Die Kammerwahl 1989 zur Bestimmung der 60 Mitglieder der luxemburgischen Abgeordnetenkammer fand am 18. Juni 1989 gleichzeitig mit der Europawahl statt.
Ausgangslage Nach der Kammerwahl 1984 wurde eine Regierung aus der CSV und der LSAP gebildet. Premierminister wurde Jacques Santer (CSV), der den langjährigen Premier Pierre Werner ablöste.Ismayr (Hrsg.) Die politischen Systeme Westeuropas, 1. Auflage 1997, S. 386
Wahlrecht
Die Sitze werden innerhalb von vier Wahlkreisen proportional nach dem D’Hondt-Verfahren verteilt. Ergebnis Jeder Wähler hatte so viele Stimmen, wie im Wahlbezirk Abgeordnete zu wählen waren. Die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke:Luxemburgische Regierung: Édition spéciale: élections législatives et européennes 1989 Wahlbezirk SüdenWahlbezirk OstenWahlbezirk ZentrumWahlbezirk NordenLuxemburg insgesamt Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze Anzahl %unge-wichtet %ge-wichtet Sitze Wahlberechtigte88.62825.76669.38535.161218.940 Wähler78.17588,222.53687,559.59185,931.03088,3191.33287,39Gültige Stimmzettel73.74094,321.32194,656.34994,629.32394,5180.73394,46Gültige Stimmen1.586.609141.6691.102.619246.4903.077.387Sitze insgesamt23721960CSV489.31630,8847.91833,83344.50031,2792.76937,44974.50331,6732,4222LSAP535.96233,8937.32826,32215.69719,6548.90019,82837.88727,2326,2218DP148.9919,4225.89918,31266.98124,2655.76022,62497.63116,1717,2011Aktionskomitee 5/6 Pension für jeden101.0686,4116.18211,4183.0217,5124.77310,11225.0447,317,934KPL115.8397,312.0751,535.7253,23.6261,5157.2655,114,401Gréng Lëscht Ekologesch Initiativ60.3363,814.1762,964.9925,91129.5044,213,732Gréng Alternativ Partei77.4414,914.6363,345.5304,11127.6074,153,662D'Ekologisten fir den Norden16.6496,816.6490,541,09NB48.5563,12.6061,830.8472,882.0092,662,34LERP4.0131,64.0130,130,26Republikanesch Partei8.1060,78.1060,260,23RPS8.2290,58.2290,270,21Volleksdemokraten5.8070,55.8070,190,16GRAL8490,68490,030,07Firwat nët?1.4130,11.4130,050,04Bürgerpartei Luxemburg8710,18710,030,02
Die traditionellen Parteien CSV, LSAP und DP mussten erhebliche Verluste hinnehmen. Die CSV/LSAP Koalition verfügte dennoch über zwei Drittel der Sitze. Die KPL verlor wegen der Verkleinerung der Kammer von 64 auf 60 Sitze einen ihrer beiden Sitze trotz konstanten Stimmenanteils. Das Aktionskomitee 5/6 Pension für jeden, die spätere ADR, errang auf Anhieb vier Sitze. Die Grünen, die in zwei Parteien gespalten waren (die linkere GAP und die gemäßigtere GLEI), legten insgesamt zwei Sitze zu. Regierungsbildung Die seit 1984 bestehende Koalition aus CSV und LSAP wurde fortgesetzt. Jacques Santer blieb Premierminister.
Einzelnachweise
Luxemburg Kategorie:Parlamentswahl in Luxemburg