miniatur|Lage von Duvenstedt in Hamburg und im Bezirk Wandsbek (hellrot) Die Liste der Straßen und Brücken in Hamburg-Duvenstedt ist eine Übersicht der im Hamburger Stadtteil Duvenstedt vorhandenen Straßen und Brücken. Sie ist Teil der Liste der Verkehrsflächen in Hamburg.

Überblick In Duvenstedt (Ortsteilnummer 522) leben Einwohner (Stand: ) auf 6,8 km². Duvenstedt liegt im Postleitzahlenbereich 22397.

In Duvenstedt gibt es 70 benannte Verkehrsflächen, darunter zwei Brücken. Die meisten Straßen sind nach alten Flurbezeichnungen benannt, viele tragen plattdeutsche Namen.

Übersicht der Straßen Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle benannten Verkehrsflächen – Straßen, Plätze und Brücken – im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen. Im Einzelnen sind dies:

Name/Lage: aktuelle Bezeichnung der Straße, des Platzes oder der Brücke. Über den Link (Lage) kann die Straße, der Platz oder die Brücke auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden. Die Geoposition gibt dabei ungefähr die Mitte an. Bei längeren Straßen, die durch zwei oder mehr Stadtteile führen, kann es daher sein, dass die Koordinate in einem anderen Stadtteil liegt. Straßenschlüssel: amtlicher Straßenschlüssel, bestehend aus einem Buchstaben (Anfangsbuchstabe der Straße, des Platzes oder der Brücke) und einer dreistelligen Nummer. Länge/Maße in Metern:Hinweis: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind nach mathematischen Regeln auf- oder abgerundete Übersichtswerte, die im Digitalen Atlas NordDigitaler Atlas Nord mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen eher Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet.Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b bei rechteckigen Anlagen oder a × b × c bei dreiecksförmigen Anlagen mit a als längster Kante dargestellt.Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, wie lang die Straße innerhalb des Stadtteils ist, sofern sie durch mehrere Stadtteile verläuft. Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens. Datum der Benennung: Jahr der offiziellen Benennung oder der Ersterwähnung eines Namens, bei Unsicherheiten auch die Angabe eines Zeitraums. Anmerkungen: Weitere Informationen bezüglich anliegender Institutionen, der Geschichte der Straße, historischer Bezeichnungen, Baudenkmale usw. Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objektes.

