mini|Haus Nr. 10: Schleifmühle

Rütteldorf (fränkisch: Riddl-doafW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 86. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ridldoʳf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Cadolzburg im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Rütteldorf liegt in der Gemarkung Deberndorf.

Geografie Das Dorf liegt im Tal des Reichenbachs, eines linken Zuflusses der Bibert. Der Deberndorfer Bach mündet unmittelbar östlich als linker Zufluss in den Reichenbach. Der Ort ist von Acker- und Grünland umgeben. Die südöstliche Flur wird Bodenäcker genannt, nordwestlich Weiherfeld, nordöstlich Burgstall. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ballersdorf (0,8 km westlich) bzw. nach Vogtsreichenbach (1,2 km östlich), eine weitere zur Kreisstraße FÜ 19 (0,9 km nördlich) zwischen Deberndorf (1,1 km westlich) und Zautendorf (0,8 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1341 als „Rudelndorf“ erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der der Verkauf eines Eigengutes des Fritz von Lewzingen an das Kloster Heilsbronn bestätigt wurde. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Ruodilo, einer Verkleinerungsform des Personennamens Ruodo.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 86.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rütteldorf acht Anwesen (eine Mühle, vier Halbhöfe, ein Gut, zwei Gütlein). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Oberamt Cadolzburg auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 167. Angaben über Dorf- und Gemeindeherrschaft fehlen, Kastenamt Neuhof ist als DGH anzunehmen.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rütteldorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Deberndorf und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Deberndorf zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 228. Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Deberndorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und Rütteldorf nach Cadolzburg eingegliedert.

Baudenkmal Haus Nr. 10: Schleifmühle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 69 98 101 101 83 79 68 99 72 77 73HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 14 16 15 14 15 15 18Quelle Dort als Rüßeldorf aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Zautendorf) gepfarrt.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 167. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach St. Otto (Cadolzburg).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Cadolzburg) Kategorie:Ersterwähnung 1341