Die Evangelische Schule Köpenick (ESK) ist ein Gymnasium in der Straße Grüne Trift 169 in der Ortslage Wendenschloss im Ortsteil Köpenick des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick.
Die Schule ist ein konfessionell getragenes Gymnasium. Ihr Träger ist die Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO).
Geschichte Die musisch-künstlerisch geprägte Schule wurde 2005 als Folge einer Elterninitiative gegründet. Im ersten Jahr nutzte die Schule einen Gebäudeteil in der Köpenzeile in Wendenschloss neben der dortigen Montessorischule. 2006 zog die Schule in das Gebäude in der Grünen Trift um, das vorher von der Linus-Pauling-Oberschule genutzt worden war. Diese fusionierte mit der Nelly-Sachs-Oberschule zur Emmy-Noether-Oberschule (jetzt Emmy-Noether-Gymnasium) und zog an deren Standort (Pablo-Neruda-Straße 6/7). So konnte die Evangelische Schule in das nun leerstehende Gebäude umziehen.
Die Schule trat 2011 dem Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bei. auf der Website der Evangelischen Schule Köpenick. Wiederkehrend seit dem Jahr 2013 erhält die Bildungseinrichtung alle zwei Jahre den vom Berliner Verein Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum vergebenen Titel Faire Schule.Alke Wierth: Einfach mal eine faire Schule. In: taz vom 14. Juni 2013.Faire schule – was ist das, abgerufen am 15. Oktober 2018. Seit 2017 ist sie des Weiteren regelmäßig mit dem Titel „Umweltschule“ ausgezeichnet worden.
Schulprofil Ab der 5. Klasse können sich interessierte Schüler an der Evangelischen Schule Köpenick bewerben, bis zu 60 Schüler pro Jahr werden angenommen. Zur 7. Klasse kommen dann noch einmal höchstens 30 Schüler hinzu, die Klassen werden neu gemischt. Als Fremdsprachen werden ab der 5. Klasse Englisch, ab der 7. Französisch und Spanisch angeboten. Zusätzlich kann ab der 8. Klasse Latein gewählt werden. Zur Vertiefung der Sprachkenntnisse und zum Kennenlernen anderer Kulturen finden in der 9. Klasse einwöchige Schüleraustausche mit Partnerschulen in CannesSchüleraustausch mit dem Institut Stanislas, zum Schüleraustausch mit der Partnerschule in Cannes, abgerufen am 19. Oktober 2018., PamplonaAuf nach Spanien. Zum Schüleraustausch mit der Partnerschule in Pamplona; abgerufen am 19. Oktober 2018. und Ecuador statt.
Auch zur gymnasialen Oberstufe kommen jedes Jahr neue Schüler an die ESK. Erziehungsberechtigte müssen für ihre Kinder an der Schule ein nach ihrem Einkommen gestaffeltes Schulgeld entrichten.
Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 614 Schüler. Von ihnen haben 1,1 % eine nichtdeutsche Herkunftssprache. Die Schule ist eine von nur zwei nichtstaatlichen Gymnasien im Bezirk Treptow-Köpenick
Sport
Das Basketballteam der ESK, die ESK Baskets, existiert seit dem Schuljahr 2017/2018. Es nahm in seiner ersten Saison an der ALBA-Oberschulliga teil und gewann das 3. Masters Turnier.
Seit 2024 nimmt eine Schülerauswahl der ESK regelmäßig an Schwimm- und Triathlonwettkämpfen teil, darunter Veranstaltungen wie Jugend trainiert für Olympia. Auch bei Laufwettbewerben wie dem Berlin Mini-Marathon ist die Schule vertreten. Dabei werden regelmäßig Podiumsplatzierungen erzielt.
