Matthias F. E. Radermacher, auch Mathias Rademacher (* 4. Oktober 1804 in Bonn; † 8. März 1890 in Düsseldorf), war ein deutscher Porträtmaler der Düsseldorfer Schule sowie Fotograf.
Leben mini|hochkant|Porträt des Bonner Oberbürgermeisters Johann Martin Joseph Windeck, 1833 mini|hochkant|Porträtfoto des Kupferstechers Joseph von Keller Radermacher erlernte die Malerei bei dem Bonner akademischen Zeichenlehrer Carl Wilhelm Tischbein, dem Sohn Johann Friedrich August Tischbeins. Um 1820 war er Schüler der Berliner Akademie. 1825 wechselte er nach Düsseldorf, wo er Schüler von Heinrich Christoph Kolbe und Wilhelm Schadow wurde, sich mit dem befreundeten Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer ein Zimmer teilteGabriele Ewenz (Hrsg.): Johann Wilhelm Schirmer. Vom Rheinland in die Welt. Band 2: Autobiographische Schriften. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, ISBN 978-3-865-68544-5, S. 206 und dem Künstlerverein Malkasten angehörte., Webseite im Portal malkasten.org, abgerufen am 5. Oktober 2018 In den Jahren 1829 bis 1835 stellte er in Düsseldorf eine Vielzahl von Bildnissen aus, darunter auch Miniaturen.Johann Josef Scotti: Die Düsseldorfer Maler-Schule, oder auch Kunst-Akademie in den Jahren 1834, 1835 und 1836, und auch vorher und nachher. Schreiner, Düsseldorf 1837, S. 140, Nr. 127 (Digitalisat) 1838 ging er erneut nach Berlin. Mit Beginn der 1850er Jahre ist er als Daguerreotypist wieder in Düsseldorf greifbar.Mathias Radermacher, Resultate im Portal daguerreobase.org, abgerufen am 5. Oktober 2018 Als Hersteller „photographischer Bilder“ beteiligte er sich dort 1852 – wie Wilhelm Severin, ebenfalls einer der ersten Daguerreotypisten des Rheinlandes – an der Provinzial-Gewerbe-Ausstellung für Rheinland und Westphalen.Katalog der Provinzial-Gewerbe-Ausstellung für Rheinland und Westphalen in Düsseldorf. Buchdruckerei Hermann Voß, Düsseldorf 1852, S. 39, Nr. 295 (Google Books) Sein Atelier lag am Steinweg 212 (Schadowstraße 60/62). Er gehörte zu den bevorzugten Porträtfotografen Düsseldorfer Künstler. Für den Prinzen Carl zu Wied-Neuwied schuf er als eine Art Werkverzeichnis ein Album mit 54 fotografischen Abbildungen von dessen Gemälden.Bodo von Dewitz, Wolfgang Horbert: Schatzhäuser der Photographie. Die Sammlung des Fürsten zu Wied. Steidl, Köln 1998, ISBN 978-3-8824-3624-2, S. 97 Als er sich kurz vor 1865 aus der Fotografie zurückzog, um sich gänzlich wieder der Malerei zu widmen, übernahmen die Brüder Gustav und Arnold Overbeck Radermachers Rolle als Künstlerfotograf.Ulrich Pohlmann: Die Düsseldorfer Malerschule und die Fotografie. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 2, S. 344
Radermacher war verheiratet mit Josephine Haas. Ihr 1839 geborener Sohn Eduard Radermacher wurde ebenfalls Fotograf.
Literatur
Radermacher, Matthias. In: Käte Gläser: Das Bildnis im Berliner Biedermeier. Berliner Porträtisten 1820–1850. Versuch einer Katalogisierung. Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 1929, S. 61.
Weblinks
Matthias Radermacher, Auktionsresultate im Portal artnet.de
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Berlin) Kategorie:Maler (Düsseldorf) Kategorie:Maler (Düsseldorfer Malerschule) Kategorie:Fotograf (Düsseldorf) Kategorie:Fotograf (19. Jahrhundert) Kategorie:Porträtmaler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1804 Kategorie:Gestorben 1890 Kategorie:Mann