Name/Lage Straßen-schlüssel Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAbelskamp ()A664115nach einer Flurbezeichnung1992Alsterallee ()A090185nach der Lage im Alstertal vor 1940 Baben Pfier ()B009170der Name bedeutet: oberhalb einer Fläche und meint ein Grenzgebiet, das nicht urbar gemacht wurde1942Beim Ziegelhof ()B225120nach der Lage bei einer ehemaligen Ziegelei1942Bi'n Achterbarg ()B861305nach einer Flurbezeichnung1993Bohlenweg ()B457155nach einem aus dem 8. Jahrhundert stammenden Weg, der durch das Wittmoor führte1942Die Benennung erfolgte in Erinnerung an den Lehrer Ludwig Frahm, der diesen Weg entdeckte.Bökenbarg ()B441935nach einer Flurbezeichnung (niederdeutsch Bökenbarg = Buchenberg)1942östliche bzw. südliche Straßenhälfte teilweise in Lemsahl-MellingstedtBrunsteenredder ()B6511075nach dem niederdeutschen Begriff für Raseneisenstein1942Raseneisenstein wurde hier bereits in der Eisenzeit verhüttetBrunsteenweg ()B652405in Anlehnung an den Brunsteenredder1942Drögensee ()D198530nach einer Flurbezeichnung1942Gemeint ist eine hoch gelegene Flur mit einem See, der meist trocken lag. (niederdeutsch dröög = trocken)Duvenstedter Berg ()D281410nach der Lage an der höchsten Stelle des Stadtteiles2002Duvenstedter Damm ()D235830nach der Lage im Stadtteil 1947Duvenstedter Markt ()D235180nach der Lage im Stadtteil 1967Duvenstedter Triftweg ()D237110(im Stadtteil) nach dem Viehtriebweg zum Duvenstedter Brook1909östlich der Triftwegbrücke in Wohldorf-OhlstedtFarkenwisch ()F031160nach einer Flurbezeichnung (niederdeutsch Farkenwisch = Ferkelwiese)1942Feldblick ()F056370nach der Lage, die einen guten Ausblick über das Gelände bietet 1954Föhrenholt ()F171215frei gewählter Name (niederdeutsch Föhrenholt = Kiefernwald)1942Haeckswisch ()H803190nach den Vorbesitzern des Geländes, der Familie Haecks1993Halenriggen ()H0611215nach einer Flurbezeichnung1942Halen meint eine Niederung oder einen Einschnitt, das Wort Rei oder Reihe einen kleinen Wasserlauf.Himmelsmoor ()H436260nach einer Flurbezeichnung1942Hoopredder ()H618420in Anlehnung an die benachbarte Straße Hoopwischen1954Hoopwischen ()H619510nach einer Flurbezeichnung (niederdeutsch Hoop = Haufen)1942Im Ellernbusch ()I030 535nach einer Flurbezeichnung 1947Ellernbusch meint ein niedriges, mooriges Land mit Erlenbestand (niederdeutsch Eller = Erle) Kakenhaner Grund ()K027230in Anlehnung an den Kakenhaner Weg1967 Kakenhaner Weg ()K0282075nach einer Flurbezeichnung1942Der Weg führte früher ins Wittmoor, wo Torf gestochen wurde. Kakenhan war der Name einer Anbauernstelle. Südliche Straßenhälfte zwischen Hausnummern 115 und 131a in Lemsahl-Mellingstedt Leemrackeln ()L101305nach einer Flurbezeichnung, die auf einen steinigen Lehmboden hinweist1942Lohe ()L219680nach einer Flurbezeichnung (Lohe = Eichenwald)vor 1949Mesterbrooksweg ()M1641460nach einer Flurbezeichnungvor 1940niederdeutsch Mester = Handwerks- oder Schulmeister, Brook = Bruchwald, also ein Weg, der zum Wald eines oder mehrerer Meister führteMuusbarg ()M352735(im Stadtteil) nach einem Flurnamen, der einen Berg an einem sumpfigen Gelände meint 1948nur nördliche Straßenhälfte in Duvenstedt, südliche Hälfte und östlich weiterführend in Lemsahl-Mellingstedt Op’n Hesel ()O210120nach einer Flurbezeichnung1992niederdeutsch op’n = auf demOp’n Idenkamp ()O211455nach einem Flurnamen „Op’n Kamp“ und den Besitzern der Hufe 5, der Familie Iden (1640–1939) 1993Op’n Möhlnrad ()O105300nach einer Flurbezeichnungvor 1949niederdeutsch Möhl = Mühle, raden = roden. Es handelte sich um eine Rodungsfläche oberhalb der an der Ellerbek gelegenen Wassermühle. Parkberg ()P033480nach einer ortsüblichen Bezeichnung1962Pirolkamp ()P129515nach dem gleichnamigen Singvogel1947Poppenbütteler Chaussee ()P1641415Hamburger Stadtteil Poppenbüttelvor 1938östliche Straßenhälfte ab Bökenbarg für ca. 205 Meter in Lemsahl-MellingstedtPuckaffer Weg ()P2092025Puckaff ist ein ehemaliger Ortsteil der Gemeinde Tangstedt 1940Rapsfeld ()R441115nach der früheren Nutzung des Geländes1992Rehgatter ()R100215nach der Einfriedigung für das Wild1942östliche Straßenhälfte in Lemsahl-MellingstedtRögenoort ()R230275nach einer Flurbezeichnung1942Als „Rogen“ wird eine kleine, mit Bäumen bewachsene Anhöhe bezeichnet, Oort ist ein kleines, spitz zulaufendes Stück Land.Roggengabel ()R442160nach der früheren Nutzung des Geländes und dem Verlauf der Straße1992Rotwildschneise ()R325325frei gewählter Name1953Saalkamp ()S002315Saal bezeichnet eine künstliche oder natürliche Viehtränke auf der Weide 1962siehe auch Specksaalredder Sarenweg ()S057330(im Stadtteil) nach einer Flurbezeichnung (Saren od. Soren = trockenes Land)1947nördlich der Alster in Wohldorf-Ohlstedt, südlicher Teil in Lemsahl-MellingstedtSchaarbargsweg ()S084430nach einer Flurbezeichnung1942„Schaar“ steht für die Pflugschar, aber auch für ein abschüssiges Gelände am Rande eines Sumpfes Schleusenredder ()S206230(im Stadtteil)nach der Lage an der Wohldorfer Schleuse 1947östlich der Timmermannbrücke in Wohldorf-OhlstedtSchleusenstieg ()S207520nach der Lage an der Wohldorfer Schleuse vor 1940Sedenkamp ()S927265nach der Bezeichnung „Seden“ für eine feuchte Senke im Ackerland1996Segeberger Chaussee ()S3941255(im Stadtteil) Bad Segeberg, Stadt in Schleswig-Holstein, wohin die Straße führtnicht bekanntsüdlich der Straße Föhrenholt für knapp 300 Meter in Duvenstedt, ebenso nördlich des Puckaffer Wegs, ansonsten auf schleswig-holsteinischem GebietSpecksaalredder ()S5351175nach dem Begriff „Specke“, einem mit Buschwerk befestigten Weg; für „Saal“ siehe Saalkamp 1947Steenbarg ()S603550niederdeutsch Steenbarg = Steinberg1942Vermutlich gab es hier größere Steinablagerungen aus der Eiszeit, die zum Häuser- und Straßenbau verwendet wurden.Steenbargkoppel ()S604385in Anlehnung an den Steenbarg 1963Steenbargsweg ()S605470in Anlehnung an den Steenbarg nach 1942Steenrögen ()S612135nach einem 1782 erwähnten Flurnamen (Rogen = kleine Geländeerhöhung) 1962Suurwisch ()S820170nach einer Flurbezeichnung (niederdeutsch für „saure Wiese“)1942Tangstedter Graben ()T23385nach dem westlich fließenden, gleichnamigen Wasserlauf2000Tangstedter Knick ()T232135in Anlehnung an den Tangstedter Weg1996Tangstedter Weg ()T009835nach Tangstedt führende Straßevor 1940Timmermannbrücke ()–30(im Stadtteil) nach der Familie Timmermann, die von 1882 bis 1932 den Gemeindevorsitzenden der Landgemeinde Wohldorf-Ohlstedt stellte1987überquert im Zuge des Schleusenredders die Alster; östlicher Teil in Wohldorf-Ohlstedt Todtenredder ()T116470(im Stadtteil) nach einem Feldweg (Redder), der sich in den Alsterwiesen verläuft ("totläuft")1909nur westliche Straßenhälfte auf etwa 370 Metern in Duvenstedt, ansonsten in Wohldorf-Ohlstedt Triftwegbrücke ()–25(im Stadtteil) in Anlehnung an den Duvenstedter Triftwegum 1909überquert im Zuge des Duvenstedter Triftwegs die Alster; östliche Hälfte in Wohldorf-OhlstedtTrilluper Stieg ()T168125Herkunft nicht eindeutig geklärt1954In Lemsahl-Mellingstedt und Bergstedt verläuft die Straße Trillup, deren Herkunft mit dem Treideln der Alsterkähne zusammenhängt, möglicherweise war „Trillup“ ein Zuruf der Bootsführer untereinander (niederdeutsch up/op = auf). Trilluper Weg ()T1691310(im Stadtteil) Herkunft nicht eindeutig geklärt (siehe Trilluper Stieg)1947südlicher Teil in Lemsahl-Mellingstedt Vörn Voßbarg ()V140115nach einer Flurbezeichnung (niederdeutsch für „Vor dem Fuchsberg“)1992Wildstieg ()W270250nach dem früheren umfangreichen Vorkommen von Wildtieren in der Gegend 1942 Wittmoorredder ()W351550nach dem östlich gelegenen Wittmoor, das seinen Namen vom hellen Torf erhalten hat (niederdeutsch „witt“ = „weiß“) 1942Wittmoorstieg ()W460710in Anlehnung an den Wittmoorredder1979Wöhren ()W49295nach einer Flurbezeichnung1991Wöhrenkoppel ()W494100in Anlehnung an die Straße Wöhren 1991Wöhrenweg ()W493105in Anlehnung an die Straße Wöhren 1991Wragekamp ()W504250nach der alteingesessenen Bauernfamilie Wrage, den Vorbesitzern des Geländes1996

Einzelnachweise

Literatur und Quellen Emil Peter Lüders: Flurnamen und Straßenbezeichnungen im Alsterraum. In: Jahrbuch des Alstervereins e. V. 1954, Hamburg, S. 33–44 (Digitalisat) Statistikamt Nord: Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg Horst Beckershaus: Die Hamburger Straßennamen – Woher sie kommen und was sie bedeuten, 6. Auflage, CEP Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86393-009-7 Christian Hanke: Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte, 4. Auflage, Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2006, ISBN 978-3-929229-41-7

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