mini|Haupthalle mini|Plan der Anlage (s. Text) Der Yashima-ji (), mit dem Bergnamen Nammenzan () und dem Untertempelnamen Senkōin (), ist ein Tempel der Shingon-Richtung des Buddhismus in der Stadt Takamatsu in der Präfektur Kagawa. Der Tempel auf einer Anhöhe auf einer Landzunge am Ostrand der Stadt ist der 84. Tempel des Shikoku-Pilgerwegs.
Geschichte In der Nara-Zeit soll der chinesische Priester Jianzhen auf dem Wege nach Nara hier vorbeigekommen sein und am Nordhang auf der Halbinsel ein kleines Haus () errichtet haben, in dem er eine Skulptur des Fugen Bosatsu () aufstellte. Im Jahr 816 soll Kūkai die Gebetsstätte an die Südseite verlegt haben, wo sie sich noch heute befindet. Er soll dann dort eine selbstgeschnitzte tausendarmige Kannon dort aufgestellt haben. Im Mittelalter nahm die Bedeutung des Tempels ab, aber er erhielt dann die Unterstützung der dort regierenden Ikoma und der Matsudaira und blühte wieder auf.
Die Anlage Auf dem ansteigenden Weg zum Tempel wird man vom unteren Tempeltor begrüßt. Zur eigentlichen Tempelanlage kommt man durch das Niō-Tor (; 1) und gelangt zur Haupthalle (; 2). ist. Sie hat einen Grundriss von 5 × 5 Ken, ist im „japanischen Stil“ errichtet. Sie gehört zu wenigen Gebäuden der Anlage, die aus der Kamakura-Zeit stammen und ist als Wichtiges Kulturgut Japans (im Folgenden mit ◎ gekennzeichnet) registriert. 1618 war sie zunächst im Stil der Azuchi-Momoyama-Zeit wieder errichtet worden, aber als man 1957 das Gebäude zur Reparaturzwecken auseinandernahm, entdeckte man alte Bauteile aus der Kamaruka-Zeit und beschloss, es im alten Stil wieder zu errichten. Rechts neben dem Niō-Tor steht der Glockenturm (; 3).
Der Tempelbereich ist auch durch das „Große Osttor“ (; 4) zu erreichen. Biegt man gleich nach Norden ab, sieht man auf der rechten Seite nacheinander die Kantai-dō (; 5), die Santai-dō (; 6) und die dem Tempelgründer geweihte Taishi-dō (; 7) und hat schließlich vor sich, über eine Treppe zu erreichen, den Kumano-Gongen-Schrein (; 8) vor sich.
Schätze des Tempels Verehrt wird eine sitzende Tausendarmige Kannon (◎), die aus einem Stück Eichenholz gefertigt wurde. Stilmerkmale, wie die der Glanz () Hände, deuten darauf hin, dass sie Anfang des 10. Jahrhunderts hergestellt worden ist. Die Figur sitzt in sich ruhend, ihr Gewand ist wellenförmig () geschnitzt, was typisch für die Heian-Zeit ist. Im Glockenturm vor der Haupthalle hängt eine alte Glocke (; ◎). Sie soll vom in der Provinz Sanuki lebenden Ren’anmida-butsu () zur Stärkung des Buddhismus im Jahr 1233 aus Bronze nach dem Igu-Verfahren () gegossen worden sein. An der Ostseite der Haupthalle stehen die als Minoyama Daimyōshin () verehrten Marderhunde, einmal der „Feldherr von Shikoku“ (), dann der Tasaburō (), der zu den „Drei großen Marderhunden Japans“ () zählt.Die anderen sind auf der Insel Sado beziehungsweise auf der Insel Awaji-shima zu finden.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Kagawa-ken no rekishisampo henshu iinkai (Hrsg.): Yashimaji. In: Kagawa-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2013. ISBN 978-4-634-24637-9. Seite 40 bis 41. Oguri, Doei: Kukai. Shikoku hachijuhachi kosho no arukikata. Chukei no Bunko, 2011. ISBN 978-4-8061-4067-2.
Weblinks
Webseite des Tempels, japanisch
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Kagawa Kategorie:Erbaut in den 700er Jahren Kategorie:Bauwerk in Takamatsu