,3221,8915SDP104.7996,618.2757,345.1794,123.5529,91181.8055,986,372KPL143.1469,021.7351,528.7662,63.6391,5177.2865,834,862Enrôlés de Force112.0577,018.0997,215.2046,4135.3604,454,621Socialistes Indépendants66.9096,1166.9092,202,021Alternativ Lëscht - Wiert Iech15.8431,09400,812.1821,11.3040,530.2691,000,94LCR4.4680,32.5170,26.9850,230,19Liberal Partei6.1330,66.1330,200,19Club des Indépendants8490,18490,030,03
Die CSV konnte sechs Sitze hinzugewinnen, die regierende DP gewann trotz leichten Stimmenverlusts einen Sitz hinzu. LSAP, SDP und KPL verloren deutlich. Neu in der Kammer waren mit je einem die Socialistes indépendants, eine Liste mit dem aus der LSAP ausgetretenen Abgeordneten Jean Gremling und Enrôlés de Force, eine Partei von Zwangsrekrutierten des 2. Weltkriegs.
Regierungsbildung Die DP/LSAP-Koalition hatte ihre Mehrheit verloren. Es wurde eine Regierung aus der CSV und der DP gebildet. Neuer Premierminister wurde Pierre Werner (CSV), der bereits von 1959 bis 1974 Premierminister war. Einzelnachweise
Luxemburg Kategorie:Parlamentswahl in Luxemburg