mini|Die Marter

Steinbach (, fränkisch: Schdahba und Schdahm-bachW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 94. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „schdāba“ und „schdāmbach“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Cadolzburg im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Steinbach hat eine Fläche von 15,141 km². Sie ist in 3423 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4423,36 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Cadolzburg (zum Teil) Egersdorf, Pleikershof und Wachendorf.

Geographische Lage Durch das Dorf fließt der Steinbacher Bächl, der in Ammerndorf als linker Zufluss in den Reichenbach mündet. Im Süden grenzt das Waldgebiet Kühloh an. Dort erhebt sich der Kübuck (). Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Nordwesten wird die Flur Espan genannt, im Südwesten Pelzetleite. 1 km östlich erhebt sich der Hahnenbühl ().

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Cadolzburg zur Staatsstraße 2409 (1,5 km nördlich), eine weitere führt zur Staatsstraße 2409 (0,8 km südlich) bzw. die Kreisstraße FÜ 19 kreuzend nach Egersdorf (3 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Pleikershof (1,4 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde im Urbar der Burggrafschaft Nürnberg, das um 1370 entstanden ist, als „Steinbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 94.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinbach 22 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Cadolzburg. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (4 Höfe, 6 Halbhöfe, 4 Güter), die Deutschordenskommende Nürnberg (1 Gut), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Halbhof), die Herrschaft Wilhermsdorf (1 Halbhof), Nürnberger Eigenherren: von Forster (1 Mühle), von Holzschuher (1 Gut), von Oelhafen (1 Mühle, 1 Wirtshaus) und der Allersberger Bürger von Gillardi (1 Hof).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 174. Dort werden abweichend 24 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Steinbach gebildet. Zur I. Sektion gehörten Egersdorf, Pleikershof und Wachendorf, zur II. Sektion Gonnersdorf, Greimersdorf, Roßendorf und Schwadermühle. Im selben Jahr entstand die Ruralgemeinde Steinbach, die deckungsgleich mit der I. Sektion des Steuerdistrikts war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Cadolzburg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Cadolzburg (1919 in Finanzamt Cadolzburg umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand 1 Anwesen bis 1812 dem Patrimonialgericht von Förster, vier Anwesen bis 1812 und von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchschwabach.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 233. Ab 1862 gehörte Steinbach zum Bezirksamt Fürth (1939 in Landkreis Fürth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Cadolzburg (1879 in das Amtsgericht Cadolzburg umgewandelt), seit dem 1. März 1931 wird sie vom Amtsgericht Fürth wahrgenommen. Die Finanzverwaltung wurde am 1. Januar 1929 vom Finanzamt Fürth übernommen. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 12,538 km².

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Steinbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Cadolzburg eingegliedert.

Baudenkmal Marter

Einwohnerentwicklung Gemeinde Steinbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 401 436 451 464 438 476 457 471 491 454 426 401 438 455 478 439 447 483 534 900 956 994 1143 1523HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 65 71 79 82 81 72 154 227 125 Quelle Für die Gemeinde Steinbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bleickershof (S. 10), Egersdorf (S. 21) und Wachendorf (S. 98). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 435 Einwohner.

Ort Steinbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 161 153 185 160 159 153 153 213 182 186 202Häuser 25 25 28 27 27 29 37 52Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Cäcilia (Cadolzburg) gepfarrt.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 174. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Otto (Cadolzburg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Cadolzburg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fürth) Kategorie:Ersterwähnung 1370 Kategorie:Gemeindegründung 1808 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Fürth