Persönlichkeiten Ingrid Haack-Seelemann, baute die Schule seit der Gründung 2005 auf und leitete sie bis 2017Verabschiedung von Frau Haack-Seelemann, Mitteilung der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO vom 16. Juli 2017 Hans-Georg Müller (* 1976), Germanist, Deutsch- und Geschichtslehrer der Schule seit 2008
Gebäude Der Gebäudekomplex entspricht gemäß dem DDR-Typenschulbau der frühesten Baukategorie Schulverbundbau und entstand dementsprechend zwischen 1953 und 1963. Das Hauptgebäude besteht aus drei Stockwerken und einem Kellergeschoss. Durch den eingeschossigen nördlichen Seitentrakt, in welchem die Fachräume für Kunst untergebracht sind, gelangt man zur Turnhalle. Unter der Turnhalle befinden sich die Mensa und eine Cafeteria, die im Gegensatz zur Turnhalle aber nur über den Hof erreichbar sind. Der südliche eingeschossige Trakt enthält eine kleine Bibliothek und ein Computerkabinett. Er verbindet das Hauptgebäude mit einem zweigeschossigen Anbau, in dem ein großer Rechnerraum sowie die Fachräume für Musik und darstellendes Spiel untergebracht sind. Die Klassenräume befinden sich vor allem im Erdgeschoss des Hauptgebäudes. Im ersten Obergeschoss ist eine Hälfte des Gebäudes mit Lehrerzimmern und Büroräumen ausgestattet, die andere Hälfte verfügt über weitere Klassenzimmer, die den 5. und 6. Klassen vorbehalten sind, sowie einen Andachtsraum. Das zweite Obergeschoss ist ausschließlich den naturwissenschaftlichen Fachräumen vorbehalten. In Zusammenarbeit mit einem Team von Architekten haben die Schüler die Flure eigenständig gestaltet. Es entstanden verschiedene Sitzmöbel, die Kommunikationssituationen erschaffen und so den Schulcharakter des sozialen Lernens unterstreichen.
Die Nutzung des Gebäudes und des Schulgeländes ist durch einen Erbbaurechtsvertrag geregelt. Bislang gab es noch keine Einigung mit dem Bezirk Treptow-Köpenick über mögliche bauliche Erweiterungen des Bestandsbaus. Zum Schuljahr 2012/2013 wurden daher auf dem nördlichen Teil des Pausenhofs Container aufgestellt, die vier Unterrichtsräume enthalten. 2014 folgten vor dem Schulgebäude weitere Container mit sechs zusätzlichen Räumen.
Schulgelände Der Pausenhof der Schule liegt hinter dem Schulgebäude und ist unterteilt in Hof I und Hof II (teilweise auch Nordhof, von Schülern meist Hinterhof genannt). In den ersten Jahren war Hof II gesperrt, da die Schule nicht über genug Aufsichtspersonal verfügte und der Platz auf Hof I für die noch wachsende Schülerzahl ausreichte. Hof II war entsprechend eher verwildert und wurde erst 2010 mit dem Vorhaben zur Anlage eines Sporthofes, also der Nutzung des Nordhofs für Sportzwecke u. a. mit Tartanbahn, hergerichtet. 2021 konnte der neu gestaltete Hof II mit einem Hoffest eingeweiht werden: Die Sportanlagen – ein Beachvolleyball- und ein Fußballfeld – wurden ausgebaut, eine Laufbahn und weitere Sportanlagen (u. a. eine Kugelstoßanlage und ein Boulefeld) sind neu entstanden. Aufgewertet wurde der Hof außerdem durch verschiedene Sitzgelegenheiten und ein Amphitheater, das Unterricht im Freien erlaubt. Die Umgestaltung von Hof II wurde durch die Meyer-Struckmann-Stiftung, den Evangelischen Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree und den Förderverein finanziert. Weiterhin entstanden ein Teich und ein Schulgarten mit Beeten für kleinteilige Bepflanzung vor allem zu Lehrzwecken und die Gestaltung verschiedener Sitzgelegenheiten zum Unterricht im Freien auf Hof I.
Vor dem Schulgebäude befinden sich ein großer Fahrradstellplatz und eine Auffahrt, die durch ein großes Wiesenstück und Bäume eingerahmt ist.
Weblinks Website der Schule Evangelische Schule Köpenick auf der Website der Evangelischen Schulstiftung in der Evangelischen Landeskirche (EKBO) Informationsfilm über das Schulleben
Einzelnachweise
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