mini|Alexander Milstein, 2007 Alexander Milstein (, wiss. Transliteration , ; * 8. September 1963 in Charkiw, Ukrainische SSR, UdSSR) ist ein ukrainischer Schriftsteller (schreibt in russischer Sprache), Übersetzer sowie bildender Künstler, darunter Illustrationen zu eigenen Werken.

Leben

Nach Abschluss seines Studiums an der Fakultät für Mechanik und Mathematik der Nationalen W.-N.-Karasin-Universität Charkiw arbeitete Milstein als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung, begann jedoch schon damals erste Erzählungen zu schreiben. Heute lebt er ausschließlich als Schriftsteller und bildender Künstler. Seit 1995 wohnt er in München. (letzter Zugriff: 5. November 2018)

Werke

Schriftsteller und Übersetzer

Alexander Milstein hat bislang drei Bände mit Erzählungen sowie fünf Romane in russischer Sprache veröffentlicht.

2009 erschien seine russische Übersetzung des Erzählbands Sommerhaus, später (russ. Letni dom, possche) von Judith Hermann im Verlag OGI.Zwei Erzählungen aus Letni dom, possche auf polit.ru, 25. Februar 2009 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 11. Oktober 2018) Weitere Übersetzungen aus dem Deutschen (Uwe Kopf, Christian Kracht, Julia Franck, Judith Hermann) sowie dem Ukrainischen (Serhij Schadan) wurden in Zeitschriften und Almanachs sowie im Internet veröffentlicht.

Deutsche Übersetzungen seiner Werke erschienen 2005 in Der Freund (letzter Zugriff: 11. Oktober 2018) sowie 2006 in der Süddeutschen ZeitungErwähnung in „Heute in den Feuilletons“ auf Spiegel Online am 14. Oktober 2006 (letzter Zugriff: 11. Oktober 2018).

Sein Roman Parallelnaja akzija stand 2014 auf der Shortlist für den NOS-LiteraturpreisShortlist des NOS-Literaturpreises 2014 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 11. Oktober 2018) und erhielt 2015 den Literaturpreis „Russkaja premija“Presseinformation des Literaturpreises „Russkaja premija“ 2015 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 11. Oktober 2018).

2018 nahm Milstein am vierten deutsch-ukrainischen Schriftstellertreffen „Eine Brücke aus Papier“ im ukrainischen Mariupol teil.Brücke aus Papier, Archiv (letzter Zugriff: 9. September 2019)

2023 erschien das dritte Kapitel aus Milsteins Roman Serpantin in dem von Olena Novikova und Ulrich Schweier herausgegebenen Sammelband Durch die Zeiten (Thelem Universitätsverlag), der Erzählungen und Gedichte von 34 ukrainischen Autorinnen und Autoren mit Deutschlandbezug vom 17. bis 21. Jahrhundert enthält. Der Sammelband ist zudem illustriert mit Milsteins Bildern.Webauftritt Thelem Universitätsverlag (letzter Zugriff: 11. Februar 2024)

Bildender Künstler

Seit März 2013 zeichnet und malt Milstein in verschiedenen Medien. Im März 2016 fand seine erste Einzelausstellung Rays and Other Letters im SDI München statt. Im Rahmen des Projekts „Eine Brücke aus Papier“ war 2017 seine Ausstellung Okna w Pjatipol („Fenster nach Pjatipol“) im 32 Vozdvizhenka Arts House in Kiew zu sehen.Kurzbiografie auf der Webseite der „Brücke aus Papier“ (letzter Zugriff: 9. September 2019)

Einzelausstellungen 2016: Rays and Other Letters. Sprachen & Dolmetscher Institut München 2017: Okna w Pjatipol. Dzyga Art Center, Lwiw 2017: Okna w Pjatipol. 32 Vozdvizhenka Arts House, Kiew 2018: Analogowyje maschiny. Städtische Galerie, Charkiw 2018: Rajok. Filiale des Kunstmuseums Charkiw, Parchomiwka 2019: PROSA ENGINE. Rathaus Feldafing, Starnberger SeeAusstellungsinfo auf der Website des Kunst & Museumsvereins Starnberger See e.V. (letzter Zugriff: 9. September 2019) 2025: Beobachtete Beobachter. Galerie „Treffpunkt Kunst“, Kunstverein OttobrunnAngela Boschert, „Maler im Krieg“, Süddeutsche Zeitung, 9. Januar 2025 (letzter Zugriff: 2. März 2025)

Teilnahme an Gruppenausstellungen 2016: Don’t be afraid, you are already dead! Galerie FOE, München 2017: ART-Work. Mystecki Arsenal (Nationales Kultur- und Ausstellungszentrum), Kiew 2017: ART-Work. Städtische Galerie, Wrocław 2017: Numero Uno. Galerie Nautilus, München 2024: Postfiction. Galerie in der Zedernpassage, Landsberg am LechAusstellungsinfo auf galerieverein.de (letzter Zugriff: 13. September 2024)Gespräch und Lesung anlässlich der Ausstellung POSTFICTION, Videos auf literaturportal-bayern.de (letzter Zugriff: 13. September 2024)

Kritik

Bekannte Literaturkritiker und Kulturschaffende wie Lew Danilkin, Denis LarionowRezension von Denis Larionow auf magazines.russ.ru, ursprünglich in: NLO, Nr. 3(133), 2015 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 13. Oktober 2018), Juri LeidermanRezension zu Okna w Pjatipol von Juri Lejderman auf prostory.net.ua (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 13. Oktober 2018), Samuil LouriéRezension von Samuil Lourié (S. Gedroiz) auf magazines.russ.ru, erstmals in Swesda, Nr. 3/2003 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 12. Oktober 2018) und Alexander UlanowRezension zu Schkola kibernetiki von Alexander Ulanow auf znamlit.ru, ursprünglich in: Snamja, Nr. 10, 2003 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 13. Oktober 2018)Rezension zu Kontora kuka von Alexander Ulanow auf magazines.russ.ru, ursprünglich in: NLO, Nr. 121, 2013 (in russischer Sprache, letzter Zugriff: 13. Oktober 2018) haben Milsteins komplexe, anspielungsreiche Prosa rezensiert.

Bibliografie

Prosa

Schkola kibernetiki. Moskau 2002. Pinoktiko. Charkiw 2008. Serpantin. Moskau 2008. Kodeks paraschjutista. Charkiw 2013. Kontora Kuka. Moskau 2013. Parallelnaja akzija. Moskau 2014. Pjatipol. Kiew 2017. Analogowyje maschiny. Kiew 2018.

Übersetzungen Judit German. Letnij domik, possche. Moskau 2009.

Einzelnachweise

Weblinks Interview auf focus.ua vom 12. Mai 2015 (in russischer Sprache) Interview auf artukraine.com.ua vom 22. Juni 2016 (in russischer Sprache)

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