mini|250px|Haupthalle, ursprünglich ohne Vordach mini|200px|Plan des Tempels (s.Text) Der Anraku-ji () in Kamiita () in der Präfektur Tokushima in Japan mit den Go Onsenzan () und Rurikōin () ist ein Tempel, der zur Kōya-san-Richtung () des Shingon-Buddhismus gehört. In der traditionellen Zählung ist er der sechste Tempel des Shikoku-Pilgerwegs auf der Insel Shikoku.

Geschichte Als in der Heian-Zeit Kōbō Daishi Shikoku durchwanderte, fand er an diesem Ort eine heiße Quelle. Nach seiner Überzeugung konnten Kranke in dieser dicht bewaldeten Gegend zugleich Heilung für ihren Körper, und durch Verehrung des Yakushi Nyorai () auch für ihren Geist finden. Er ließ für den Yakushi eine Tempelhalle erbauen, nannte den Tempel „Anrakuji“ und gab ihm das Go „Onsenzan“. In der Momoyama-Zeit, als die Hachisuka hier regierten, wurde der Tempel als „Ekiroji“ (), als eine Art „Stationstempel“, festgelegt. Das wird 1598 in dem „Eikiroji busho“ () beschrieben, das auf uns gekommen ist.

Anlage Durchschreitet man das im Osten gelegene Tempeltor (, Sammon; 1), so passiert man zur Linken eine Grünanlage, die mit einem Teich als Wandelgarten angelegt ist. Der Überlieferung nach soll Kōbō Daishi, als er 42 Jahre alt wurde, ein für Männer gefährliches Alter (, Dansei no Daiyaku), von einem Jäger Pfeil und Bogen erhalten haben, was ihn beschützte. Er soll, der Gefahr entronnen, Kiefern gepflanzt haben, die „Sakamatsu“. Dort befindet sich auch die für den Shingon-Glauben wichtige Schatzpagode (, Tahōtō; 2). Voraus sieht man die Haupthalle (本堂, Hondō; 3). Das mit Schilf gedeckte Dach des mächtigen Abtquartiers (, Hōjō; 4) wurde vor 250 Jahren von den Hachisuka gestiftet. Wie üblich, gibt es auch hier eine Halle, die dem Tempelgründer gewidmet ist, die Daishidō (, 5).

Zur Anlage gehört ein seit 400 Jahren bestehendes Shukubō. Wie das Go des Tempels Onsenzan – „Tempel der heißen Quelle“ – andeutet, verfügt dieses über ein großes Bad, das mit natürlich heißem Quellwasser gespeist wird (Onsen).

Bilder

Literatur Tokushima-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Abraku-ji. In: Tokushima-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2009. ISBN 978-4-634-24636-2. Seite 80. Oguri, Doei: Kukai. Shikoku hachijuhachi kosho no arukikata. Chukei no Bunko, 2011. ISBN 978-4-8061-4067-2.

Weblinks

Webseite zum Tempel, japanisch 1 Webseite des Tempels, japanisch 2

Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Tokushima Kategorie:Erbaut in den 800er Jahren Kategorie:Kamiita (Tokushima)