Paul Laubenthal (* 1902 oder 1903 in Köln;in der Liste der ankommenden Passagiere, New York, 19. April 1928 wird Laubenthals Alter mit 25 Jahren angegeben † 8. Juni 1929 in Böblingen) war ein deutscher Flugzeugkonstrukteur und Pilot.
Leben mini|hochkant=1.1|Start des Segelflugzeugs Musterle vom Typ Lore, konstruiert von Paul Laubenthal Paul Laubenthal wurde als Sohn des Bootsbauunternehmers und Ingenieurs Johann Laubenthal in Köln geboren. Er wurde zum Diplom-Ingenieur ausgebildet.Morgen-Zeitung, Düsseldorf vom 7. Mai 1928, mit Foro von Laubenthal () Sein Bruder war der Maler Fritz Laubenthal.Christlieb, Wolfgang: Gestatten, Fritz Laubenthal, in: Peters, Karsten (Red.): 1200 Jahre Schwabing – Geschichte und Geschichten eines berühmten Stadtviertels, S. 169–171. Karin Wittman Verlag, München 1982
Laubenthal war ein Segelflugpionier der 1920er Jahre, sowohl als Pilot als auch als Konstrukteur. Seine bekanntesten Modelle waren die einsitzigen Segelflugzeuge LoreMartin Simons: Segelflugzeuge 1920–1945, Eqip Verlag, 2001, ISBN 978-3-9806773-6-3, Seite 61, und Laubenthal WürttembergMike Riedner: Faszination fliegen: 100 Jahre Luftfahrt, Seite 377, die er für die Akaflieg Darmstadt baute. Für Wolf Hirth entwarf und baute er unter anderem die MusterleGünter Brinkmann, Hans Zacher: Die Evolution der Segelflugzeuge, Bernard & Graefe, 1992, ISBN 978-3-7637-6104-3, Seite 71, , deren Nachbau im Deutschen Segelflugmuseum ausgestellt ist.
Im April 1928 reiste Paul Laubenthal (als Mitglied des Württembergischen Luftfahrt-Verbandes) mit den Fliegerkollegen Paul-Franz Röhre (Leiter Segelflugschule Rossitten) und Peter Hesselbach (Akademische Fliegergruppe Darmstadt) auf Einladung des „American Motorless Aviation Club“ in die USA.Zeitschrift Flugsport, Jahrgang 1928 als digitaler Volltext (Online) Ziel des sechsmonatigen Aufenthalts war die Einführung deutscher Segelflugtechnologie in den Vereinigten Staaten sowie die Hilfe bei der Gründung einer amerikanischen Segelflugschule.Popular Science Monthly, August 1928, New York, S. 28ff. (Digitalisat) Am 29. Juli 1928 konnte Hesselbach dort mit 4 Stunden und 5 Minuten einen neuen Dauersegelrekord aufstellen.29 July 1928. National Soaring Museum.
Am 8. Juni 1929 verlor Laubenthal bei einer Flugschau in Böblingen die Kontrolle über sein Flugzeug und stürzte ab. Er starb an Ort und Stelle aufgrund schwerer Schädelfrakturen.Flugsport 44, No. 13/1929, Verlag für Flugsport, Frankfurt am Main
Einzelnachweise
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