mini|500px|Niederländische Seeleute, die auf einer seit dem frühen 18. Jahrhundert ausgestorbenen Mauritius-Riesenschildkröte (Cylindraspis triserrata) reiten; Illustration aus dem Jahr 1598
Von den 12650 bekannten ReptilienartenThe Reptile Database. – Artenliste. (Stand: 12. August 2026)The Reptile Database. – What's new?. (Stand: 12. August 2026) listet die Rote Liste gefährdeter Arten 2026 der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) folgende Gefährdungsstufen auf (Stand: 12. August 2026):The IUCN Red List of Threatened Species
Gefährdungsstufe AnzahlderReptilien Datei:DD IUCN 3 1.svg (Data Deficient – ungenügende Datengrundlage) 1496 Datei:LC IUCN 3 1.svg (Least Concern – nicht gefährdet) 6412 Lower Risk: Conservation Dependent– geringes Risiko: erhaltungsabhängig 1 Datei:NT IUCN 3 1.svg (Near Threatened – potenziell gefährdet) 564 Datei:VU IUCN 3 1.svg (Vulnerable – gefährdet) 628 Datei:EN IUCN 3 1.svg (Endangered – stark gefährdet) 804 Datei:CR IUCN 3 1.svg (Critically Endangered – vom Aussterben bedroht) 433 Datei:EW IUCN 3 1.svg (Extinct In The Wild – in der Wildnis ausgestorben) 2 Datei:EX IUCN 3 1.svg (Extinct – ausgestorben) 31 Summe der beschriebenen Arten: 10371 somit Datei:NE IUCN 3 1.svg (Not Evaluated – nicht beurteilt) 2279 Gesamtsumme: 12650
Man kann dieser Liste entnehmen, dass mindestens 31 Reptilienarten ausgestorben sind. Darüber hinaus gilt eine unbekannte Anzahl von Reptilientaxa als verschollen oder vermutlich ausgestorben, weil mindestens 2279 Arten noch keinen Eintrag in der IUCN-Liste gefunden haben. Auch von den 433 vom Aussterben bedrohten Reptilienarten sind laut der IUCN 50 wahrscheinlich schon endgültig ausgestorben, somit ist die Anzahl der ausgestorbenen Reptilienarten viel (?) höher als die angegebenen 31 Arten. Entweder sind sie seit Jahrzehnten nicht mehr nachgewiesen worden, oder ihr Lebensraum ist so stark zerstört, dass ein weiteres Überleben unwahrscheinlich erscheint.
Das richtige Aussterbejahr ist meistens nicht bekannt, in der Literatur werden deswegen auch unterschiedliche Angaben gemacht, die sich durchaus um Jahrzehnte unterscheiden können. Es wird in dieser Liste in der Regel das bei der Reptile Database oder bei der IUCN angegebene Aussterbejahr angegeben.
Aufnahme in die Liste mini|Präparate von zwei Kapverdischen Riesenskinks (Chioninia coctei), welche im Jahr 1912 zuletzt lebend gesichtet wurden
In dieser Liste werden diejenigen Reptilienarten und -unterarten aufgenommen, deren IUCN-Gefährdungsstatus Datei:EX IUCN 3 1.svg oder Datei:CR IUCN 3 1.svg (PE) lautet und ausgestorben oder wahrscheinlich ausgestorben (Possibly Extinct) sind. Weiters, weil die IUCN-Liste nicht vollständig ist, werden auch Reptilienarten aufgenommen, die nach anderen Quellen ausgestorben sind und von denen zumindest ein Eintrag in der Reptile Database vorhanden ist.Reptile Database – Homepageartensterben.de – Liste ausgestorbener Reptilien der Neuzeit Oft werden auch Synonyme erwähnt, weil in diversen Quellen ein und dieselbe Art mit verschiedenen wissenschaftlichen Namen benannt wird, obwohl es sich um dieselbe Art handelt. Auf diese Art und Weise kann sich eine schon für ausgestorben geglaubte Art als noch lebend herausstellen. So gilt zum Beispiel die auf den Seychellen endemische Pelomedusenschildkröte Pelusios seychellensis bei der IUCN als ausgestorben, weil sie angeblich seit dem Jahr 1895 nicht mehr gesichtet wurde, in der Reptile Database wird aber festgestellt, dass diese Art ein Synonym der Art Pelusios castaneus ist, welche aber noch nicht ausgestorben ist. Somit irrt sich die IUCN bei dem Gefährdungsgrad dieser Art.The Reptile Database – Pelusios castaneus Ebenso irrt sich die IUCN in der Einschätzung des Gefährdungsgrades der Galapagos-Riesenschildkröte Chelonoidis phantasticus (zu deutsch Fernandina-Riesenschildkröte). Die IUCN gibt ihr den Status kritisch bedroht, wahrscheinlich ausgestorben (CR (PE)) und hielt diese Art seit dem Jahr 1964 für ausgestorben, ein etwa 100 Jahre altes Weibchen wurde aber am 17. Februar 2019 auf der Insel Fernandina wiederentdeckt.The Reptile Database – Chelonoidis phantasticusHow an ‘extinct’ tortoise was rediscovered after a century – Chelonoidis phantasticus
Gründe des Aussterbens Das Jahr 1500 gilt für die IUCN als Schlüsseljahr, da ab diesem Zeitpunkt die Entdeckung und Besiedelung der entlegensten Erdwinkel durch die Europäer eingeleitet wurde und sowohl die Menschen als auch faunenfremde Tierarten wie Katzen und Ratten ein Massenaussterben vieler Reptilientaxa verursachten. Vor allem endemische Arten auf abgelegenen Inseln sind vom Aussterben betroffen. Im karibischen Raum sind auch Mangusten für das Aussterben von einigen Arten mitverantwortlich (wie zum Beispiel für die Arten Spondylurus magnacruzae, Spondylurus spilonotus, Hypsirhynchus ater, Hypsirhynchus melanichnus etc.)
Liste der nach 1500 ausgestorbenen Reptilien Die folgende Liste kann man nicht nur nach dem wissenschaftlichen Namen, dem deutschen Namen, der Familie und dem Gefährdungsstatus, sondern auch nach ihrer Verbreitung ordnen, wobei alphabetisch aufsteigend nach dem Staat, in dem die Art vorkommt, geordnet wird (dieser Staat wird in Klammern geschrieben). Auch nach dem Jahr der letzten Sichtung kann man diese Liste ordnen (leider ist nicht bei allen Arten das Jahr der letzten Sichtung bekannt bzw. eruierbar). In der Spalte mit dem wissenschaftlichen Namen sind auch die Wikidata-Links (die farbigen Balken) anklickbar.
in der Tabelle vorkommende Tierordnungen Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Infraordnung Schleichenartige (Anguimorpha) Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Infraordnung Geckoartige (Gekkota) Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Infraordnung Gymnophthalmoidea Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Infraordnung Leguanartige (Iguania) Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Infraordnung Lacertibaenia Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Infraordnung Skinkartige (Scincoidea) Ordnung Schuppenkriechtiere (Squamata), Unterordnung Schlangen (Serpentes) Ordnung Schildkröten (Testudinata), Unterordnung Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)