Kerstin Grimm (* 10. Mai 1956 in Oranienburg) ist eine deutsche Künstlerin.

Biografie Kerstin Grimm, aufgewachsen in Nassenheide bei Oranienburg, studierte von 1974 bis 1980 Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1981/1982 arbeitete sie als Lektorin für Literaturgeschichte und machte sie ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHS). Dann betätigte sie sich in Berlin vor allem bildhauerisch, wobei sie zur Sicherung des Lebensunterhalts eine Teilzeitbeschäftigung ausübte. 1092 zog sie mit ihrem Atelier nach Willmersdorf (Werneuchen). 1993 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Senats von Berlin und 1994 der Stiftung Kulturfonds der neuen Bundesländer.

2010 hatte sie einen Lehrauftrag für Zeichnen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und 2011 für Bildhauerei an der KHS weissensee.artnews.org. Abgerufen am 3. November 2018.. Kerstin Grimm ist verheiratet mit dem Bildhauer Frank Seidel (* 1959), ihr Sohn Leo Seidel ist Fotograf.

Stil Kerstin Grimm ist Zeichnerin und Bildhauerin. Ihr Werk umfasst Serien von Bronzeplastiken und Serien von Zeichnungen, wie z. B. den seit über fünfzehn Jahren entstehenden Werkzyklus großformatiger Zeichnungscollagen mit dem Titel Kinderspiele. Grimm zeichnet mit klassischen Zeichenmaterialien wie Tusche, Kohle, Kreide und Aquarellfarben auf Transparentpapier und leimt später die Fragmente verschiedener Zeichnungen, wie z. B. Kinder, Tiere und Fabelwesen mit Landschafts- und Raumelementen zu einem vielschichtigen Bild zusammen.

Diese Zeichnungscollagen sind figürlich, scheinbar erzählerisch und betörend und verstörend zugleich. Formal sind sie versetzt mit abstrakten und geometrischen zeichnerischen Elementen. Das Spiel mit dem Zufall erlaubt es, dass realistische, formale und surreale Elemente so zusammenfinden, dass die Bilder die Logik von Träumen haben.

Ausstellungen (unvollständig) Einzelausstellungen

2026: „Frauen sind!“; mit Grita Götze, Kat Menschik, Luise Neupert und Tanja Pohl.

2018: Kerstin Grimm / Frank Seidel / Leo Seidel. Stunde der Dämonen, Museum Schloss Burgk, Burgk/Saale 2016: Kerstin Grimm – lost and found, Galerie Haas AG, Zürich 2013: Zeichnung und Skulptur 2013 (mit Hagen Klennert), Galerie Kramer, Berlin 2012: Neue Kinderspiele 2011–2012, Galerie Michael Haas, Berlin 2009: Otto-Galerie, München 2007: Galerie Falkenberg, Hannover 2006: Marienkirche, Frankfurt/Oder 2003: Galerie Kramer, Bremen 2001: Berlin, Prater Galerie 1999: Schloss Rheinsberg 1994: Galerie Augustus, Berlin 1991: Galerie Weißer Elefant, Berlin

Gruppenausstellungen 2018: PAINTING still ALIVE… On the way to modernity, Centre of Contemporary Art, Toruń/Polen 2018: Intriguing Uncertainties, The Parkview Museum Singapore 2017: Drawings – The Thoughts Of Artists II, Galerie Miro, Prag 2016: A Toast to a Ghost – RAE space for contemporary art, Berlin 2015: Märchenhaftes – Gehag Forum, Berlin 2014: Eva und Adam?, St. Marienkirche, Frankfurt/Oder 2013: Galerie Irrgang, Leipzig 2012: Metamorphosis, All Visual Arts, London 2008: Médiathèque, Bussy St. Georges (F) 2002: 7. Biennale Kleinplastik, Hilden 1999: Galerie Pels-Leusden: „Kabinettstücke“, Kampen 1995: Atelier Mémoire: „Berlin, Berlin“, Paris (F)

Museen und öffentlichen Sammlungen mit Werken Kerstin Grimms Berlin, Berlinische GalerieKerstin Grimm sammlung-online.berlinischegalerie.de. Abgerufen am 3. November 2018. Frankfurt/Oder, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (vormals Museum Junge Kunst) Berlin, Märkisches Museum Jena, Kunstsammlung Jena Eberswalde, Sammlung Sparkasse Niederbarnim Frankfurt/Main, Stadt- und Universitätsbibliothek Offenbach, Klingspor-Museum Berlin, Kunstsammlung im Willy-Brandt-Haus Paris, Bibliothèque Nationale de France Center for Contemporary Art Andratx (Spanien)

Literatur

Lexika

Dankmar Trier: Grimm, Kerstin. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 62, Saur, München u. a. 2009, ISBN 978-3-598-23029-5, S. 274. Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010; ISBN 978-3-355-01761-9, S. 279

Ausstellungskataloge Intriguing Uncertainties, The Parkview Museum Singapore, 2018. Kerstin Grimm, lost and found, Katalog zur Ausstellung in der Galerie Haas Zürich, 2016. Das Unendliche im Endlichen: Romantik und Gegenwart, 2015, Städtische Museen Jena, ISBN 978-3-942176-84-2. Bittersüße Zeiten: Barock und Gegenwart in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, 2014, ISBN 978-3-86832-220-0. The Berlin Journal, Magazine from the American Academy in Berlin, Spring 2013, S. 15. Neue Kinderspiele, Katalog zur Ausstellung in der Galerie Haas Berlin, 2012. Kinderspiele, Katalog zur Ausstellung in der Galerie Pankow Berlin, 2010, ISBN 978-3-940021-28-1. Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder): Neuerwerbungen 2001–2012, 2012, ISBN 978-3-942422-76-5. Kinderspiele, Katalog zur Ausstellung in der Galerie Zeisler Berlin, 2007, ISBN 3-937155-07-4. Der ratlose Navigator, Katalog zu den Ausstellungen in den Galerien Parterre Berlin und Curare Hamburg, 1997-

Weblinks

Website von Kerstin Grimm Kerstin Grimm bei artnet

Einzelnachweise

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